AutorInnenarchiv
Unsere Polizei stellt ihre Statistik zum Straßenverkehr vor. Für alle, die es ganz genau wissen wollen, stehen jede Menge Zahlen parat. Mir genügen immer ein paar Minuten an der Thielenbrücke, um wieder gottesfürchtig zu werden. Es ist schlichtweg ein Wunder, dass dort nicht mehr passiert. Wobei am schlimmsten Unfall im letzten Jahr zwei Radfahrer beteiligt waren. Der Eine fuhr den Anderen einfach um; der prallte gegen einen Verteilerkasten und blieb liegen. Der Verursacher wollte einfach abhauen. Was ein paar aufmerksame Menschen verhinderten! Und Morgen stifte ich eine Kerze.
Ein unfallfreies Wochenende wünscht
Bernd
Wenn es hier schon kalt sein muss, dann bitte mit Sonnenschein. Sieht im Augenblick nicht schlecht aus. Außerdem macht die Wetter-Übersicht froh, dass man nicht in Moskau oder Archangelsk ist. Dazu noch ein Lacher mit Torte für den Kopierer. Wobei das einzelne Exemplar nicht wirklich mithalten kann. Das kann Hollywood besser. Das Wochenende fängt gut an.
Transparenz oder Schutz der Privatsphäre? Die Piraten schreiten munter voran. Ich möchte meine Volksvertreter nicht andauernd kontrollieren müssen. Ich möchte Ihnen vertrauen können. Vertrauen??? Das ist ja ‘ne geile Nummer, würde jetzt einer meiner Filmhelden sagen. Manchmal bin ich richtig blauäugig.
Ein Wochenende mit blauem Himmel wünscht
Bernd
Der Flughafen, der Neue, macht Schlagzeilen: Nicht nur wegen Flugrouten, sondern wegen Schwarzarbeit und Akzeptanz. Dazu passt der Artikel mit dem Stolpe-Interview. Ist schwer zu lesen, aber sehr aufschlussreich. Und jetzt transportiere ich jemanden nach Schönefeldt.
Ein angenehmes Wochende wünscht
Bernd
Große Aufregung herrscht um die Auswertung von Mobilfunk-Daten. Der Begriff Überwachung, wie er im Artikel steht, erscheint mir für den Vorgang nicht passend. Darunter verstehe ich eine direkte Verfolgung. Das fand nicht statt. Ob das Ganze überhaupt Sinn macht, ist für mich höchst zweifelhaft. Die meisten Geräte werden zwischen 3:45 und 5:00 Uhr, so steht es im Dokument, ganz still in den Wohnungen ihrer Besitzer gelegen haben. Und die nächste Richterin könnte fragen, ob die Maßnahme einen Ermittlungserfolg erbracht hat. Die Behörden schweigen zu dieser Frage. Bis jetzt!
Ein auf(s)gewertetes Wochenende wünscht
Bernd
Ein Teil der berichteten Realität fällt für mich in die Kategorie: „Ick gloob ett nich!” Als da wäre die kampfbereite Radlerin. Allenthalben begegnet man auf der Straße den Wirten von Raucherkneipen, die schwer bewaffnet unwillige Nichtraucher in ihre Lokale prügeln. Und dann haben die nicht mal ein Elektrogerät dabei. So geht das nicht!
Manchmal gewinne ich auch den Eindruck, dass jede dämliche Schlägerei zum Exzess hochsterilisiert wird. Die tieferliegende Ursache der Vorfälle könnte in der „Justin, hau ihn weg!“-Mentalität liegen. Oder?
Ein friedliches Wochenende wünscht
Bernd
Das Jahr ist fast rum. Die übliche Rückschau spare ich mir. Das können Zeitungen, Magazine, Fernsehen und Rundfunk besser. Mir gefallen die Vorschau auf 2012 und die statistischen Betrachtungen zu Berlinerinnen und Berlinern. Ich gehöre also zur Ein-Drittel-Minderheit der hierorts Geborenen. Obwohl mein Migrationshintergrund am Namen mit dem wicz am Ende deutlich erkennbar bleibt. Der Urgroßvater auf väterlicher Seite kam in Kozmin auf die Welt. Da war man mal Preuße oder Pole, je nach politischer Großwetterlage. In Berlin war ich Kreuzberger, Neuköllner, Tempelhofer und Wilmersdorfer. Nach einem Intermezzo in Hessen bin ich wieder in Neukölln gelandet. Für Silvester wünsche ich mir richtig schlechtes Wetter. Vor allem viel Regen! Dann dauert das kriegsähnliche Geballer nicht ganz so lange.
Einen gelungenen Jahreswechsel wünscht
Bernd
Bernd HSB in Schlagzeilen ~ 24. Dezember 2011 ~ 08:47 Uhr ~ Kommentare deaktiviert
Bevor ich auf Heute zu schreiben komme, sei ein kurzer Rückblick gestattet: Hertha hat einen neuen Trainer, der einer der Besten sein soll. Nach dem das Märchenerzählen vorbei war, ging es da sehr flott. Ansonsten bleiben Ämter unbesetzt. Wegen Geld das Eine? Wegen Bürokratie und weiß keiner, das Andere.
Jetze aber Weihnachten! Alle die Familie haben, sind heute und in den nächsten Tagen meist voll beschäftigt. Ich brauche nur noch Lebensmittel. Wie ich sonst das Fest überstehe? Zum Glück gibt es fast jeden Tag einen Ritterfilm in der Glotze. Das hält jung und genügend Nostagie bereit, um mich in Zeiten zu versetzen, als die Welt noch einfach schien.

Stammkino
Den Rest der Zeit wird geputzt und geräumt; werden Freunde und Kneipen besucht, bei/in denen ich nach Herzenslust paffen darf.
Ein besinnliches Fest wünscht
Bernd
Es darf gewettet werden, was wir zuerst bekommen: Einen neuen Hertha-Trainer, einen neuen Senator oder einen neuen Polizeipräsidenten? Vielleicht könnte man auch rotieren? Das wäre auf jeden Fall innovativ und man gewinnt einen Preis. In meiner Phantasie ergeben sich großartige Kombinationen: Loddar Matthäus als Polizeipäsident. Einfach genial! Harald Ehlert als Justizsenator — ein Mann mit Erfahrung! Christian Lindner als Hertha-Trainer. Gefällt nicht? Dann tauschen wir. In 90 Minuten darf drei Mal gewechselt werden.
Ein gut kombiniertes Wochenende wünscht
Bernd
Treten Sie ab, Herr Braun! So müsste die Überschrift für heute lauten. Die Ursachen werden ausreichend erläutert: Die TAZ nennt Gründe und interwiewt Klaus Eschen; die Berliner Zeitung lässt Jürgen Blache von der Schutzgemeinschaft für geschädigte Kapitalanleger zu Wort kommen. Das sollte genügen. Ansonsten kommt der Weihnachtsmann und es gibt die Rute.
Und jetzt recherchiere ich, ob man einen Marienkäfer lebendig durch den Winter bringen kann. Das kleine Tier wäre gestern fast in meinem Staubsauger gelandet.
Ein gepflegtes Wochenende wünscht
Bernd
Wie ist es, wenn man gewinnt und doch Verlierer ist? Das machen uns in diesen Tagen die Grünen vor. Rund 76.000 Stimmen gab es mehr als vor fümf Jahren. Damit könnte man zufrieden sein. Aber innerhalb der Partei streitet man, wie die berühmten Kesselflicker. Man analysiert eine gefühlte Niederlage. Einer tritt zurück und niemand will den Platz einnehmen. Warum will der schärfste Kritiker keine Verantwortung übernehmen? Wäre doch einigermaßen folgerichtig. Er mag offensichtlich nicht. Weswegen auch immer. Also hofft man auf den nächsten Dienstag.
Ein gut gewähltes Wochenende wünscht
Bernd
Was macht man, wenn Einem an dieser Stelle nichts einfällt? Wenn sich kein Thema finden will, das herausfordert. Vielleicht die S-Bahn? Die Diskussion um Teil-Auschreibungen erscheint mir nutzlos. Wie kann man überhaupt den Betrieb ausschreiben, wenn das ganze Netz der Deutschen Bahn gehört. Für mich eine ziemlich absurde Idee. Welchen Nutzen haben die Fahrgäste davon? Wird dann auf einem ein Teil des Netzes pünktlicher gefahren? Wenn auf den übrigen Strecken mal wieder still gestanden wird. Werden die Fahrpreise sinken oder wird nur Personal entlassen, damit der Profit höher ist? Fast wünscht man sich alte Reichsbahn-Zeiten herbei, als morgens um 5:00 das Telefon klingelte und man zum Wintereinsatz gerufen wurde. Hat keinen Spaß gemacht, aber den Betrieb ermöglicht.
Ein einigermaßen gut transportiertes Wochenende wünscht
Bernd
Ein Stück Stoff sorgt für Aufregung — so es denn ein Abgeordneter trägt. Ich versuche gerade, mir auszumalen, was geschehen würde, wenn andere Kleidungstücke zum Zuge kommen würden: Klaus Wowereit in Leder? Herr Henkel im Tarnanzug? Frau Junge-Reyer mit Kopftuch? Oder doch mit Kippa? Natürlich wäre die Einführung einer Parlamentarier-Uniform, nach dem Vorbild an Schulen, eine Alternative.
Ein gut bekleidetes Wochenende wünscht
Bernd
Die ersten realen Auswirkungen der Wahlen sind aus den Bezirken zu vermelden. Es heißt, Bürgermeister und Stadträte zu wählen. Bei mir in Neukölln bündeln SPD und CDU ihre Stimmen. So fällt Frau Vonnekold von den Grünen durch. Sie hatte im Juli offensichtlich Ärger mit unserem Buschi, als ihr 4 Millionen im Etat fehlen.
Im Abgeordnetenhaus tut sich auch was: Neue Bekleidung zieht ein.
Was ein Volkswirt zur Situation Berlins sagt, weist auf einen wichtigen Widerspruch hin: Wachstum bei bleibender Arbeitslosigkeit. Da hilft es kaum, wenn man sexy ist. Oder denkt man an größere Ansiedlungen im Bereich der Erotik-Wirtschaft.
Ein gut finanziertes Wochenende wünscht
Bernd