AutorInnenarchiv

Eine Meile Bier

Leckeres Störtebecker auf der Berliner Biermeile - Foto: h|b

Leckeres Störtebecker auf der Berliner Biermeile – Foto: h|b

Seit heute Abend läuft wieder das große Bierfest auf der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Bis zum Sonntag kann man hunderte von Bieren ausprobieren, am Besten allerdings nicht alle an einem Abend, diversen Coverbands lauschen und das herrliche Sommerwetter genießen. Quasi ein riesengroßer Biergarten. Ganze Busladungen von Touristen werden vermutlich ausgekippt, Horden von Junggesellinnen und Junggesellen werden mit absurder Verkleidung ihren Abschied von diesem Zustand feiern und am Ende werden sich die Anwohner über vollgepisste Hauseingänge beschweren, trotz hunderter herumstehender, stinkender Dixietoiletten. Aber …. das gehört halt dazu, Folklore. So muss Biermeile. Ich glaub ich trink mein Bier lieber gemütlich zu Hause.

Berlinbekenntnis

... man hier so geil mit'm Rad auf aufm Gehweg fahren kann - Foto: h|b

… man hier so geil mit’m Rad auf aufm Gehweg fahren kann – Foto: h|b

Statt Bahn

Nichts geht mehr auf der Stadtbahn - Foto: h|b

Nichts geht mehr auf der Stadtbahn – Foto: h|b

Ab kommenden Montag kehrt auf der Stadtbahn zwischen Ostbahnhof und Berlin Zoo die große Ruhe ein. Über einen Monat werden notwendige Bau- und Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt. Das große Ausweichen ist angesagt. Mehr dazu findet ihr hier.

Public Viewing

Heute Abend gilt's ..... - Foto: h|b

Heute Abend gilt’s ….. – Foto: h|b

Schicksalswahl um Tempelhof

Jeder nur ein Kreuz heute - Foto: h|b

Jeder nur ein Kreuz heute – Foto: h|b

Terminvormerker

Save the Date! Gesehen auf der Warschauer Strasse - Foto: h|b

Save the Date! Gesehen auf der Warschauer Straße – Foto: h|b

Saisonfinale

Die "Ostkurve" verabschiedet sich mit einer bunten Choreografie aus der Saison - Foto: h|b

Die “Ostkurve” verabschiedet sich mit einer bunten Choreografie aus der Saison – Foto: h|b

Mit einem 0:4 gegen Dortmund, gute Gastgeber wissen eben was sich gehört, verabschiedete Hertha heute nachmittag die Bundesligasaison und auch gleichzeitig zwei ihrer besten Spieler. Lewan Kobiaschwili beendet seine aktive Karriere hier in Berlin und Adrian Ramos wechselt zum BVB. Ob er gleich im schwarz-gelben Vereinsbus mitfahren durfte, ist nicht bekannt. Die Regie hatte dieses Ereignis geschickt inszeniert und wechselte Ramos gegen Kobiaschwili ein. Beide wurden von den Herthafans mit Standing Ovations gefeiert.

Zwei der 4 Tore für den BVB schoss Robert Lewandowsky, der damit nach dem Spiel auch die Trophäe des Torschützenkönigs überreicht bekam. Lewandowsky wechselt nächste Saison zu Bayern München. Aber vorher stehen sich sein alter und neuer Arbeitgeber nächsten Samstag noch beim DFB Pokale an selber Stelle gegenüber. In Ermangelung anderer Ziele übten die Dortmund-Fans schon mal lautstark den „Bayern die Lederhosen auszuziehen“ im Stadion. Das Spiel war zu der Zeit schon gelaufen und die Hertha, die am Anfang durchaus mithalten und sich ein paar Chancen erarbeiten konnte, war bereit das Ergebnis zu akzeptieren. Mal schauen wie es nächstes Jahr weitergeht.

Trafo Pop

Die Fahrraddemo überquert die Oberbaumbrücke - Foto: h|b

Die Fahrraddemo überquert die Oberbaumbrücke – Foto: h|b

Das Kollektiv “Trafo Pop” hatte gerufen, Hunderte waren erschienen. Dazu jede Menge Medienvertreter. Schließlich sollte es keine normale Fahrraddemo werden, denn ER – David himself – sollte auch mitradeln. Sie hatten sogar extra eine Blinkjacke mitgebracht. So wie damals. In den 80ern. Aber er war wohl doch von der re:publica so erschöpft, dass er nicht mitfahren wollte. Aber immerhin K.I.T.T. war da. Sein Fahrer nicht.

Das ließ uns Radlern die Stimmung nicht vermiesen und so radelten wir eine kurze Runde über den Kotti, dann die U1 entlang, über die Oberbaumbrücke zum “Hassobjekt” der Mediaspree-Gruppe. Das Ziel der Demo: Das “Hinkelhaus”. Hier gab es kurz ein paar warme Worte – vor gut einem Jahr brachte David Hasselhoff hier die Massen zum mitsingen – und dann begann es auch schon von oben zu nieseln. Eine weitere Fußnote zur Rettung der Mauer, die sicher auch mit Lücke noch Hundertausende von Touristen anziehen wird.

Warme Worte vorm "verhassten" Hinkelhaus - Foto: h|b

Warme Worte vorm “verhassten” Hinkelhaus – Foto: h|b

Friede den Hütten

Der Moritzplatz mit dem Hüttendorf der "Refugees" vor der Räumung - Foto: h|b

Der Oranienplatz mit dem Hüttendorf der “Refugees” vor der Räumung – Foto: h|b

Den Netzaufreger der Woche lieferten zwei Jungunionisten, als sie nach der erfolgten freiwilligen Räumung des Oranienplatzes ein Plakat in die Kamera hielten mit dem Satz „Danke Frank“. Im Hintergrund sieht man noch die Trümmer der Hütten liegen. Im Netz kursieren inzwischen reichlich Varianten dieser Plakate. Diese Aktion nahm die Antifa gern zum Anlass, zu einem Besuch der „Hütte“ von Frank (Henkel) aufzurufen. Dem folgten am Freitag Abend in Weissensee rund 300 Personen. Die Polizei hatte allerdings das Ziel weiträumig abgesperrt.

Nach rund anderthalb Jahren fand damit die Besetzung eines öffentlichen Raumes ein Ende. Viele Diskussionen waren im Vorfeld gelaufen, Bezirk und Senat schoben sich gegenseitig die Schuld zu, unternehmen wollte keiner was, schon gar nicht so kurz vor dem 1. Mai. Dann ging es aber doch schnell. Unter der Vermittlung von Senatorin Dilek Kolat hatten sich die meisten Besetzer bereiterklärt, den Platz zu verlassen und in feste Unterkünfte zu ziehen. Jetzt hoffen die Asylbewerber auf einen positiven Ausgang ihrer Verfahren, zumindest wurden ihnen mit der Zusage einer Einzelfallprüfung, das Verlassen des Platzes schmackhaft gemacht. Das die deutsche „Einwanderungspolitik“ grundsätzlich einer Klärung bedarf, ist jetzt damit erst mal wieder aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Vielleicht. Eine Demonstrantin hat sich einen Platz auf hoch oben einer Platane des Platzes ausgesucht und ist in einen Hungerstreik getreten.

Schluss mit lustig

Traurig das ist junger Padawan - Foto: h|b

Traurig das ist junger Padawan – Foto: h|b

Allgegenwärtig sind sie vor dem Brandenburger Tor. Die Figuren die sich als Fotopartner vor der historischen Kulisse anbieten, sich quasi als ironischen Bruch begreifen. Vielleicht aber auch nur einfach, um ein wenig Geld zu verdienen. Die Yodas, Darth Vaders, Cowboys, Indianer und nicht zuletzt die Soldaten in ihren Fantasieuniformen, die zum Foto auch noch den passenden Ausreisestempel anbieten. Ach ja, jetzt hätte ich fast den Kuschelbär vergessen, der sich als Berliner Maskottchen verkleidet. Sie alle bevölkern den Pariser Platz und heischen um Aufmerksamkeit. Seit heute ist damit Schluss. Schluss mit lustig.

Der Tagesspiegel berichtete in seiner gestrigen Ausgabe, das alle diese Figuren “…jetzt Platzverbot vor dem Brandenburger Tor haben. Das Bezirksamt Mitte hat beschlossen, die Darsteller von Comicfiguren, alliierten Soldaten oder „lebenden Statuen“ vom Pariser Platz zu verbannen. Ihre Tätigkeit gehe über die „gemeingebräuchliche Nutzung“ des Platzes hinaus und konterkariere dessen „historische und städtebauliche Bedeutung“, erklärte CDU-Baustadtrat Carsten Spallek.” Tja, das war’s dann. Bleibt nur noch Checkpoint Charlie zum posieren mit alliierten Soldaten. Der Bezirk Kreuzberg will das auch weiterhin dulden.

Grünes Biotop

Drei Tage wach - Foto: h|b

Schoenbrunn

Sonntag Mittag in Berlin - Foto: h|b

Sonntag Mittag in Berlin – Foto: h|b

Die Parteien sind los #4

Die magischen Hände von "Mutti" - Foto: h|b

Die magischen Hände von “Mutti” – Foto: h|b

So blass der Wahlkampf eh schon ist, die heute vorgestellte Partei setzt noch eins drauf. Bereits die Wahlplakate der Kandidaten hier in Berlin sind farblich entsättigt und enthalten bis auf die Namen des oder der Kandidaten keine weiteren Botschaften. Auch die Themenplakate beschwören eine eher subtile Botschaft, zusammengefasst: “Gemeinsam erfolgreich an morgen denken”. Okay, können wir machen. Denken ist nie verkehrt.

Seit ein paar Wochen hängt allerdings ein ultimatives und riesiges Wahlplakat am Berliner Hauptbahnhof. Darauf zu sehen sind zwei Hände die eine Raute bilden, die “Merkel-Raute”. Welche Aussage da nun dahintersteckt, mag jeder für sich selbst entscheiden. “Das Netz” hat die Vorlage jedenfalls begeistert angenommen und daraus eine ganze Bilderserie auf tumblr erstellt. Kreative aller Art haben über die Raute jede Menge Köpfe installiert, mal lustig, mal weniger lustig, aber immer kreativ. Ein Besuch lohnt sich. Morgen Abend wissen wir vielleicht auch schon ein wenig mehr wohin der politische Hase läuft.