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Einstürzende Schulbauten in Berlin

Advent, Zeit der täglichen Türchen. Blogs spielen dieses Spiel gern mit, mal mehr und mal weniger elegant. Auch wir vom HSB haben das vor einigen Jahren einmal gemacht, mit unserem Bloxikon. Gefällt mir noch heute sehr gut.

Das aktuelle Türenspielchen, das ich soeben entdeckt habe, topt das aber um Längen. Es handelt sich um eine launige Zusammenstellung von einstürzenden Berliner Schulgebäuden, ebenso erschreckend wie makaber. Schöne Bilder auch.

Zum Auftakt heißt es dort Ende November:

Der Sanierungsrückstau an Berliner Schulen ist weitaus größer als bisher vermutet. Über zwei Milliarden Euro müsste das Land Berlin aufbringen um die Schulgebäude instand zu setzen. Das ging unlängst aus der Beantwortung einer kleinen Anfrage im Abgeordnetenhaus hervor.

Die Zustände, unter denen unsere Kinder lernen müssen, sind ein Skandal!

Ich bin gespannt und werde ab heute sicher täglich die Klinke bedienen.

Die Zeit hat Zähne

So heißt es doch, wenn die Dinge sich nach und nach verändern. Üblicherweise gilt das für einen langsamen Verfall, der sich unmöglich aufhalten lässt. Von Berlin jedoch gibt es immer wieder Bilderserien, in denen das genaue Gegenteil dargestellt ist. Da werden die Zähne auch mal gemacht, von der Zeit sozusagen. Besonders ergiebig ist das für die letzten 20 bis 25 Jahre, allerdings ist das auch nicht allzu schwer.

Oft weiß ich nicht genau, was ich davon halten soll. Von besonderer Bedeutung sind diese Bilder natürlich für diejenigen, die dabei gewesen sind. Damals, weißt du noch?! Das kann ich verstehen, doch selbst finde ich oft nicht viel darin. Ich fliege auf alte Aufnahmen aus der Gegend, die für mich ein »Damals« beinhaltet. Logisch.

Ganz interessant ist aber das, was ich heute gefunden habe. Im Grunde ist es wohl ein Hinweis auf ein Buch, »Berlin Wonderland – Wild Years Revisited«. Auch das könnte interessant sein, aber eigentlich witzig ist, was auf dieser BuzzFeed-Seite daraus gemacht wird. Tipp: Mit der Maus wischen bitte. Macht Spaß.

Die letzten schönen Tage

Prost!

Ein herbstliches Prost aus einer der letzten „Berliner Nächte“ an der Weserstraße. See you next year!

Streikankündigung für die S-Bahn

Diesmal für’s Wochenende, Samstag Nacht ab 2 Uhr bis Montag früh um 4 Uhr. So sieht es derzeit aus.

Mein Tipp ist nach wie vor, das Fahrrad zu nehmen. Alles andere scheint eher unangenehm überfüllt und vielfach stillstehend abzulaufen. Aber bitte: Im Dunkeln das Licht nicht vergessen.

S-Bahn-Streik ab 14 Uhr

Jedes Jahr dasselbe, so scheint es mir. Die, mit dem Traumberuf vieler junger Menschen, streiken mal wieder. Die LokführerInnen meine ich, nicht die Feuerwehrmänner und -frauen. Das heißt also: Auch die Berliner S-Bahnen stehen still, morgen ab 14 Uhr bis vermutlich Donnerstag Nacht um 4 Uhr. Und auch danach wird es noch eine Weile einigermaßen zäh laufen.

Mehr kann man auf der Seite des rbb nachlesen.

Ich wünsche also fröhliches Staustehen morgen. Obwohl mein Tipp ja ist, in Zweifel lieber das Fahrrad zu nehmen. Das Wetter wird einigermaßen, Regen steht vermutlich nicht auf dem Programm. Gute Fahrt.

Park & Write?

Mind your Laptop

Besser nicht, das stimmt. Sachdienlicher Hinweis zur Handhabung von Laptops im öffentlichen Raum, gesehen in Neukölln.

Peinlich? Oder richtig?

Mehr Infos dazu gibt es z. B. auf der N24-Webseite oder in der Berliner Zeitung.

Mich schreckt so etwas ja, sehr. Menschen sollten miteinander sprechen, denke ich.

Risse im Beton

Es bröckelt im Stelenfeld, dem Mahnmal, Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Das ging in den letzten Tagen durch die Presse, natürlich nicht zum ersten Mal. Felix Schwenzel hat sich das Mal mal angesehen und in seinem Blog mit dem Hund zusammengefasst:

deshalb finde ich, dass man das stelenfeld — oder zumindest den beton — seinem schicksal überlassen sollte. ich finde die intakten stelen zwar auch wunderschön, die scharfen kanten, die glatte oberfläche, aber genauso schön finde ich die risse.

Natürlich steht da noch mehr, mit vielen weiterführenden Links, also weiterlesen bitte.

Es ist genug! – Demo gegen Homophobie

Kommenden Samstag um 11 Uhr am Wittenbergplatz treffen und dann über den Potsdamer Platz rüber zum Alex laufen. Das ist angesagt, es ist mehr als angesagt!

Stop Homophobia!

Unnötig, aus meiner Sicht, hier noch einmal aufzuzählen, warum. Das steht alles hinter dem Link, der auf dem Banner liegt. Ich werde dort sein, nicht um sichtbar zu sein. Das bin ich ohnehin. Ich werde dort sein, um zu sein.

Wer noch? (Meine lieben heterosexuellen Freundinnen und Freunde! Wie wär’s?!)

Berliner Identitäten – Zwischen Graswurzel und Elfenbein

In Berlin zu wohnen ist mir mittlerweile manchmal nicht viel anders, als in irgendeiner Kleinstadt zu sein. Wenn zu viel ansteht, beruflich oder privat, dann sehe ich nur wenige, ausgewählte Menschen und nehme über das Internet hinaus am kulturellen Leben nicht teil.

Dann wieder kommen Wochen, wie die letzte Woche eine war. Erst zur re:publica, dem wilden Treffen diverser Internetmenschen mit den unterschiedlichsten Internetthemen auf dem Herzen, den Lippen und Podien. Seit Jahren bereits eine feste Größe, um deretwillen ich froh bin, in Berlin zu sein. Anreise und Aufenthalt extra für diesen Event könnte und würde ich mir, wie manche andere auch, wie ich von vielen Seiten höre, wohl nicht erlauben.

rp14So aber radle ich los, bin ich zwanzig Minuten dort, um ganz real zwischen tausenden von Menschen umherzulaufen, um in Talks und Workshops einzutauchen, hinaus- und wieder hineinzuschwimmen in Begegnungen, in Wiedersehen und immer wieder auch in frisches persönliches Kennenlernen. So geht das. So sieht es aus, für mich. Und für andere mag es dort ganz anders zugehen. Das ist sehr erfreulich, sehr belebend.

Am Donnerstag dann stand ein ganz anderes Kaliber auf dem Programm, die Europäische Schriftstellerkonferenz 2014 mit dem beinah erschreckenden Untertitel TraumWirklichkeit. So recht wusste ich zunächst nicht, wo ich dort gelandet bin. Und wie überhaupt, wie konnte das passieren. Unmittelbar nach der Betonbodenschlurferei, der Graswurzelei im Stadion in diesem Elfenbeinatrium der Deutschen Bank zu landen, plötzlich zwischen Bundesaußenminister samt entsprechendem Presseauflauf und Autorenprominenz, sofern es das gibt, zu sitzen. (By the way: Es waren durchaus auch Schriftstellerinnen und Autorinnen anwesend.)

Eine andere Welt.
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JETZT LIVE: Daniel Barenboim Europakonzert

Falls noch jemand wissen will, wofür Twitter eigentlich gut sein soll. Für solche wichtigen Informationen natürlich. Gerade noch rechtzeitig.

Nazifrei

Seit Tagen nun schon diese Hubschraubergeräusche in der Luft über Neukölln. Was ist das nur, denke ich. Und denke an den 1. Mai, zu dem es doch noch ein paar Tage hin ist. Das Netz hilft mir auf die Sprünge, wie so oft. Zumindest eine Vermutung habe ich nun. Morgen nämlich ist BERLIN NAZIFREI.

Eigentlich gilt natürlich gerade das nicht, da die NPD ihre Gefolgschaft zum Marschieren gerufen hat, morgen und am 1. Mai. Mich graust es, bei der Vorstellung, was da wieder für ein dummes Spiel abgehen könnte. Blockaden, die als gewalttätig eingestuft werden, und eine Polizei, die auf die falschen losgeht, um die rechten zu schützen. Oder so ähnlich.

Dennoch: Nazifrei muss sein!

[Mehr Info für morgen für alle, die mitblockieren wollen und können. Ich kann sowas leider nicht.]

Stolpersteine in Berlin

Sie sind überall in Berlin, und es ist so gut wie unmöglich, nicht irgendwann über sie zu stolpern. Denn dazu sind sie schließlich da, diese kleinen Denkmäler auf Gehweglevel: die Stolpersteine.

Zwei "Stolpersteine" in der Gubener Strasse in Friedrichshain

Zwei “Stolpersteine” in der Gubener Strasse in Friedrichshain – Foto: h|b

Meist stößt man zufällig auf sie, tritt fast hin, tritt dann daneben und schaut. Liest die knappe Botschaft. Was von einem Menschen bleibt. Wie wenig mitunter.

Wer gezielt danach suchen möchte, kann in einem Wiki nachsehen, wo die Berliner Stolpersteine verzeichnet sind. Auf der Hamburger Stolpersteinseite habe ich übrigens eine Putzanleitung gefunden. Keine schlechte Idee, wo doch gerade der Frühling beginnt.