AutorInnenarchiv

Kältebusse in Berlin und anderen deutschen Großstädten

Info via Facebook

Dieser Hinweis läuft gerade kreuz und quer durch Facebook und soll auch hier noch einmal extra kundgetan werden.

Nachtrag: Es gibt eine Korrektur für Hamburg, die Nummer ist offensichtlich nicht korrekt. Mehr Infos bei Dobschat.

Die Berliner Nummer stimmt aber auf jeden Fall!

Warum Fluglärm Menschen krank macht

Das erklärt heute die Berliner Zeitung und fasst dabei einiges über Verkehrs- und Industrielärm zusammen:

Unsere Körper sind so gebaut, dass Geräusche unser Nerven- und Hormonsystem aktivieren – auch nachts. Sie verändern unseren Blutdruck, die Herzfrequenz, den Kreislauf. Bei unseren Ahnen war es sinnvoll, dass Geräusche den Körper Stresshormone ausschütten ließen. Heute aber sind Menschen, die an Straßen, Schienen oder unter Flugrouten leben, einer Dauerbeschallung ausgesetzt, die zu – oft unbewussten – Dauerstress führt.

Mediziner fanden heraus, dass das auch im Schlaf der Fall ist und auch bei Personen, die glauben, sich an Lärm gewöhnt zu haben. Die Folgen, von Gehörschäden abgesehen: Herzerkrankungen, Herz-Kreislauf-Störungen wie Arterienverkalkung, Bluthochdruck und – wegen der Hormonstörungen – auch veränderte Blutfett und -zuckerwerte.

Überhaupt, eine solide Berlinquelle diese Berliner Zeitung, entwickelt sich eindeutig zur besten Berliner Zeitung. Finde ich.  Und verstehe gar nicht, wie ich die derart aus den Augen verlieren konnte in letzter Zeit. Das wird sich ändern, ist jetzt wieder fix im Feedreader.

Berliner Hauptbahnhof muss saniert werden

Es ist noch keine sechs Jahre, da wurde der Mehdornbau irgendwo in Ulan Bator eröffnet. Ein Jahr später riss der Sturm Kyrill bereits einige Bauelemente aus der (soweit ich mich erinnere nicht vorhandenen) Verankerung. Und jetzt das:

Erst das verkürzte Dach – und jetzt lockere Schrauben: Das Bautempo, das der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn durchgedrückt hat, um den Hauptbahnhof wie vom ihm gewünscht zur Fußball-WM 2006 eröffnen zu können, hat dem Bau erheblich geschadet. Optisch und jetzt auch materiell. Der Austausch der verschlissenen Verbindungsteile an den Brücken wird wohl weit mehr als zehn Millionen Euro kosten. Rund eine Million Euro hat bereits die vorläufige Sanierung verschlungen.

An dem Brückenbauwerk der Ost-West-Stadtbahn gibt es im Bereich des Hauptbahnhofs insgesamt neun Zwischenfugen, bei denen die durch die Züge ausgelösten Kräfte über besondere Konstruktionen geleitet werden, um die Schienen zu entlasten; von den Ingenieuren Fahrbahn-Übergangskonstruktion genannt.

Weil die Gleise in einer Kurve liegen, wäre eine Sonderbauart erforderlich gewesen. Bei dem engen Terminplan sei dafür jedoch keine Zeit gewesen, heißt es heute bei der Bahn.

(Quelle: Tagesspiegel)

Der ultimative Neuköllner Schnappschuss

Neuköllner Grafitto mit Herz Foto: HSBengl

Gestern war ich wieder einmal unterwegs in den Straßen des hiesigen Ghettos, in dem ich lebe und arbeite. Schöne Sachen habe ich dabei gefunden, blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Und sehr schöne, blassbunte Bilder mit viel Potential. Doch das Neuköllner Image ist nun mal anders. Hier, wo alles so verkommen ist, die Straßenzüge ebenso wie die vielen verschiedenen Menschen, gibt es keine Farbe, kein Licht. Alle Aussichten sind düster.

Angeblich.

Da hilft manchmal nur noch, mit dem Bildbearbeitungsprogramm alles weit hinein ins Giftgrün zu verzerren. Dann passt es.

Das unendliche Wissenwollen von Unwissen

Lümmelnder Dauergast auf meinem Schreibtisch Foto: HSBengl

Aus der Rubrik neue (oder ziemlich neue) Bücher aus oder über Berlin: Kathrin Passig, Aleks Scholz und Kai Schreiber: Das neue Lexikon des Unwissens

So ist das mit dem Wissen. Meistens weiß man nicht so genau, was man eigentlich damit anfangen soll. Wie und wieso ein Flaschenzug funktioniert. Oder die funktionelle Magnetresonanztomographie. Ob die Dualität durch Luzifer in die Welt gekommen ist, oder ob nicht doch jede Person ein lebendes Medizinrad ist. Und hat die EZB eigentlich die klare Aufgabe, die Finanzmärkte zu stärken? Was ist überhaupt die EZB? Wieso ist die rechte Hirnhälfte für die linke Körperseite zuständig? Warum kriegt der Zitteraal nicht selbst einen Schlag? Und wie viel wiegt wohl ein Kilogramm? Lauter Fragestellungen, die im Zweifel überhaupt nicht interessieren oder aber auf den ersten Blick unsinnig erscheinen. Aber spannend ist es mitunter trotzdem, dieses Wissen wollen. Oder etwa nicht?

Was ist das eigentlich, Wissen? Auch dieser Frage geht das neue Lexikons des Unwissens, das Ende des Jahres bereits auf meinem Bücherstapel gelandet ist, letztendlich nach. Seitdem begleitet es mich mal hierhin, mal dahin, auf die Busstrecke nach Friedrichshain oder in die schnelle Suppenmittagspause um die Ecke. Wo immer ich es gerade wiederfinde, werfe ich einen Blick hinein und lese irgendein Kapitel. Das ist kein Buch, das man durchliest oder gar ausliest, Wissen endet schließlich niemals. Wie das Universum. Obwohl: Endet das Universum nicht vielleicht doch irgendwo. Oder wenigstens irgendwann?

weiter im Common Reader

Berlin ist schrill und

Privatplakatierung in Neukölln Foto: HSBengl

Neonazi-Verbrechen: 63 Morde und 190 Banküberfälle müssen geprüft werden

Im Zusammenhang mit der Neonazi-Mordserie werden auch in der Hauptstadt umfangreiche Ermittlungen an gestellt. 63 Morde und 190 Banküberfälle dahingehend überprüft, ob es eine Verbindung mit dem bislang offensichtlich weitgehend unbekannten „nationalsozialistischen Untergrund“  geben könnte:

Bei den Ermittlungen zur Zwickauer Neonazi- Terrorzelle werden auch ungelöste Morde, Anschläge und Banküberfälle in Berlin überprüft. „Wir haben 63 ungeklärte Tötungsdelikte ermittelt. Bei einem Fall, den ich aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher auflisten möchte, könnte theoretisch ein Zusammenhang bestehen“, sagte Berlins Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Konkrete Anhaltspunkte seien bislang nicht festgestellt worden. Jedoch sei der Fall nach wie vor Gegenstand der Ermittlung vonseiten des Bundeskriminalamts (BKA). (Quelle: Morgenpost)

Todesanzeige in Neukölln

So sieht es an verschiedenen Stellen in Neukölln derzeit aus. Nähere Infos, falls nötig, gibt es zum Beispiel im Wiki Neonazi-Mordserie.

Was kleb ich mir über den Apfel?

neo Paradies (ZDF) über den neuesten Berliner Trend: den Mitteextremismus. Was es nicht alles gibt.

Himmel und Hölle

Lichter und Lärm am Himmel und Pulverdampf in den Straßen von Berlin. Ein frohes Neues allerseits!

Das HSB wünscht frohe Weihnachten

Das S-Bahn-Ärger-Spiel

Spielfeld mit Ereigniskarten Foto: ÖPNV

Für alle, die die Stadt über die Feiertage verlassen oder die Wohnungstür hinter sich schließen und drei bis sieben Tage nicht mehr öffnen, aber dennoch die täglichen S-Bahn-Erlebnisse nicht missen möchten, gibt es übrigens „das (etwas satirische) Spiel zur Berliner S-Bahn“:  Fahrgast, ärgere Dich nicht!

Spielfeld, Spielanleitung und das überhaupt Wichtigste, die „Störungskarten“, können auf der Seite des ÖPNV Berlin/Brandenburg heruntergeladen werden und sind mit ein klein wenig Bastelei fertig für den heimischen S-Bahn-Ärger.

Viel Spaß!

Wohin zum Jahreswechsel?

Silvester in Berlin ist eine Katastrophe! Das finde ich zumindest, immer noch. Obwohl ich das ja jetzt schon häufiger durchgemacht habe, einmal bin ich sogar nachts durch Kreuzberger Straßen  gezogen. Fürchterlich! Berlin ist zum Jahreswechsel einfach nur laut und lärmig und gegen zwölf hüllen sich die Straßenschluchten endgültig in einen Pulvernebel, der sich in den nächsten Tagen nicht mehr verzieht.

Es gibt wirklich Schöneres. Jedes Jahr denke ich darüber nach, die Stadt kurz nach Weihnachten fluchtartig zu verlassen. Etwas, was mir sonst nicht so schnell in den Sinn kommt. Am liebsten würde ich nach England flüchten, wo es am New Year’s Eve Knaller und Böller überhaupt nicht gibt. Einmal habe ich das erlebt, vor Jahren. Und Vollmond war da auch noch. Ein Traum! Doch auch in diesem Jahr wird das wohl wieder einmal nicht klappen. Obwohl: Vielleicht gibt es ja schöne, ruhige, stille Gegenden irgendwo in Brandenburg?

Für die, die in Berlin bleiben müssen der wollen, hat der langediente HSB-Leser waldnase auf seinem Blog ein paar Ideen zusammengestellt. Und auch hier sammeln wir in den Kommentaren gerne Tipps und Anregungen zur konstruktiven Gestaltung dieser ersten Nacht des Jahres.

Also: Weihnachten ist nicht alles, jetzt schon an die schrecklich unbesinnliche Zeit danach denken!