AutorInnenarchiv

Café Schmitzberger

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Fotos: Copyright Ute Schirmack / 2013

Eine gedeihliche Symbiose zwischen zwei Nachbarn ist zu Ende gegangen, nicht jedoch meine Liebe zum Qualitätskaffee bei Frau Schmitzberger. Mariusz, der Friseur meines Vertrauens, ist mit der Haarwerkstatt von der Kopernikus- in die Simon-Dach-Straße gezogen. Kaffee holen mit Strähnchenfolie auf dem Kopf und Handtuch um die Schultern, zwei Häuser weiter im kleinen Austro-Delikatess-Lädchen von Theresia Schmitzberger, ist nun nicht mehr.

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Halbinsel Stralau

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Fotos: Copyright Ute Schirmack, 2013.

Alle Jubeljahre gucke ich nach, wie es an Orten aussieht, an denen ich schon mal war, an die ich aber nicht so häufig komme. Die Halbinsel Stralau ist so einer. Eigentlich ganz nah von mir aus, aber irgendwie hinter der Bahn und dem Damm doch abgelegen. Dafür aber auch ein bisschen im Dornröschenschlaf, mindestens an einem eisigen, aber sonnigen Sonntagnachmittag. Ich wandelte auf der Südspitze herum, besser gesagt, versuchte ich mich per mentaler Beschwörung und Stollenprofilsohlen auf den Eisplatten auf den Wegen zu halten, aber, nun gut, ein bisschen Schwund ist immer dabei. weiterlesen »

In Kamelien

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Fotos: Copyright Ute Schirmack / 2013.

Das mag sich ja keiner da draußen mehr angucken. Weiß und nichts als Weiß, tauend tagsüber, schneiend abends und nichts vom Frühling zu spüren. Doch es gibt Hoffnung. Es gibt einen Ort in der Stadt, da ist es bunt, da blüht’s und man kann das – zugegeben malerische – Außen einfach ausblenden. Das Drinnen verheißt Farbe, wenn nicht überall auch Wärme und es tut sogar so, als würde es mordsmäßig duften.

Es ist Kamelienzeit im Botanischen Garten. Gehen Sie einfach ins Kamelien- und Azaleenhaus, da finden Sie das, was Sie vor der Winter … pardon … Frühlingsdepression bewahrt. Schöne Pflanzen, farbige Blüten, die einem ganz japanisch zumute werden lassen. Kamelien überall. Schöner frösteln als dort, das geht im Moment einfach nicht.

Tropisch warm wird’s gleich nebenan, im Großen Tropenhaus, bei Palmen und Riesenbambus. Und im Mittelmeerhaus  finden Sie auch alle Düfte, die bei den Kamelien fehlen – übrigens deshalb, weil Kamelien in Japan von Insekten bestäubt werden, die nicht gut riechen können. So habe ich’s gelesen, leider erinnere ich mich nicht mehr, wo, da draußen in den Weiten des Internets. Logisch klingt’s allemal – wer nicht mit feinen Gerüchen locken muss, der kann aufs Parfüm verzichten …

Die gute Zusatznachricht für den kleinen Stadtausflug: Da wir uns, unglaublich, aber wahr, kalendarisch bereits im März befinden, ist der Garten schon wieder bis 18 Uhr geöffnet, die Gewächshäuser schließen eine halbe Stunde vorher.