07.01.2010

Bezahlinhalte im Netz: "Aufmerksamkeit rausschmeißen"

Günter in am 7. Januar 2010, 09:00   4 Kommentare »

Lange haben wir darüber nachgedacht, wie man die Entscheidung des Axel-Springer-Verlags, Inhalte der Online-Ableger seiner Zeitungen (u.a. Berliner Morgenpost) kommentieren sollte. Für uns im Hauptstadtblog stellt sich die Frage, ob wir in unserer Presseschau überhaupt noch auf die Morgenpost verlinken sollen – schließlich sind gerade lokale Seiten und Archiv-Inhalte betroffen.

Stefan Niggemeier und Christian Stöcker haben die wichtigsten Argumente gegen Paid Content bereits aufgeschrieben. Wir wollten aber mal die Sicht eines Lokalverlegers abbilden. Deshalb haben wir mit Urs Gossweiler gesprochen, dem Verleger der Schweizer Jungfrau-Zeitung, die seit Jahren große Reichenweiten-Zuwächse verzeichnet. Das Konzept der Zeitung lautet kurz gesagt: Ausschließlich lokale Inhalte – und alles sofort kostenlos online. Zweimal pro Woche gibt es daneben eine gedruckte Version (“Printout”), die man abonnieren kann.

Paid Content – Interview mit Urs Gossweiler from Günter Bartsch on Vimeo.

Einige Zitate:

„Von was leben wir seit 500 Jahren bei der Zeitung? Wir leben davon, dass unsere Leserinnen und Leser ihre Aufmerksamkeit uns und unseren Inserenten schenken. Und das ist ein hoher Preis, den sie da bezahlen.“

„Die Abonnenentengebühr reicht für Druckerschwärzer, für Papier und für den Postboten. (…) Die Redaktion war immer rein durch die Werbung finanziert. Jetzt im Online brauche ich kein Papier, keinen Postenboten und keine Druckerschwärze. Der Nutzer macht das selber und trägt dafür die Kosten. Also stehen die Informationen kostenlos zur Verfügung – so wie es auf dem Datenträger Papier immer schon war.“

„Wir sollten die Leute, die uns ihre Zeit schenken, nicht abweisen und sagen: In Zukunft darfst Du Deine Zeit nur investieren, wenn Du dafür noch Geld bezahlst.“

„Unsere Reichweitenzuwächse online sind wesentlich größer als die Verluste auf Papier.“

„In der Schweiz haben die Zeitungen in der gegenwärtigen Krise zwischen 20 und 30 Prozent Rückgang. Die Jungfrau-Zeitung hat im Moment, Stand Ende November, ein halbes Prozent Rückgang. Grund ist, dass wir unsere Anzeigen zu einem Fixpreis multimedial verkaufen. (…) Wenn wir jetzt mit Bezahlcontent anfangen, dann schwächen wir zwei Kanäle, nämlich Web und Mobile. Und das hätte dramatische Auswirkungen auf die Werbeerträge. Ich begreife nicht, dass sich Verleger so viele Gedanken darüber machen, wie sie die Reichweite runterfahren, Aufmerksamkeit rausschmeißen und Kunden verlieren können.“

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15.12.2009

So bekommt …

Günter in am 15. Dezember 2009, 13:01   1 Kommentar »

… Florians Silbereisens “Adventsfest der 100.000 Lichter” doch einen Sinn:

Von Manniac.

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13.12.2009

Menüweiß, ein

Günter in am 13. Dezember 2009, 00:00   5 Kommentare »

Menüweiß ist eine gastronomische Zusammenstellung auf Basis einer Currywurst, das ausschließlich mit unbestimmten Artikel genannt wird. Es handelt sich dabei um eine in der Regel auf einem Pappteller servierte Currywurst mit Pommes Frites und Majonaise, wie sie in “Konnopke’s Imbiß” im Berliner Bezirk Pankow angeboten wird.*

Ein einfaches “Menü” ist im Fachjargon der Imbiss-Beschäftigten eine Currywurst mit Pommes frites. Den Namen “Menüweiß” erhält die Kombination durch Hinzufügen der Majonaise.

Die Herstellung eines Menüweiß erfolgt nach einem exakt austarierten Prinzip:

  1. Der oder die Beschäftigte an der Kasse bittet den aktuellen Kunden, der gewöhnlich einige Minuten in einer Warteschlange verbracht hat, um Nennung seiner Bestellung.
  2. Bestellt der Kunde eine “Currywurst mit Pommes und Majo”, gibt der/die Kassierer/in die Bestellung mit den Worten “Ein Menüweiß” weiter an den/die nebenstehende/n Kollegen/Kollegin.
  3. Während der Kunde abkassiert wird (inzwischen sind wir bei 3,30 Euro gelandet), wird eine Wurst (ohne Darm) durch ein Gerät mit Klingen gepresst, wobei die Wurst in mundgerechte Stücke zerteilt wird. Darüber wird eine Currysoße gegossen – daneben werden die Pommes Frites platziert, auf die rote Soße wird Currypulver gestreut.
  4. Schließlich greift der/die Kassierer/in unter den Tresen, greift dort eine Flasche und verteilt eine Portion Majonaise auf den Pommes Frites.

Erfahrene Currywurst-Esser geben ihre Bestellung bereits von vornherein mit dem Begriff “Menüweiß” an. Die Wiederholung durch den/die Kassierer/in findet trotzdem statt.

* Keine Schleichwerbung – der Begriff ist nur von dort überlieferert (soll heißen: woanders hab ich ihn noch nicht gehört).

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11.12.2009

Berlin, den 11. Dezember 2009

Günter in am 11. Dezember 2009, 10:54   1 Kommentar »

In Kreuzberg protestieren Anwohner gegen den neuen Drogenkonsumraum. Die taz berichtet von Gegendemonstranten, die mit einem Plakat “Carlofts nein – Druckraum ja” forderten. Am Problem

07.12.2009

„Richard, bitte bleib weg, die Nazis haben uns bedroht!”

Günter in am 7. Dezember 2009, 21:26   Kommentar schreiben »

Wenn Du, liebe Otti, gelegentlich einmal an mich denkst, bereitest Du mir große Freude. Für jede Zeile und – gelegentlich – einen ganz kleinen Lebensmittelzuschuss (etwas Wurst?, etwas Butter?) bin ich dankbar.

Richard Hauschildt schrieb diese Zeilen. Am 6. Juli 1933 übermittelte der Sozialdemokrat in einem Brief an seine Tochter Ottilie ein erstes Lebenszeichen aus dem Konzentrationslager Oranienburg, in das er am 25. Juni 1933 verschleppt worden war. Die Bitte um etwas Wurst und Butter lässt erahnen, wie es im KZ um die Versorgung der Häftlinge stand.

Hauschildt konnte, wie viele andere Häftlingen der “frühen Lager”, das KZ nach einigen Monaten wieder verlassen. Die Verfolgung durch die Nationalsozialisten nahm jedoch kein Ende. Seiner Existenzgrundlagen und seiner Würde beraubt, nahm sich Hauschildt vor 75 Jahren das Leben.

Eine nun eröffnete Internet-Ausstellung (an welcher der Autor dieser Zeilen selbst mitgewirkt hat), erinnert an die Häftlinge des Konzentrationslagers Oranienburg.

Dass Hauschildt auf der Schwarzen Liste der Nationalsozialisten weit oben stand, überrascht wenig: Die von ihm 1929–33 herausgegebene „Sozialdemokratische Parteikorrespondenz“, eine Art Argumentationshilfe für Referenten und Funktionäre der SPD, nahm im Kampf gegen die Nazis kein Blatt vor den Mund: So wird in der Ausgabe Oktober/Dezember 1932 über „ein paar Nazi-Prominente“ berichtet, beispielsweise darüber, wie die NSDAP mithilfe von Kreditversprechen Ernennungen Hitlers zum Ehrenbürger erreichte.

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Grillen, das

Günter in am 7. Dezember 2009, 02:00   6 Kommentare »

Grillen war eines der häufigsten Motive der deutschsprachigen Literatur des 21. Jahrhunderts. Ursprünglich nur vereinzelt in Presseerzeugnissen und in Büchern des Literaten und späteren Regierenden Bürgermeisters Berlins, Wladimir Kaminer, behandelt, wurde es in den folgenden Jahrzehnten zu einem Erklärungsmuster sämtlicher gesellschaftlicher Konflikte überhöht. Selbst renommierte Autoren widmeten sich dem Grillen, so verfasste Günter Grass das Drama “Die Rostlümmel”.

Die Grill-Problematik wurde Anfang des 21. Jahrhunderts durch Kaminers Warnruf “Zwei Bratwürste laufen durch die Wohnung” enttabuisiert. Kaminer, der damals in der Gleimstraße im Stadtteil Prenzlauer Berg lebte, beschrieb damit die geruchlichen Belastungen, denen er aufgrund seiner im Freien spielenden Kinder den ganzen Sommer über ausgesetzt war. Die Kinder mussten sich demnach nur aus dem Haus begeben und wurden dabei augenblicklich von Bratwurst-Schwaden umhüllt, die vom benachbarten Falkplatz herüberzogen. Wenig später setzten Anwohner ein Grillverbot in dem Park durch. 2013 stellte sich allerdings heraus, dass die Verbotsinitiative von einer Baugesellschaft ausging, die den Platz wenig später erworben hatte, um dort Eigentums-Lofts zu bauen. Durch die frühe Entgrillisierung war mögliches Protestpotential frühzeitig entschärft worden.

Mit einem Dossier in der Wochenzeitung “Die Zeit” (die Mitte des Jahrhunderts im “Freitag” aufging), wurde das Thema 2009 auf eine neue Ebene gehoben. ‘Die Affäre Hammelbein’ handelte nicht mehr nur vom Ärger der Anwohner, sondern stellte angesichts des hohen Müllaufkommens im Berliner Tiergarten als Phänomen gesellschaftlicher Spaltung und mangelnder Integration dar. In dem Text spielte aufgrund des gemeinsamen Ortes (jedoch ohne nachvollziehbaren inhaltlichen Zusammenhang) auch der sogenannte “Tuntengrill” eine Rolle.

Im Tiergarten kam es in der Folgezeit vermehrt zu saisonalen Einzäunungen – und schließlich zum Bau eines Betonwalls um den Park. Ein- und Ausreisen waren dann nur noch nach Erhalt eines Visums möglich – die Erteilung war jedoch restriktiv geregelt. Das Areal wurde in den ersten Jahren nur noch aus der Luft versorgt, was die Grillaktivitäten schließlich erlahmen ließ.

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06.12.2009

Flughafenproblematik, die

Günter in am 6. Dezember 2009, 00:00   6 Kommentare »

Flughafenproblematik (oft abgekürzt als THF, TXL oder SXF) ist eine Computerspielserie, die Action-, Beat’em-up- und Ego-Shooter-Elemente enthält. Alle Teile der Reihe spielen in Berlin und weisen eine vergleichbare Handlung auf, bei der die Spieler die meist männlichen Protagonisten dazu bringen müssen, wahlweise Flughäfen bauen oder schließen zu lassen – oder eine Schließung zu verhindern. Ziel des Spiels ist eine möglichst weitreichende Spaltung der Großstadtgesellschaft.

Im ersten Teil “Gröflaz”, der in den Jahren 1933 bis 1945 spielt, muss der Spieler die Erweiterung eines bestehenden Flughafens planen. Die Pläne müssen dabei gezielt so größenwahnsinnig angelegt werden, dass eine Fertigstellung über Jahre hinweg nicht erreicht werden kann. Bei diesem Ziel kommt dem Spieler ein Nebenauftrag entgegen, gemäß dem er einen aussichtslosen Weltkrieg beginnen muss. Wenn es dem Spieler schließlich gelingt, dass aufgrund von Bombardements der zivile Luftverkehr gänzlich eingestellt werden muss, hat er sein Ziel erreicht.

Im zweiten Teil “THF reloaded” hat der Spieler die Aufgabe, einen 63 Jahre später stattfindenden Volksentscheid über den Fortbestand des aus “Gröflaz” bekannten Flughafens so zu steuern, dass keine Partei gewinnt oder verliert. Dies gelingt ihm nur, wenn er es schafft, die Zahl der Abstimmungsteilnehmer so gering zu halten, dass ein festgelegtes Quorum verfehlt wird, jedoch gleichzeitig unter den Abstimmungsbeteiligten eine Mehrheit für den Fortbestand stimmt. Der Spieler muss dabei möglichst geschickt Keile zwischen Wirtschaft und Nostalgiker auf der einen und Flughafengegner auf der anderen Seite treiben. Dem Erreichen des Spielziels kommt eine hohe Gleichgültigkeit in der Bevölkerung entgegen. Nebenauftrag ist diesmal, den Fraktionsführer der größten Oppositionspartei ins Abseits zu manövrieren. Dabei kann das widersprüchliche Verhalten von dessen Partei, die Jahre zuvor der Schließung zugestimmt hat, beim Erreichen des Auftrags nützlich sein.

Der dritte Teil “TXLove” wurde noch nicht veröffentlicht, soll aber nach Auskunft der Herstellerfirma vom Kampf um einen ebenfalls zur Schließung bestimmten Flughafen handeln. Dabei soll zugleich die Fertigstellung des letzten verbleibenden Flughafens durch gezielte Eingriffe verteuert und sabotiert werden, sodass eine möglichst lange Bauzeit entsteht und die Regierungsparteien desavouiert werden.

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04.12.2009

Berlin, den 4. Dezember 2009

Günter in am 4. Dezember 2009, 00:59   3 Kommentare »

Die Initiative Mediaspree macht nicht mehr mit im Sonderausschuss Spreeraum. Grund: “Das Ergebnis ist kläglich.” Wegen der geplanten Diätenerhöhung ist der Vorsitzende der

27.11.2009

Berlin, den 27. November 2009

Günter in am 27. November 2009, 09:13   14 Kommentare »

Gestern in Abgeordnetenhaus: Hochschulpolitik in Zeiten der Präsidenten-Flucht (während INSM-Mann Lenzen gegen die ‘Sozialisten und Sozialdemokraten’ wettert) Junge-Reyer droht

22.11.2009

Der Schah-Besuch im Spiegel

Günter in am 22. November 2009, 20:45   33 Kommentare »

Gerade läuft im Ersten der “Baader-Meinhof-Komplex”. Wer die aufwühlenden Szenen des Schah-Besuchs nachlesen möchte, wird im Spiegel-Archiv fündig. Der damalige Polizei-Präsident Erich Duensing, benannte die Auflösung der Demonstrationen demnach so: “Leberwurst-Prinzip – in der Mitte hineinstechen und nach beiden Seiten ausdrücken”.

Die Beamten nahmen zwei Anti-Schah-Demonstranten fest und die Personalien einiger Studenten auf. Um die Prügel-Perser hingegen kümmerten sie sich nicht. (…) Wahllos begannen Polizisten auf Demonstranten und Schaulustige, Studenten und Bürger, Mädchen wie Männer einzudreschen. (…) Augenzeugenberichte: Reporter Walter Barthel: “Ich sah, wie ein Polizist einen wehrlos am Boden liegenden Mann mit den Stiefeln gegen den Kopf trat. Auf meine Beschwerde antwortete mir ein Beamter in Zivil: ‘Das ist doch die einzige Strafe, die dieser Strolch da zu erwarten hat. Die Justiz zieht doch sowieso nicht mit.’ Buchhändlerin Karin Röhrbein: “Ein Mann neben mir, den die Polizisten wegdrängen wollten, rief den Beamten zu: “Schlagen Sie doch nicht. Ich gehe ja schon. Trotzdem haben sie ihn mit ihren Knüppeln zusammengeschlagen.”

Wer würde da nicht radikal werden?

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13.11.2009

Berlin, den 13. November 2009

Günter in am 13. November 2009, 09:39   14 Kommentare »

“FU Berlin brennt!”, titelt der AStA der FU. Ganz so ist es nicht, aber die Studenten besetzen wieder Hörsäle. Offenbar wird es FU-Präsident Lenzen zu blöd, er soll sich in Hamburg

23.10.2009

Robbie, den 23. Oktober 2009

Günter in am 23. Oktober 2009, 13:33   5 Kommentare »

Heute aus Zeitgründen nur eine Nachricht, die überdies recht belanglos ist: Robbie Williams gibt heute vor der Max-Schmeling-Halle ein Gratis-Konzert.

16.10.2009

Freitag, den 16. Oktober 2009

Günter in am 16. Oktober 2009, 11:00   12 Kommentare »

Mehrere Berliner Bundesabgeordnete sind ihr Mandat los – und schauen sich jetzt nach neuen Jobs und Freizeitaktivitäten um. Der Mitarbeiter einer SPD-Abgeordneten berichtete mir kürzlich,

09.10.2009

„Was die Lohas machen, genügt mir nicht“

Günter in am 9. Oktober 2009, 11:55   Kommentar schreiben »

Silvia ist ganz weiß im Gesicht ist, als wir uns treffen – sie hat sich Violettas nanotechnologiefreie, mineralische Kinder-Sonnencreme ins Gesicht geschmiert. Wir sitzen im Sand und die 26-Jährige hat vor sich einen Hügel aufgetürmt, den sie formt, als würde sie Töpfern, beinahe so, als ob sie das Gespräch über ihre Suche nach einer gerechten Welt illustrieren möchte: Eine Insel der Gerechtigkeit.

Silvia Hable mit ihrer Tochter Violetta.

Wir treffen uns auf einem Spielplatz in Berlin-Prenzlauer Berg – damit Violetta nicht langweilig wird, während wir uns unterhalten. Violetta ist die einjährige Tochter von Silvia Hable. Die hat kürzlich ein autobiografisches Buch veröffentlicht – mit gerade mal 25 Jahren. „Augen zu gilt nicht“ heißt es, und erzählt von einem Mädchen, das mit 16 zum ersten Mal von zuhause ausgerissen ist, um aus der Wohlstandsgesellschaft auszubrechen.

2005 lief eine Doku über Silvia im Fernsehen: „Ich war das perfekte Kind“. Das perfekte Kind war Silvia da längst nicht mehr: Ständig im Konflikt mit Eltern und Schule – schwänzte den Unterricht, erhielt Verweise. Schaffte das Abitur dann aber doch, gut sogar.

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Freitag, 9. Oktober 2009

Günter in am 9. Oktober 2009, 07:54   8 Kommentare »

Mancher wird gedacht haben: Gundel Gaukeley? Ist die jetzt Schriftstellerin? Aber nein, Herta Müller heißt die neue Nobelpreisträgerin. Laut Verfassungsschutz leben 3000 radikale Islamisten in

18.09.2009

Freitag, den 18. September 2009

Günter in am 18. September 2009, 08:15   Kommentar schreiben »

Die taz hat Experten und Demo-Erfahrene befragt: Was darf die Polizei – und was nicht? Die Antworten: Uneinheitlich. Die Polizisten-Lobby bleibt bei ihrer Haltung: Polizisten brauchen keine

28.08.2009

Freitag, den 28. August 2009

Günter in am 28. August 2009, 10:27   19 Kommentare »

Arm trotz Arbeit: Jeder Zehnte Berliner Erwerbstätige kann von seinem Lohn nicht leben. Gewerkschaften kritisieren Unternehmen, die den Lohn aus Profitgründen drücken – und fordern

25.08.2009

WLAN in der Stabi

Günter in am 25. August 2009, 09:55   2 Kommentare »

Wurde auch Zeit: In der Staatsbibliothek gibt es jetzt WLAN.

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17.08.2009

Piratenparteimitmachplakat

Günter in am 17. August 2009, 01:00   14 Kommentare »

Bisschen übermütig, die Wahlplakate der Piratenpartei: “Wenn die Piratenpartei im Bundestag ist, erwarte ich von ihr…”, steht da drauf – als ob schon alles klar wäre. Aber da hat der Wähler ja auch noch ein Wörtchen mitzureden. Immer darf er schon vorab ein Wörtchen (oder auch mehrere) mitreden, jedenfalls wenn er ca. 2,50 Meter aufwärts misst, weil die Plakate so hoch hängen. Das trifft auf mich nicht zu, aber ich habe mir trotzdem die Mühe gemacht, den Laternenmast in der Choriner Straße zu erklimmen und meinen Vorschlag zu hinterlassen:

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07.08.2009

Freitag, den 7. August 2009

Günter in am 7. August 2009, 09:35   5 Kommentare »

Die taz hat ihre Teilnahme an der Leichtathletik-WM abgesagt- Grund: Sie hält die Überprüfungen für die Akkreditierung für unverhältnismäßig, das Polizei, Verfassungsschutz und

06.08.2009

Spamflut zu „InternetNovela“ auf bild.de

Günter in am 6. August 2009, 13:30   9 Kommentare »

Manche Leute scheinen uns für komplett bekloppt zu halten. Ariane H. zum Beispiel. Dabei ist nicht mal sicher, ob Ariane H. überhaupt existiert. Vor einigen Tagen schrieb sie uns jedenfalls folgende E-Mail:

(…) Normalerweise bin ich nur eine heimliche Beobachterin deines Blogs. Ich bin neulich aber auf BILD.DE (ja, ich weiß nicht die seriöseste Adresse) auf eine sogenannte InternetNovela gestoßen, die „No Sex? But the City“ heißt. Es handelt sich dabei um eine Art Tagebuch, das von einer Sophie Hirsch geschrieben wird – und zwar 365 Tage im Jahr. Quasi typische Frauenliteratur.
Nun würde mich sehr interessieren, wie Ihr als Profis dieses Format bewertet. Denn abgesehen vom Inhalt finde ich die Entwicklung interessant, dass sich so ein großer Verlag wie Axel Springer jetzt an so ein bislang neuen Format wagt. Daher denke ich, dass da eine kulturkritische Auseinandersetzung notwendig ist. Zumindest würde es mich sehr interessieren.
Ich würde mich sehr freuen diesbezüglich mal was zu lesen.
Vielen Dank und beste Grüße,
Ariane
Hier geht es zur InternetNovela:
http://www.bild.de/BILD/lifestyle/no-sex-but-the-city/das-geheime-tagebuch-sophie-hirsch-internetnovela-bei-bildde.html

Auf Rückfrage teilt uns Ariane H. mit, dass sie mit Bild oder Springer nichts zu tun habe, ihr Interesse sei “eher privater Natur”. Zumindest scheint Arianes Interesse groß zu sein, sehr groß: Sie machte sich nämlich die Mühe, eine ganze Reihe weiterer Blogs anzuschreiben, Oliver Gassner erhielt zum Beispiel die gleiche Mail wie das Hauptstadtblog.

Außerdem sind diverse Webforen vollgespamt, z.B. auf bravo.de empfiehlt “dreamgirl030” die Lektüre der Internetnovela. dreamgirl030 hat sich am 13. Juli angemeldet – und bislang ausschließlich zu diesem Thema geschrieben, zum Beispiel:

hey leute (wahrscheinlich eher mädels *g *),
ich bin ja voll der fan von sex and the city…und jetzt habe ich gerade gesehen, dass es eine internetnovela – ganz neu – gibt die auch so ist wie satc.
das ist sone berlinerin, die über ihr singleleben schreibt. voll interessant.
no sex?but the city heißt die novela. die sophie hirsch schreibt da jeden tag einen neuen tagebucheintrag. (…)

Ebenfalls am 13. Juli hat sich weathergirlBER auf brigitte.de eingetragen. Sie kennt auch nur das eine Thema – und schreibt:

Hey Mädels,
habe ich gerade durch Zufall entdeckt: “No Sex? But the City – das geheime Tagebuch der Sophie Hirsch”
Das ist eine super spannende InternetNovela im SATC-Style. Lest euch das mal durch. Ist ganz neu.
Grüße,
Saskia

Und auf frauen.de schreibt Userin saskiakunde (Mitglied seit, ja, genau: 13. Juli):

Hey Mädels,
habe ich gerade durch Zufall entdeckt:
http://www.bild.de/BILD/lifestyle/no-sex-but-the-city/das-geheime-tagebuch-sophie-hirsch-internetnovela-bei-bildde.html
Das ist eine super spannende InternetNovela im SATC-Style. Lest euch das mal durch. Ist ganz neu.
Grüße,
Jule

usw. usf.

Wird da verdeckte PR im Auftrag von bild.de betrieben?

Neinnein, natürlich nicht. Zur Mail von Ariane H. teilt uns Tobias Fröhlich, Leiter Kommunikation der Bild-Gruppe, mit:

Die besagte Mail war mir bisher nicht bekannt und stammt auch nicht von uns.
Da wir uns zu Redaktionsinterna grundsätzlich nicht äußern, kann ich Ihnen darüber hinaus leider keine Informationen geben.

Übrigens: Der Deutsche PR-Rat hat kürzlich die Deutsche Bahn und die Agentur EPPA wegen verdeckter PR gerügt – unter anderem, weil Webforen unterwandert und Auftraggeber nicht genannt worden waren.

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31.07.2009

Freitag, den 31. Juli 2009

Günter in am 31. Juli 2009, 10:33   4 Kommentare »

Das Land Berlin will vielleicht wieder ins Gasgeschäft einsteigen – nach dem Energie-Privatisierungsdebakel mal eine wirklich gute Idee. Hoffentlich wird mehr draus als aus der WLAN-Stadt, da

28.07.2009

Woher kommt er eigentlich, dieser Hass auf die Springer-Presse?

Günter in am 28. Juli 2009, 19:45   29 Kommentare »

Vielleicht von so etwas:

Die "B.Z."-Schlagzeilen vom 14. und vom 28. Juli.

Die Abbildung zeigt Schlagzeilen der “B.Z.” aus diesem Monat. “Linke-Senatorin mit 5297 Euro in Pension” titelte das Blatt am 14. Juli, nachdem Heidi Knake-Werner ihren Rücktritt angekündigt hatte. Kein Zweifel: Der Titel soll den Eindruck erwecken, dass hier etwas Un(ge)rechtes geschieht. Ist ja auch ganz schön dreist von Knake-Werner, mit 66 schon in Pension zu gehen.

Nicht weniger abstoßend die heutige Schlagzeile über Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (rechter Ausriss). Auf Zeit Online heißt es dazu:

“Ministerin Schamlos bei ihrem wichtigen Termin” titelt die Berliner BZ und zeigt dazu ein Foto der sommerlich gekleideten, lachenden Ulla Schmidt. Die Botschaft ist klar: Eine Ministerin, die so entspannt durch einen Urlaubsort schlendert, schiebt den dienstlichen Auftritt als Rednerin vor ein paar ausgewanderten Rentnern nur vor, um die Reise des Dienstwagens von Bonn nach Alicante zu rechtfertigen. Das Revolverblatt unterstellt der Ministerin durch die Blume eine Lüge. Freilich ohne den geringsten Beweis.

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24.07.2009

Freitag, den 24. Juli 2009

Günter in am 24. Juli 2009, 10:03   5 Kommentare »

Short & Sweet: U-Bahn: Wagen für die Zweieinhalbminutenstrecke Ausflug ins Umland? Immer mehr See-Eigentümer versperren Zugang. Mobiler Datenzugang für die Polizei (ob ihr auch mal so

17.07.2009

Freitag, den 17. Juli 2009

Günter in am 17. Juli 2009, 08:56   1 Kommentar »

+ heute S-Bahn-frei + + heute S-Bahn-frei + + heute S-Bahn-frei + Drei Pressefotografen wurden in der Nacht auf Mittwoch von der Polizei dabei behindert, die von Autonomen attackierte Diskothek