12.03.2010

Freitag, den 12. März 2010

Michael in am 12. März 2010, 13:56   1 Kommentar »

Feuer, das Schlagwort des Tages: gefeuert aus dem Wohlfahrtsverband (Treberhilfe), gefeuert bei der Bahn (Technik-Chef), gefeuert bei der Howoge (Geschäftsführer), und Feuer in Kreuzberg. Ansonsten wurde gekehrt und gewonnen. Die heißen Details:

  • Die Treberhilfe – ein Trauerspiel. Hier treffen Egozentrismus, gut geführte Geschäfte, soziale Hilfe, Projektideen, Sozialneid, Abzocke, politische Unfähigkeiten, Trotz und Hilflosigkeit aufeinander. Am Ende wird etwas zerschlagen, was gut funktioniert hat, weil den Beteiligten heute nichts besseres einfällt als gegenseitiger Starrsinn und Borniertheit. Früher nannte man so etwas Krieg und hat aufgerüstet. Ein guter Kommentar von Sebastian Heiser steht in der taz: Gewinn auf Kosten der Gesellschaft.
  • Der frühere Technik-Geschäftsführer der S-Bahn Berlin, Ulrich Thon, hat das Unternehmen in beidseitigem Einvernehmen heute verlassen. Thon, der als Hauptverantwortlicher für den rigorosen Sparkurs gilt, hatte durch Einsparen von Wartungen, der Nichtbehebung von technischen Problemen an den Zügen den weitgehenden Zusammenbruch des Betriebes im vergangenen Jahr mitverantwortet.
  • Eine weitere kluge Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes: ein Ehepaar klagte gegen die niedrige Abfindung für ihr Haus in der zukünftigen Flugschneise des neues Großflughafens Schönefeld (BBI). Das Gericht gab den Klägern Recht: bereits durch die Entscheidung zum Ausbau 1996 wäre das Grundstück um ca. 50% abgewertet worden, ein weiterer Abschlag von 20%, der seitens des Leipziger Gerichtes 2006 nach der Abweisung der Klage gegen den Flughafen festgelegt wurde, habe “die Interessen beider Seiten fehlerhaft gewichtet und damit nicht angemessen ausgeglichen […]”.
  • Den beiden Howoge-Chefs Hans-Jürgen Adam und Bernd Kirschner, wegen der undurchsichtigen und nicht ausgeschriebenen Auftragsvergabe in der Kritik, wurde aus wichtigem Grund fristlos gekündigt.

10.03.2010

Mittwoch, den 10. März 2010

Michael in am 10. März 2010, 13:47   40 Kommentare »

10jähriges Jubiläum auf der Museumsinsel – seitdem ist das Ensemble Weltkulturerbe. Am 6. Juni (Artikel kostenpflichtig) wird mit einem Festakt im Alten Museum gefeiert. Das Ende der

05.03.2010

Freitag, den 5. März 2010

Michael in am 5. März 2010, 13:18   Kommentar schreiben »

Kontrolle: das Thema des Tages! Kontrollierte Gastronomien (50% unhygienisch). Unkontrolliert: soziale Träger, Aufsichtsräte und Kontrollgremien. Auch die Mieten in Friedrichshain-Kreuzberg. Unter

Pustekuchen: Kein Ende des Winters

Michael in am 5. März 2010, 00:57   12 Kommentare »

Im Tagesspiegel von heute (Freitag) steht so schön: der Schnee ist weg.

Pustekuchen. Guckt mal raus! Es schneit mal wieder – und bleibt liegen. Und die Wetteraussichten versprechen der Hauptstadt ein weißes Wochenende. Ist bald wieder Weihnachten?

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03.03.2010

Mittwoch, den 3. März 2010

Michael in am 3. März 2010, 11:55   4 Kommentare »

Aufräumen, das Schlagwort des Tages: bei der Howoge wird im Vorstand aufgeräumt, in der Stadt auf allen Straßen, Wowereit muss aufräumen, bei der Treberhilfe ist es im Gange und bei der

01.03.2010

Das hart(z)e Berlin - Talkshow offenbart erneut soziales Zerrbild

Michael in am 1. März 2010, 16:04   154 Kommentare »

Hartz IV-Empfänger sind weniger wert?

Fernsehen schauen findet nur wenig Platz in meinem täglichen Zeitkontor, gestern Nacht habe ich mir aber zu später Stunde (die Wiederholung nach 2 Uhr) Anne Wills Sendung Koalitionskrach um Hartz IV – Provozieren statt Regieren? angeschaut, die von ihrer eigenen Produktionsfirma Will-Media in Berlin produziert wird.

Und seit dem Konsum der Sendung plagen mich – auch über Nacht – so einige ganz praktische und naheliegenden Gedanken, die ganz viel mit Berlin zu tun haben. Mit Bildung. Und Einstellungen.

Ich will nicht näher auf die hauptsächlich vom Historiker Arnulf Barig und der Fraktionsvorsitzenden der FDP, Birgit Homberger losgetretenen Sozialstaatsdebatte (nichts wirklich Neues oder Relevantes) eingehen – eine sehr gute Kritik zur geführten Debatte mit findet sich in der heutigen Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung – der dortige Vergleich Hombergers mit dem Duracell-Hässchen ist ebenso treffend wie witzig. Angenehm kritisch und fair in der Sendung als Gast: der Chefredakteur für Sonderaufgaben beim Magazin der Stern, Hans-Ulrich Jörges, welcher offenbar dafür sorgt, das der “Stern” zu seiner früheren regierungskritischen Form zurückfindet.

Den wichtigsten Satz am Abend prägte der Philosoph und Schriftsteller David Precht: “Mit welchem Recht können wir von Hartz IV Empfängern einfordern, dass sie die besseren Menschen sein sollen und eine höhere Bereitschaft auf Gegenleistung zeigen, als der Rest der Gesellschaft es tut?”

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27.02.2010

Spuren des Kolonialismus in Berlin - 125 Jahre Afrikakonferenz

Michael in am 27. Februar 2010, 15:40   11 Kommentare »

Afrika-Konferenz in Berlin mit 14 Nationen

Vor 125 Jahren fand in Berlin, der Hauptstadt des gerade mal 14 Jahre geeinten Deutschen Reiches (1871 gegründet), die Afrika-Konferenz, auch Kongo-Konferenz genannt, statt. Eine Gedenktafel vor der Wilhelmstraße 92 in Mitte erinnert heute daran. Der Reichskanzler Otto Graf von Bismarck hatte 14 internationale Kolonialmächte eingeladen, darunter Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, die Niederlande, Russland, die Türkei und die USA, um über eine Aufteilung des schwarzen Kontinents zu konferieren.

Dabei ging es ihm, so die heutigen Historiker, weniger um die bereits in die Endphase gehende Kolonialisierung als um die Eindämmung der Ausbreitung Frankreichs und Großbritanniens und um die Ansprüche anderer europäischer Großmächte zur Geltung zu bringen.

34 Jahre deutscher Kolonialismus von 1884 bis 1918

Mit dem Ende des 1. Weltkrieges und der Abdankung von Kaiser Wilhelm II. wurden auch im Vorfeld der Versailler Verträge von 1919 Deutschland alle Kolonialgebiete abgesprochen. Damit war die relativ kurze und dennoch blutige und völkerunterdrückende Zeit des deutschen Kolonialismus vorbei.

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26.02.2010

Freitag, den 26. Februar 2010

Michael in am 26. Februar 2010, 13:35   1 Kommentar »

Doch Sumpf bei der Treberhilfe? Es sumpft weiterhin bei der S-Bahn, bei der Howoge (Hillenbach), Volksentscheide könnten versumpfen, dafür ist es in Tegel trocken, und die Busfahrer sind besser

24.02.2010

Mittwoch, den 24. Februar 2010

Michael in am 24. Februar 2010, 12:10   8 Kommentare »

Das hatten wir lange nicht mehr in Berlin: Schnee! Endlich Schluss mit dem Grauschleier, Frau Holle macht alles weiß… Lustig: Berlins Schlaglöcher in den Straßen sollen nicht nur

23.02.2010

Currywurst: der Berliner Heimat-Hunger

Michael in am 23. Februar 2010, 14:28   43 Kommentare »

Ich sitze müde im Zug.

Die Fähre, mit der ich über Nacht aus Norwegen kam, hatte Verspätung. Ausnahmsweise war die Deutsche Bundesbahn pünktlich mit dem Zug nach Berlin: Eile war angesagt, um nicht eine Stunde im zugigen Bahnhof warten zu müssen.

Ich habe Hunger.

Das skandinavische Buffet auf dem Schiff war mit 45€ p.P. (ohne Getränke, Bier 5€ 20cl, Wein 9€ 20cl) doch etwas teuer.

Mein Magen knurrt.

Ich sitze im Großraumwagen an einem Vierertisch. Mein Gegenüber, ein in den Endzwanzigern tätowierter Bursche mit Nasenring, hört mein Magenknurren. “Ick hab’ ooch Hunga!” berlinert er mir entgegen und grinst. Die ersten Berliner Laute seit Wochen.

Die gut gekleidete ältere Dame neben mir, deren tonnenschweren Koffer ich auf die Ablage gehievt habe, nickt, guckt dabei den Burschen so an, als ob sie noch nicht wüsste, ob sie ihn eher auf “solche-Typen-wie-Du sind-doch-alle-Hausbesetzer” oder auf “tolerante-weltoffene-Omi-mit-rebellierendem-Enkel” taxieren sollte.

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08.02.2010

60 Jahre her: Gründung der Stasi in Berlin - die Blockwartschmiede

Michael in am 8. Februar 2010, 18:58   2 Kommentare »

Das Ministerium für Staatssicherheit: Schild und Schwert der Partei

Am 8. Februar 1950 wurde in der knapp mal ein halbes Jahr alten DDR das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) gegründet – natürlich in Berlin, der Hauptstadt der DDR (wer von den 40+jährigen erinnert sich nicht an die ganzen Straßenschilder auf dem Berliner Ring mit dem Verweis darauf!). Im Parteiorgan Neues Deutschland war am 9. Februar 1950 zu lesen: die “Hauptverwaltung zum Schutz der Volkswirtschaft in der DDR” werde in ein “Ministerium für Staatssicherheit” (MfS) umgewandelt.”

Wozu diente das Ministerium, im Volksmund später nur noch STASI genannt? Zunächst war es einigen Quellen zufolge tatsächlich als eine Art Nachrichtendienst gegründet worden, wie ihn nahezu jeder Staat unterhält. Schnell zeigten sich aber Züge in der Führung, die sich in der Tradition der 1917 von den “Bolschewiki”: (Большевики = “Mehrheitler”) in Russland gegründeten Tscheka sahen – Josef Stalin war in Russland von Anfang an dabei (seit der Gründung 1903 in London). 1953 konnte trotz der bis dahin vergleichsweise vielen Mitarbeitern der Stasi der Volksaufstand in Berlin-Friedrichshain nicht verhindert werden – Zeit für eine Umstrukturierung.

Geheimpolizei in der Tradition der Tscheka

Erst durch Erich Mielke (dritter Leiter der MfS nach Zaisser und Wollweber, von 1957 bis 1989) erhielt die STASI die vollendete Struktur eines weitverzweigtes Zuträgersystem für eine gleichsam flächendeckende Überwachung der Bevölkerung, denn er hatte alle Eigenschaften eines guten “Tschekisten”: Disziplin, Arbeitseifer, Loyalität und Wille zur Macht. Die Geheimpolizei, wie die Tscheka (später in die GPU transferiert), war ein Parteiorgan, funktionierte, wuchs und wurde ein “Beschäftigungsmotor”.

Rund 2700 hauptamtliche Mitarbeiter hat die Stasi von Anfang an, im Jahr 1953 sind es schon rund 13.000, im November 1989 beschäftigte die Stasi 91.000 feste Mitarbeiter und bis zu 180.000 freiberufliche Spitzel, sogenannte Inoffizielle Mitarbeiter (IM) – man erinnere sich an den erst ein paar Tage zurückliegenden Fall des IM Genua.

Kaum nachzuvollziehen aus heutiger Sicht: am 17.11.1989 erklärte Hans Modrow die Absicht, das MfS in das Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) umzuwandeln. Der im Volk trotz der hohen Zahl an offenen und verdeckten Mitarbeitern verhasste Apparat sollte gerettet werden. In den Dezember- und Januartagen 1990 wurde dies durch Besetzungen der Stasizentralen in Lichtenberg und Treptow durch Bürgerrechtler verhindert, doch bis dahin waren schon viele Akten verschwunden.

Seit 1933 eine nahezu nahtlose Tradition mit dem Blockwart – ein trauriges Kapitel in der ostdeutschen Geschichte. Seit dem 29. Dezember 1991 trat das Stasi-Unterlagen-Gesetz in Kraft, das der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedet hatte. Seitdem ist die vollständige Öffnung der Akten des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes erfolgt, insbesondere der Zugang der Betroffenen zu den Informationen, die der Staatssicherheitsdienst zu ihnen gespeichert hat. Umgangssprachlich wird diese Einrichtung auch nach ihren Leitern Gauck-Behörde, später Birthler-Behörde genannt.

*Überschrift ergänzt am 9. februar 2010

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07.02.2010

Berliner Karikatur: Hachfeld's Blick auf Ahmadinejad

Michael in am 7. Februar 2010, 17:30   Kommentare

Politische Karikaturen im Palais am Festungsgraben Foto: MM (HSB)

Der in Berlin lebende politische Karikaturist Rainer Hachfeld hat das Ergebnis der Münchner Sicherheitskonferenz schon vorweggenommen: keine Einigung mit dem iranischen Diktator Ahmadinejad, das Land will sein Uran selber anreichern. Experten sprechen von einem politischen Sprengsatz.

Hachfeld, der für das berühmte Düsseldorfer Kommödchen, ehemals von Kay und Lore Lorentz geführt, gearbeitet hat und später durch seine spitzen, aber zutreffenden Karikaturen bekannt wurde, hatte das oben gezeigte Bild bereits vor einiger Zeit kreiert. Es war in einer Ausstellung der Saarländischen Galerie im Palais am Festungsgraben bis vor kurzem zu sehen.

Es ist schön, in einer hochinteressanten Zeit mit langweilig-gefährlichen politischen Akteuren noch Karikaturisten zu sehen, die spitz und provokant aktuelle Themen, lokale Berliner Themen ebenso wie internationale Ereignisse ohne Angst vor Anfeindungen und Prozessen auf’s Korn nehmen. Ein Besuch auf seiner Homepage lohnt!

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06.02.2010

Berliner Bilder: Tegeler See im Winter

Michael in am 6. Februar 2010, 14:02   Kommentar schreiben »

Gemeinschaftsbadeanstalt in Tegel Foto: MM (HSB)
Ein bisschen Postkartenkitsch am Greenwich Ufer in Tegel Foto: c MM (HSB)
Sonnenuntergang über dem zugefrorenen Tegeler See Foto: c MM (HSB)

Eine verträumt-romantische Abendstimmung am Greenwich-Ufer am zugefrorenen Tegeler See – postkartenreifer Kitsch, und doch irgendwie schön.

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05.02.2010

Freitag, den 5. Februar 2010

Michael in am 5. Februar 2010, 11:40   Kommentar schreiben »

Wirtschaften – das Schlagwort des Tages. Der Winter ist teuer, Boni-Zahlung für schlechte Leistung, mehr Ertrag, neues Profit-Center, eine Frau als Vize, kein Raum für Rechte. Das Berliner

04.02.2010

Das Kreuz mit der Kirche...

Michael in am 4. Februar 2010, 18:30   76 Kommentare »

"Mit den Füßen zuerst" von Martin Kippenberger Foto: MM (HSB)

Das Bild “Mit den Füßen zuerst” aus dem sehr differenzierten Schaffen von Martin Kippenberger (1953-1997) ist derzeit im Hamburger Bahnhof in der Ausstellung Die Kunst ist super mit mehreren anderen Werken von ihm zu sehen.

Kippenberger, der in Berlin u.a. Geschäftsführer (ab 1978) des Kreuzberger Clubs SO36 war, wohnte, von Dortmund kommend, u.a. in Berlin, Paris und Wien und hat aktiv in der Kunstszene dieser Städte mitgewirkt.

Mir erschien Kippenbergers Werk, der an der Demontage des traditionellen Kunstbegriffs arbeitete und gern Provokation und Spott einsetzte, gerade im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um Pädophilie, die katholische Kirche, Papst Benedikts missionarischem Eifer gegen Schwule vor seiner Großbritannien-Reise und die kommende Osterzeit sehr passend. Vielleicht blasphemisch, vielleicht aber auch eine Überhöhung des Kreuzigungsaktes, eines aufgeblasenen Kirchenapparates durch skuril-metaphorische Plastizität.

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Donnerstag, den 4. Februar 2010

Michael in am 4. Februar 2010, 14:16   7 Kommentare »

Die Polizei in Berlin und Brandenburg rechnet mit einem neuen Rockerkrieg. 70 Bandidos sind zum Konkurrenten Hells Angels übergelaufen. Die Clubs sind mit Drogenhandel und Prostitution dick im

03.02.2010

Mittwoch, den 3. Februar 2010

Michael in am 3. Februar 2010, 13:59   25 Kommentare »

Das Schweigen ist das Benzin im Motor des Täters konstatiert der Rektor des Canisius Kolleges, Pater Klaus Mertes. Weiter sagt er: “Ich weiß, wie alleine man sich fühlt, wenn alle im

02.02.2010

Berliner Bilder: Licht in der Nacht

Michael in am 2. Februar 2010, 17:12   7 Kommentare »

Leuchtboje vor dem alten Ölspeicher (Rummelsburger Bucht) Foto: MM (HSB)
Leuchtmittel - fast wie ein futuristischer Tower Foto: MM (HSB)
Bäume im winterlichen Nachtlicht Foto: MM (HSB)

Kälte, Schnee, Dunkelheit, Bäume, Licht, Großtadt: in der Kombination ergibt sich eine ganz eigene Stimmung, eine neue Sichtweise auf Alltägliches, eine andere Perspektive, die manches in wahrstes Sinne des Wortes in einem anderen Licht erscheinen lässt.

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01.02.2010

Street Art: Aerosol Fumes in der Neurotitan Gallery

Michael in am 1. Februar 2010, 15:02   5 Kommentare »

Street-Art Auslese der Berliner Szene

Emess (Berlin): Queen Elisabeth, poppig auf Holz mit Stilanleihen bei Warhol Foto: MM (HSB)

Immer noch eine Oase des Nachwende-Kulturturrauschs, alternativ, unangepasst, und ungemein viril: das Haus Schwarzenberg der Rosenthaler Straße in Mitte. Dort ist auch Neurotitan Shop & Gallery beheimatet. Neben der hervorragenden und themenspezifischen Auswahl an Kunstbüchern (Street/ UrbanArt) gibt es auch eine Galerie, die regelmäßig aktuelle Berliner Künstler aus der Szene vorstellt.

Waste-Robotina, ein Star der aktuellen Berliner Streetart-Ausstellung im Schwarzenberg-Palais. Foto: MM (HSB)

Aerosol Fumes heißt die aktuelle Ausstellung in der Neurotitan Gallery, die noch bis zum 6. Februar zu sehen ist. BOHOMAZ, CZARNOBYL, EMESS, EVOL und PISA73 , fünf in der Hauptstadt lebende Künstler, die in unterschiedlicher Art und Weise den Stil der Berliner Graffiti-Szene, genauer hier: der Stencil-Art, prägen.

EVOL: der Berliner Street-Art Künstler arbeitet oft mit Pappe und Fototechnik Foto: MM (HSB)

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30.01.2010

Regierungsviertel: Zwischen Tauwetter und neuer Eiszeit

Michael in am 30. Januar 2010, 14:46   1 Kommentar »

Zwischen Tauwetter und neuer Eiszeit: Spree im Regierungsviertel Foto: MM (HSB)

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29.01.2010

29. Januar: Vaterlandsverein und Im Westen nichts Neues

Michael in am 29. Januar 2010, 22:08   1 Kommentar »

Für Pressefreiheit: Der Preß- und Vaterlandsverein von 1832

Ein wichtiges Datum in der Geschichte der deutschen Pressefreiheit (und der sich daraus entwickelnden deutschen Geschichte): am 29. Januar 1832 wird der deutsche Preß- und Vaterlandsverein gegründet. Nicht in Berlin. Aber mit großen Auswirkungen auf die preußische Hauptstadt. Im rheinpfälzischen Zweibrücken keimte die neue Opposition und hatte rasch 5000 Mitglieder. In der Rheinpfalz gab es zu dieser Zeit, durch französische Prägung und Unmut gegen die bajuwarischen Steuereintreiber und Zensoren begünstigt, Bestrebungen, das aufklärerische Gedankengut in die freie bürgerliche Presse einfließen zu lassen, und zwar unzensiert. Das Metternich-Regime hatte die meisten Zeitungen “auf Linie” gebracht, doch eine schnell wachsende Opposition von Intellektuellen war es müde, sich bevormunden zu lassen von publizierten Einheitsmeinungen.

Zur Unterstützung der oppositionellen Presse zahlte der Verein Gelder an politische Schriftsteller, die sich in ihren Werken gegen das Metternich-Regime wendeten. Fürst Klemens Wenzel Lothar Graf von Metternich war einer der maßgeblichen und prägenden Politiker der Restaurationszeit und stand für das monarchische Prinzip. Folglich bekämpfte er die nationalen und liberalen Bewegungen – das dualistische Prinzip des Deutschen Bundes kam früh an seine Grenzen (sowohl Preußen als auch Österreich wollten letztendlich die Vorherrschaft über die deutschen Kleinstaaten und waren gegen eine nationalstaatliche Einheit).

Die Opposition gegen die Restauration: Intellektuelle, Bürger und Arbeiter

Aus der Auflehnung gegen das Metternich-Regime des deutschen Bundes konstituierte sich eine politische Bewegung, die als Vormärz bezeichnet wird, da sie im März 1848 zur Paulskirchenrevolution führte. Zum einen gab es dort eine Schicht von aufgeklärten Intellektuellen und Bürgerlichen, zum anderen entstand eine eigene Kaste von Arbeitern und ihren Vertretern. Die prägende Grundidee war die Errichtung eines besseren, politisch geeinten deutschen Staats (=eines Nationalstaats).

Die freie Presse war auch ein wesentlicher Bestandteil beim Aufruf zum Hambacher Fest 1832, bei der Märzrevolution 1848 und prägte auch Marx und Engels, die in dieser Zeit ihre ersten Schriften veröffentlichten.

Erich Maria Remarques Buch “Im Westen nichts Neues” heute vor 81 Jahren als Buch in Berlin veröffentlicht

Auch ein Kapitel in der Pressefreiheit ist die Weimarer Republik. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem heute vor 81 Jahren in der Weimarer Republik veröffentlichten Roman Im Westen nichts Neues des Berliner Schriftstellers Erich Maria Remarque. Zuerst erschien die Kriegsgeschichte, in dem Remarque im Intro schreibt: „Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam“, als Fortsetzungsroman in der Berliner Vossischen Zeitung, danach wurde es als gebundenes Buch beim 1919 gegründeten und zur Ullstein-Familie gehörenden Propyläen Verlag am 29. Januar 1929 herausgegeben. Das Buch, in über 50 Sprachen übersetzt und rund 20 Millionen mal weltweit verkauft, wurde 2x erfolgreich von Amerikanern verfilmt, von den Nationalsozialisten mehrfach zensiert und schließlich indiziert, ebenso wie der Film. Remarque, der sein Buch selbst “unpolitisch” fand, hat in einem Interview mit dem Berliner Theaterkritiker Friedrich Luft über 30 Jahre später gesagt “Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen”.

Sowohl der Preß- und Vaterlandsverein als auch Remarques Werk haben bis heute Auswirkungen auf die Presse und Literatur. Die Aktualität erscheint mir sogar sehr groß – ich habe als junger Mann, tief beeindruckt vom Roman und auch Salingers (gestern verstorben) Roman Fänger im Roggen den Wehrdienst erfolgreich verweigert.

Sowohl der Vaterlandsverein wie auch die Vossische Zeitung waren wichtige Instrumente zum Erhalt der Freiheit der Gedanken im Sinne einer Vielfalt.

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Freitag, den 29. Januar 2010

Michael in am 29. Januar 2010, 14:30   69 Kommentare »

Das ist das Bruttoeinkommen pro Kopf eines Berliners – im Durchschnitt: 2269€. Damit liegt Berlin trotz einem Anstieg von zuletzt 1,9% des Einkommens im unteren Drittel der

Graffiti: Ich will! Zeit

Michael in am 29. Januar 2010, 12:27   1 Kommentar »

Graffiti: Ich will! Zeit (Schöneberg) Foto: MM (HSB)

Eine richtig große, trostlos graue Brandwand, das Graffiti “Ich will! Zeit” – eine nicht unwitzige Kombination.

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28.01.2010

Watergate Berlin: Haiti-Relief-Party für "Ärzte ohne Grenzen"

Michael in am 28. Januar 2010, 03:12   27 Kommentare »

Am heutigen Abend ab 23:00 Uhr findet in der Falckensteinstraße im Kreuzberger "Watergate" eine "Haiti Relief-Party" (Benefiz) statt.

Damit findet auch in Berlin ein Event statt, welches Kultur und humanitäre Hilfe verknüpft, Junior-Boys-Mitglied Matt Didemus hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Groove-Magazin ein cooles Line-Up für die Benefiz-Party im Watergate organisiert.

Mit von der Partie:

Alle DJ´s sowie das Personal verzichten auf ihre(n) kompletten Gagen/Lohn, die Einnahmen kommen komplett der internationalen Organisation Ärzte ohne Grenzen, die ihre Leute direkt vor Ort in Port au Prince und im betroffenen Hinterland im Dauereinsatz hat.

Tolle Idee, hingehen, Spaß haben, den Abend geniessen und wirklich helfen – besser geht es doch kaum!

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27.01.2010

Mittwoch, den 27. Januar 2010

Michael in am 27. Januar 2010, 14:12   30 Kommentare »

Frieden und Harmonie – Frieden mit Migranten, im sozialen Bereich, mit der Geschichte, bei Löhnen, in der Architektur, vor den Rechten. Die Berliner Friedens-Themen(Wünsche) im faktischen