01.09.2010

Mittwoch, den 1. September 2010

Michael in am 1. September 2010, 14:08   Kommentar schreiben »

Ein verkrampfter Roter, eine unentschlossene Grüne, eine graue Mauer, schwarz sehende Politiker und ein buntes Musikprogramm: das bunte Berliner Potpourri für den heutigen Mittwoch.

  • Die Mauer fällt immer noch langsam, und viele denken, es war früher “schöner”, dem Osten gehe es heute besser als dem Westen, oder es habe sich für alle verschlechtert. Oder noch beliebige andere Konstellationen. Jedenfalls eine traurige Einschätzung für das Großartige, was sich trotz aller Schwächen/Pannen zum Guten verändert hat!, allen voran Freiheit, Mobilität und, wie Kanzlerin Merkel gestern sinngemäss in den Tagessthemen sagte: in der DDR war es ungesünder, denn die Lebenserwartung sei mehr als sieben Jahre gestiegen.
  • Renate ist schon grün und muss trotzdem bald mehr Farbe bekennen und auch Farbenspiele durchrechnen. Warum Frau Künast nicht mehr kneifen kann – hier wird darüber schlüssig spekuliert. Und dort wird auch spekuliert über die hohen Umfragewerte für die Grünen. Und gleich eine Einschätzung dazu gegeben.
  • Wer hätte das gedacht: die Leistungen der Berliner Schüler sind mangelhaft. Viele der Drittklässler sind bei diversen Leseprüfungen und beim Zahlenrechnen weit unterhalb der Mindestanforderungen. Dabei schneiden Migrantenkinder besonders schlecht ab – das wird gerne verdrängt, und es sollten schnell Lösungen her, um nicht weitere Schieflagen zu Lasten der Berliner Kinder, allen Berliner Kindern, zuzulassen. Die Politik zeigt sich entsetzt, obwohl alle Berliner Parteien seit Jahrzehnten in der Schul- und Integrationspolitik eher zaghaft und unentschlossen wirken.

25.08.2010

Mittwoch, den 25. August 2010

Michael in am 25. August 2010, 01:45   42 Kommentare »

Sarrazin spuckt mal wieder – und viele andere kotzen. Zum kotzen sind auch die andauernden Probleme bei der S-Bahn und das Chaos an den Berliner Schulen. Ebenfalls vomitieren möcht’ man

23.08.2010

Berliner Bilder: Heimat Berlin

Michael in am 23. August 2010, 18:40   4 Kommentare »

Heimat Berlin - alt, angerostet, ankerlos, aber Heimat! Foto: © MM:HSB

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18.08.2010

Mittwoch, den 18. August 2010

Michael in am 18. August 2010, 13:29   3 Kommentare »

Manche nennen es den Preis einer Demokratie, andere schieben es der wirtschaftlichen Lage zu: die noch zu veräußernden Grundstücke an der Holzmarktstraße an der Spree (Mediaspree) sind wohl

07.08.2010

Serie Berlin 2030 - Vision oder mathematisches Image-Kalkül?

Michael in am 7. August 2010, 17:38   4 Kommentare »

Der Tagesspiegel fängt ab morgen eine Serie an, die sich mit dem Thema “Berlin 2030” beschäftigt. Ich hatte eine Werbung hierfür über das Internet gehört und dachte erst einmal: Klingt spannend!

Aber dann kam der meine Neugier verändernde Satz hinterher: Die Studie basiert auf einer Studie (Statistik/Hochrechnung) der Berliner Bank. Wie war das noch mit Churchill und den Statistiken? Trau keiner, die Du nicht selbst gefälscht hast??

Nun will ich der Berliner Bank nicht zu nahe treten, aber das ist – nach den Erfahrungen, die wir Bürger mit den Banken in den vergangenen Jahren machen MUSSTEN – so, als wenn ich der katholischen Kirche in der Zeit der Reconquista einen Auftrag gegeben hätte, eine Studie über die Zukunft der katholischen Kirche unter Beibehaltung der bisherigen Strukturen gegeben hätte.

Das Ergebnis ist auch ohne Gotteskonsultation, Glaskugel, Orakel oder Studie leicht vorhersehbar.

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04.08.2010

Mittwoch, den 4. August 2010

Michael in am 4. August 2010, 15:04   14 Kommentare »

Berlin aus einem etwas entfernten Blickwinkel (bin ja in Norwegen)- welche sommerlichen Themen beschäftigen die Hauptstadt? Hier der Überblick, vær so gud (bitteschön): Berlin als

16.06.2010

Mittwoch, den 16. Juni 2010

Michael in am 16. Juni 2010, 14:38   8 Kommentare »

6 aus 78: der Architektenwettberwerb um Tempelhof geht in die nächste Runde. Der Mißbrauch von Demonstrationen, auch hier im HSB ein vieldiskutiertes Thema mit kontroversen Meinungen, ist

09.06.2010

Mittwoch, den 9. Juni 2010

Michael in am 9. Juni 2010, 14:36   31 Kommentare »

Den Druck erhöhen – das Berliner Thema des Tages. Wer welchen Druck wo ausübt, hier steht es! Abrechnungsbetrug ist die eine Seite, ganz kriminell wird es aber, wenn junge Ärzte ohne

04.06.2010

Pannen bei der Bahn: "Dis Trein iss not going weiter!"

Michael in am 4. Juni 2010, 19:28   9 Kommentare »

Deutsche Bahn: weitere Pannenserie bei der S-Bahn in Berlin und bei Fernzügen

Seit gestern gibt es wieder eine Pannenserie bei der deutschen Bahn: sowohl der EC 172 (aus Villach/Wien über Prag kommend) als auch weitere Züge aus dem Süden (Prag, Dresden) konnten nicht nach Berlin einfahren wegen einem Stellwerkfehler. Verspätungen: Zwischen ein und zwei Stunden, der Zug steht ohne Klimaanlage in der Sonne – und ist voll.

Heute Nachmittag in Berlin: auf den Ringbahnlinien S41 und S42 gibt es massive Pannen, auch hier werden Stellwerkfehler als Ursache genannt. Die Ringbahn fährt zur Zeit nur im 15-20 Minutentakt, seit 17 Uhr. Entsprechend voll sind die Züge.

Vielleicht ist es ja der plötzlich begonnene Sommer schuld. Da brennen wohl bei der Bahn wieder mal Sicherungen durch, und bemerkt wird es erst, wenn Züge stehenbleiben.

Ich empfehle: weitersparen! Ticketpreise erhöhen, Personal entlassen. Wartungen nur ausführen, wenn die Öffentlichkeit hinschaut.

Randbemerkung: in Tschechien gab es dreisprachige Ansagen (tschechisch, deutsch, englisch) wegen einer dreiminütigen Verspätung, und zwar unmittelbar. In Deutschland nach 20 Minuten Stillstand: Kurze deutsche Ansage, dann auf sächsischem Englisch, nachdem viele ausländische Fahrgäste nachfragten, was los sei: “Dis Trein iss not going weiter!”

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Freitag, den 4. Juni 2010

Michael in am 4. Juni 2010, 13:12   9 Kommentare »

Berlin: Eine bunte Mischung zum Summer in the City, höhere Ticketpreise für schlechteren öffentlichen Nahverkehr, Mein-Name-ist-Hase beim Flughafen, Stechuhren in der Kita und weniger Discounter.

24.05.2010

Karneval der Kulturen 2010

Michael in am 24. Mai 2010, 21:26   108 Kommentare »

Das Exotische beginnt vor Tempelhof c Foto: MM|HSB

Vorneweg: was ich als Rheinländer immer wieder spannend finde: viele, mit denen ich über den rheinischen Karneval spreche, finden den “zum kotzen, versoffen, etc.”. Das sind dann oft die gleichen, die sich vor Begeisterung überschlagen, wenn es um den Berliner Karneval der Kulturen geht. Dabei ist vieles doch sehr ähnlich, findet auch eine Kommentarin bei der taz.

Man beachte das Schild im Hintergrund:: Thai-Massage, keine Erotik! Foto: c MM|HSB

Nichtsdestotrotz: seit der Erweiterung der multikulturellen Ethnofood-Buden, schön sortiert nach Afrika, Türkei, Lateinamerika und Asien mit vielen wirklich leckeren Spezialitäten zu annehmbaren Preisen kommen immer mehr Leute. Gefühlt war es in diesem Jahr noch voller als im vergangenen Jahr. Gute Musik wurde ebenfalls sowohl auf den Bühnen als auch von einzelnen Kleingruppen und Solisten geboten. Es war ein Genuß, zuzuhören.

Erfreulich: die rund 1,5 Millionen Besucher des Straßenfestes an vier Tagen (750 000 Besucher beim Umzug gestern) haben sich zumeist friedlich verhalten, Polizei, Feuerwehr und DLRG meldeten erfreulich wenige Einsätze, nur am Abend bei gestigenem Alkoholpegel war es etwas unruhiger, hielt sich aber im Rahmen.

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21.05.2010

Berliner Bilder: Güldene Morgensonne

Michael in am 21. Mai 2010, 14:41   3 Kommentare »

Golden Tower: die goldene Morgensonne, sehr sehr früh... Foto: c MM|HSB

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20.05.2010

Hauptstadtbarometer: warm, unfreundlich und aggressiv

Michael in am 20. Mai 2010, 18:32   25 Kommentare »

Bin mal wieder ein paar Tage aus meinem Job-Exil im hohen Norden zurückgekehrt, mit Freude auf die Hauptstadt mit all ihrem (manchmal auch liebenswerten) Chaos.

Aber heute scheint den Berlinern (und den Touristen) die plötzlich einsetzende schwüle Wärme auf’s Gemüt geschlagen zu sein.

Ein Auto (Fahrerin) fährt eine Mutter mit quengeligem zappeligen Kind am Savignyplatz fast um, weil sie nicht warten will, bis die beiden (langsam) über die Straße sind. An der Ampel ein paar Meter weiter ein laut jaulender “Kavalierstart” inclusive Reifenabrasion.

Die S-Bahnen: allseits Kurzzüge, selbst auf den Stammstrecken, (hab ich wieder neues Chaos verpasst – oder ist das jetzt Alltag?) natürlich überfüllt, voll stark riechendem Körperschweiß – die meisten waren heute wohl noch zu warm angezogen. Und auch Kinder und Jugendliche bieten nicht einer wohl über 80jährige netten Frau mit schlotterweissem Haar und Gehstock einen Sitzplatz an.

Beim Umsteigen werde ich beim Aussteigen nicht aus der Tür gelassen, sondern gleich mit Ellbogenstoß zurückgedrängt, ich verliere das Gleichgewicht, da nicht mehr an das eigentliche normale Ein-Aussteigeverhalten der Berliner gewöhnt, und werde von einem Fahrrad aufgefangen, dessen Lenker ich mir in die (gottseidank gut gepolsterten) Hüften stoße. Der Fahrradbesitzer blökt laut auf: “Scheiße Mann, wat soll’n dit” – ich sammle mich und versuche noch einigermaßen unbeschadet aus der Bahn zu kommen, was unter Schulterverhärten und weiteren wenig sympathischem Körperkontakt immerhin noch an der angepeilten Station gelingt.

Wenig später, in einem Lebensmittelgeschäft, eine (zu Recht) überforderte und von Kollegen (sofern vorhanden) und Chef alleingelassene Kassiererin, lange Schlange mit genervten Kunden, eine Kundin schmeisst ihre Waren einfach auf das Band und geht. Die Kassierein bleibt alleine, hat Tränen in den Augen, muß sich noch Geblöke anhören.

In der Arztpraxis schließlich werde ich von der Sprechstundenhilfe angebellt, das in einer halben Stunde Feierabend sei – dabei wollte ich nur ein Rezept abholen.

Willkommen in Berlin – so ist das eben manchmal hier. Von Miteinander und Rücksicht ist das alles weit entfernt, dafür ist es halt etwas wilder…

The raw side of life! Hat ja auch was.

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19.05.2010

Mittwoch, den 19. Mai 2010

Michael in am 19. Mai 2010, 14:26   2 Kommentare »

Aufgeben – den Puff, den Weiterbau der A100, Arbeitsplätze, ein Zentralabitur, die Vereinigung von Charité und Vivantes? Wer was aufgibt oder auch nicht – die Auseinandersetzungen der

14.05.2010

Berliner Bilder: Meisterferkel

Michael in am 14. Mai 2010, 12:54   4 Kommentare »

Fleischerei in Friedrichshain - Meisterferkel vom Meistermetzger! Foto: c MM|HSB

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12.05.2010

Mittwoch, den 12. Mai 2010

Michael in am 12. Mai 2010, 14:31   6 Kommentare »

Berlin: viel Arbeiten für wenig Geld, prämiert in Marzahn, verschobene Prüfungen, mehr Luxuswohnungen, teure Sanierung, Luxusessen am BBI. Die Details über Luxus, Verfall und Wachstum,

09.05.2010

Tempelhofer Feld - Bildernachlese

Michael in am 9. Mai 2010, 23:32   17 Kommentare »

Tempelhof Flughafen - die Mutter aller Flughäfen ist nun Entree eines der größsten Stadtparks der Welt Foto: c MM|HSB

Seit der Eröffnung des ehemaligen Tempelhofer Flughafengeländes für “das Volk” gestern gab es wohl über 200 000 Besucher. Voll war es, aber dank der Weite gab es kaum Gedränge. Ein spannendes Gelände!

Weltkulturerbe Tempelhof - Reinstallation eines (eingeschränkten) Flugbetriebes Foto: c MM|HSB

Kein Witz: eine Berliner Initiative, die das Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof als Weltkulturerbe vorschlagen will – und damit eine teilweise Wiederinbetriebnahme des Flughafens (Bundesregierung, Helikopter, Gesundheitswesen, Tourismus im weitesten Sinne) erkämpfen will.

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Es geht um die Berliner Luft...Tempelhofer Feld mit Zukunftsplänen

Michael in am 9. Mai 2010, 00:33   12 Kommentare »

Es geht um die Berliner Luft - frische Luft durch ein unbebautes Tempelhofer Feld Foto: c MM|HSB

Wie sieht die Zukunft des Tempelhofer Feldes aus?

Ein freier, wenig gestaltetet Park mit den Resten vom Flughafen, mit vielen Hunden und vielen illegalen Grillplätzen (also wie fast überall in Berlin)?

Ein Riesen-Kinderspielplatz mit Cafés, als Ausweichquartier für die Prenzlauer Berg-und Friedrichshainer-2-Kinder-2 Verdiener-osteuropäisches-Kindermädchen-ein-Townhaus-Latte-Macchiato-Grün-2-Autos-Fraktion?

Ein großer öffentlicher Park, umzäunt, Wachleute, gepflegt, aber mit Eintritt, in englischer Stilrichtung?

Ein kleinerer Park, mit “höherwertiger” Randbebaung, die aber Frischluftschneisen schließt und zur raschen Aufwertung/Gentrifizierung (je nach politischer Meinung) umliegender Bezirke führt?

Ein Gewerbepark für posh people , die jede Menge Geld in das arme Berlin pumpen, weil es woanders schon so langweilig geworden ist?

Man darf gespannt sein, was mit der einmaligen Weite dieses Areals in zentraler Lage passieren wird…

Alte Bremsspuren der Flieger - heute landen hier die Parkbesucher des Tempelhofer Feldes Foto: c MM|HSB

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05.05.2010

Mittwoch, den 5. Mai 2010

Michael in am 5. Mai 2010, 14:16   2 Kommentare »

Zwänge in Berlin – zum Sparen (Ulrich Nußbaum), Zwangsheirat (verhindern), zur Entscheidung (Tempelhof), Unsinns-Zwang (Gesetzentwurf) und Mißbrauch (Junge). Die Zwänge der Hauptstadt am

02.05.2010

Kommentar: Massive Polizeigewalt? Eher Propagandanachlese ...

Michael in am 2. Mai 2010, 17:38   Kommentare

Das Video bei YouTube

Mann oder Frau?

Bei Vergrößerung sieht man, dass wohl Bartwuchs vorhanden ist. Es ist wohl ein junger Mann. Aber es spielt für den eigentlichen Vorfall keine Rolle.

So etwas soll nicht vorkommen, der Beamte hat eindeutig einen Fehler gemacht. Aber – ohne es zu rechtfertigen: ich sehe da einen durch Hektik und Situation überforderten, weil vielleicht ängstlichen Beamten, der in nicht selektiver Reaktion, ich betone es noch einmal, eine Fehlreaktion zeigte und dabei einen Menschen verletzt hat.

Was mich MASSIV am Video stört: das Wort MASSIVE Polizeigewalt. Ich war dabei, habe von einem Autonomen eine heftige Kopfnuß bekommen, weil ich mir meine Kamera nicht entzerren ließ. Das ist auch Gewalt. Ich habe Hilfe bekommen, alles ist halb so wild, was ich aber damit sagen will: hier wird Propaganda betrieben. Es gab weder massive Polizeigewalt, wohl aber massive Präsenz der Polizei.

Das Verhalten des hektischen tretenden Polizisten ist definitiv falsch. Definitiv falsch ist aber auch die Gewalt, die vom schwarzen Block ausging. Ich habe viele Fotos gemacht, die das belegen.

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01.05.2010

Subjektive Betrachtungen zum 1. Mai in Berlin

Michael in am 1. Mai 2010, 23:55   16 Kommentare »

Die Anti-Nazi Demo: erfolgreiche Sitzblockade, Neonazis verkürzen Demonstration

Aufmarsch der Neonazis in der Wisbyer Straße: Berliner zeigen, dass sie keine Braunen wollen Foto: c MM|HSB

Ich habe mich gefreut, dass es nur 600 Neonazis waren, die mit mehr als drei Stunden Verspätung im Prenzlauer Berg von der Bösebrücke bis zur Schönhauser Allee aufmarschierten. Das Polizeiaufgebot war groß, die Deeskalationsteams der Polizei zahlreich vor Ort und haben freundlich und offensichtlich ehrlich Auskunft gegeben.

Die erste Sitzblockade mit Wolfgang Thierse wurde freundlich, aber bestimmt “abgeräumt”, die zweite an der Schönhauser Allee am Beginn der Wisbyer Straße war viel größer, behäbiger, unübersichtlicher. Auch Familien mit Kindern waren dabei. Niemand kommt an der Blockade vorbei – der Aufmarsch stockt.

Schließlich verhandelt die Polizei erfolgreich – die Neonazis werden zum S-Bahnhof Bornholmer Straße zurückbegleitet und in eigens für sie bereit gestellten Zügen nach Potsdam und Oranienburg verfrachtet, unter Polizeibegleitung.

Nazis Raus im Prenzlauer Berg entlang der Demo-Strecke Foto: c MM|HSB

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30.04.2010

Freitag, den 30. April 2010

Michael in am 30. April 2010, 14:02   6 Kommentare »

Zwischen Anspruch und Realität: der 1. Mai, Griechen in Berlin, Begabtenabitur, Walpurgisnacht und dem Riesenrad. Die Berliner Ambitionen zum Tag: ambivalent, kongruent, oder

21.04.2010

Mittwoch, den 21. April 2010

Michael in am 21. April 2010, 15:31   4 Kommentare »

Entspannung auf den beiden Berliner Flughäfen – ab morgen könnte sich die Situation schon normalisieren. Rund 3000 Flüge (250 000 betroffene Passagiere) sind ausgefallen, nun sind die

20.04.2010

Berliner Bilder: Erpel

Michael in am 20. April 2010, 12:38   5 Kommentare »

Erpel beim relaxten Dahingleiten Foto: c MM|HSB

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Kinderlärm: jederzeit, immer, überall? Besser: mehr gesellschaftliche Veränderung für ein integratives miteinander!

Michael in am 20. April 2010, 12:28   154 Kommentare »

Kein Ausschluss: – Berlin braucht Akzeptanz von Kinderlärm und geregeltes Ruhebedürfnis

Die Politiker in Berlin wollten parteiübergreifend noch im September 2009 eine Gesetzesänderung in der Landesimmissionsverordnung durchsetzen, der Kinderlärm nicht mit Industrielärm gleichstellt. Laut dem Gesetzentwurf sei Lärm von spielenden Kindern als “sozial adäquate Lebensäußerung” und zur “Erhaltung kindgerechter Entwicklungsmöglichkeiten grundsätzlich zu tolerieren”. Hintergrund: Seit der Föderalismus-Reform 2006 sind die Länder für “verhaltensbedingten Lärm” jedweder Art zuständig. Am 28. Januar 2010 wurde dann eine Gesetzesänderung beschlossen, nach der Kinderlärm künftig gegenüber anderen Lärmquellen privilegiert wird – Kinder sind mit diesen Ausnahmeregelungen demnach gesetzlich gleichgestellt mit Kirchenglocken, Feuerwehrsirenen und Traktoren.

Für eine kindgerechte Entwicklung, ein verständnisvolles Bewusstsein für die Bedürfnisse von Kindern in verschiedenen Altersstufen und berufstätige oder alleinerziehende Eltern(teile) haben die Betroffenen lange kämpfen müssen. Und müssen dies noch immer tun. Und dennoch geht vieles schief: viele der jungen Eltern wollen lieber kuscheln, als einen konstruktiven Konflikt mit ihrem Kind aushalten, vor allem Alleinerziehende können das schlecht.

Beim neuen Gesetz sollte es aber laut ursprünglichen Entwurf nicht allein um Kinderspielplätze, Kitas, und Plätze allgemein, sondern auch um Wohnungslärm und vor allem, für Berlin ganz wichtig, um die zahlreichen Hinter- bzw. Innenhöfe gehen. Wie sieht das mit dem Lärm dort aus?

Wer mit dem nicht unerheblichen Geräuschpegeln der Kinder nicht zurecht kommt, dem konstatiert das Oberverwaltungsgericht Münster: “Wer Kinderlärm als lästig empfindet, hat selbst eine falsche Einstellung zu Kindern…”

Doch was heißt dieser Satz im Klartext?

Extreme bei Eltern und Ruheliebhabern

Die Gegner des unkontrollierten Kinderlärms führen dauerhaftes Kindergeschrei, stundenlange Bobby-Car-Wagen Geräusche im Hinterhof, Fahrradgeklingel bis zum Rot-Anlaufen oder Tinnitus an, dies solle man nun hinnehmen, gar für eine freie Entfaltung der Kleinen gut finden? Kinderkassetten, die auf einem windschiefen Rekorder “volle Pulle” im Hof 10x hintereinander abgespielt werden? Ein Dutzend Kinder, welches sich in kindlichen Schrei- und Kreisch-Übungen Sonntagsmorgens von 8 bis 12 Uhr unter Fernbleiben elterlicher Fürsorgepflicht im Innenhof austobt, um Selbstverwirklichungen zu erfahren, die von denen die eigenen Müttern und Vätern offensichtlich nichts hören wollen.

Auf der Internetseite Eltern im Netz finden sich viele gute und konstruktive Ansätze.
Zum Beispiel dieser Satz: “Kinder brauchen Freiheit, um sich entwickeln zu können. Freiheit heißt nicht Grenzenlosigkeit”.

Niemand spricht hier von Babies, kleinen Kindern, die noch kein Verständnis, kein eigenes Einsehen für ihr Verhalten aufbringen (können). Aber die Wurzeln zu ihrem Sozialverhalten werden in diesem Alter gelegt. Man muss sich dann schon eher Sorgen machen, wenn kleine Kinder dauerhaft schreien bzw. Vorschulkinder deutliches Aggressionspotential zeigen, da ist ein Gespräch mit den Eltern notwendig – und bleibt leider häufig aus.

Auf der anderen Seite sind es auch schon die Formulierungen der undifferenzierten Kinderlärmbefürworter, die Unmut hervorrufen. Der Brigitte-Knigge Kinderlärm empfiehlt: Sie müssen nicht krampfhaft versuchen, Ihren Nachwuchs einzuschränken, nur damit verständnislosen oder missgünstigen Mitbewohnern Genüge getan wird . Demnach werden alle, die mal von Kinderlärm abgenervt sich, als verständnislos abgestempelt. Logischer Umkehrschluss: ich muss nicht krampfhaft versuchen, Kindergeschrei zu verstehen, nur weil verkrampfte und erziehungsunfähige Eltern ihren Nachwuchs nicht zu Rücksicht erziehen.

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