17.02.2010

Reisen in die Urbanität

Steffka in am 17. Februar 2010, 18:39   2 Kommentare »

Nicht dass es die Berliner nötig hätten, sich darüber zu informieren, was das Wort Großstadt bedeutet, aber hin und wieder lohnt es sich, den Blick dafür zu weiten. In einer grandiosen Ausstellung, in der die Nähe zum Gezeigten wunderbar mit einer ausreichenden Menge an Informationsgehalt verknüpft ist, können die Berliner noch bis Ende Februar nach Mumbai, Carracas, Nairobi und Jakarta reisen. Jonas Bendiksen lädt uns in die Welt der Menschen in den Slums, Favelas und Shantytowns dieser Welt ein und fast möchten wir noch ein bißchen länger in ihren Wohnorten verweilen, um mit ihnen zu plauschen. Fotografie in 3D mit Geräuschen wirkt eben doch fast wie das echte Leben. Noch bis zum 28. Februar im Postfuhramt C/O Oranienburger Straße.

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21.01.2010

Donnerstag, den 21. Januar 2010

Steffka in am 21. Januar 2010, 07:26   2 Kommentare »

Heute kam ich zufällig mal wieder bei der Berliner Bäckersfrau vorbei und sie war in Höchstform: “Mensch, Mensch, Mensch, ditt vasteh ick nich. Sonnenenerjie is ja schön und jut aber in

14.01.2010

Donnerstag, den 14. Januar 2010

Steffka in am 14. Januar 2010, 09:12   Kommentare

Ein paar Zündler sind gefasst und stehen vor Gericht – allerdings fehlt anscheindend jegliches politisches Motiv für die Tat, was eventuell hier und da für etwas Trauer sorgt. Man wollte im

07.01.2010

Begonnen, den 07. Januar 2010

Steffka in am 7. Januar 2010, 10:39   1 Kommentar »

In aller Kürze pixelfrische News: die Berliner werden öfter krank – am Feinstaub kann es nicht mehr liegen, vielleicht am durch die öffentlichen Verkehrsmittel verursachten

31.12.2009

Donnerstag, den 31. Dezember 2009

Steffka in am 31. Dezember 2009, 09:15   Kommentar schreiben »

“Au revoir” säuselt der kalte Winderwind dem sterbenden Jahr zu und vergießt die ein oder andere Träne in kristallener Form, während die Stadt sich ebenfalls der Melancholie hingibt.

18.12.2009

Robbe, die

Steffka in am 18. Dezember 2009, 07:57   12 Kommentare »

Die Robbe ist ein eher eckiges Wesen, das vorrangig im Berliner Raum vorkommt, in den letzten Jahren aber vereinzelt auch in anderen Bundesländern gesichtet wurde. Aber nein, es handelt sich bei der Robbe nicht um das neue Lieblingstier der Berliner, das den Eisbären verdrängen wird, sondern in der Regel um einen ganz profanen Pritschenwagen. Als typisches Berliner Fortbewegungsmittel vereint die Robbe erfolgreiche Schnäppchenjagd mit dem Lebensgefühl der Beweglichkeit innerhalb der Stadt. Denn erst mit der Robbe macht das exzessive Umziehen zwischen den Stadtbezirken so richtig Spaß und kostet fast nix, vor allem wenn man auch als voll verdienender Mittvierziger noch seine Freunde fragt, ob sie helfen können.

Das Unternehmen Robben & Wientjes von dem sich “Robbe” ableitet, ist sozusagen das IKEA des Lastwagenverleihs und bringt als lokales Urgestein natürlich auch ein entsprechendes Flair rüber. (auch verbinden sich Robbe und Ikea oft zu einem unschlagbaren Team). Sobald man die Filiale betritt, weiß man: hier wird das Geschäft nicht zu ernst genommen und rechnet fast damit, noch einen Currywurststand im Bistrobereich zu entdecken. Rauchende Mitarbeiter sitzen vor dicken Auftragsbüchern und managen die Herausgabe bzw. das wieder Einsammeln der zahlreichen blau-weißen LKWs an die vielen Studenten, die glücklicherweise alle schon so lange in der Hauptstadt wohnen, dass es nicht zu einem clash of cultures kommt.

Über den Erfolg des Unternehmens (inzwischen vier Filialen) lässt sich nur vermuten: Ich denke eine gewisse Unkompliziertheit, sowie die optimale Größe der Standardpritsche (es geht eben immer alles genau rein) und das wirklich durchdachte Preismodell haben ihren Teil dazu beigetragen. Und auch zum Firmennamen lässt sich nur spekulieren, hier vermute ich folgendes: ein junger Tierpfleger, von seinen Freunden nur „Robbe“ genannt, hat sich die holländische LKW-Fahrerin, Antje Wientjes, geangelt und weil er keinen Bock mehr hatte immer auf sie zu warten, haben sie ihren LKW günstig vermietet und schon war die Idee geboren. Mit ersten neuen Ideen der Robbennutzung zur Fete de la Musique als Kleinbühne und anderen Anlässen zeigen einige Berliner inzwischen nun auch den Weg zum kreativen Robbenmissbrauch auf. Der einzige Nachteil, den ich sehe, liegt in der Gefahr, dass man seine gerade gewonnenen Freunde außerhalb Berlins verschrecken könnte, wenn man sich eine „Robbe mieten“ will.

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17.12.2009

Donnerstag, den 17. Dezember 2009

Steffka in am 17. Dezember 2009, 07:33   10 Kommentare »

Ha! Das gab es lange nicht: eine Nachricht, die es auf alle Startseiten der Lokalabteilungen geschafft hat: Berliner Zeitung, taz und Tagesspiegel berichten über die Visionen zur neuen Mitte

09.12.2009

Ick bzw. Icke, ditt

Steffka in am 9. Dezember 2009, 00:21   10 Kommentare »

„Mit Icke oder Ick beschreibt sich ein menschliches Subjekt im Berliner Dialekt selbst.“ würde ein hochrangiger Sprachprofessor eventuell fabulieren, dabei ist Ick ganz einfach ein ganz besonders tolles Ich, das meist auf ein prima Menschenkind verweist. Wer „Ick“ sagt, der sagt auch „Meene“, wenn es um seinen Besitztum geht und „Weeßte?“ wenn er gerade etwas erklärt. Hinter „Ick“ stecken oftmals echte Berliner, denn nur wenigen gelingt es, die Herkunft glaubwürdig vorzutäuschen. Gerade von den Medien werden Täuschungen hart geahndet, so musste sich „Icke“ aus der Band Icke & Er besonders oft rechtfertigen, weil man hinter ihm einen Hamburger vermutete.

Wer Icke sagt, der muss allerdings auch „Ditte, kieke mal, Oogn, Fleesch und Beene“ sagen. Und damit muss er voll zu dieser Stadt stehen, in all ihren schönen und wahnsinnigen Ausprägungen. Mit ihren vielen Ickes, die alle ihren eigenen Kopf haben und nur manchmal nicht wissen wo. Zwar ist der Autor des folgenden Kinderreims unbekannt, dass er aber ein Berliner war, ist unbestritten:

Ick sitz am Tisch und esse Klops.
Uff eenmal kloppt’s.
Ick sitze, kieke, wundre mir,
uff eenmal jeht se uff de Tür.
Nanu denk ick, ick denk nanu!
Jetzt is se uff erst war sie zu.
ick jehe raus und kieke.
Und wer steht draußen?
Icke.

Am Icke offenbart sich der Berliner in der Außenwelt am ehesten, kein Wunder, dass es dieser wunderbare Begriff auch in die Namen von kleinen sympathischen Unternehmen und Vereinen sowie in die Konzepte zweifelhafter Großkampagnen geschafft hat. Und weil “Icke” es auch auf Platz eins beim Wettbewerb “Berlin in einem Wort” im Gedankenpflugblog geschafft hat, kommen wir ihm mit dem Adventskalenderpost zuvor. Haha.

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08.12.2009

Hackescher Markt, der

Steffka in am 8. Dezember 2009, 08:01   2 Kommentare »

Kürzlich ist mir der Geist von August Endell begegnet und zwar direkt am Hackeschen Markt. Er war irritiert, wieviel Action an der Kreuzung herrscht und dass alles noch hektischer ist, als zu seiner Zeit. Und da habe ich ihn auf einen Streifzug eingeladen, durch die von ihm mitgestalteten Hackeschen Höfe und rundherum und ihn dabei in einen Dialog zur Schönheit der Stadt verwickelt. Hier ein Ausschnitt aus dem inoffiziellen und rekonstruierten Protokoll unseres ursprünglich dreistündigen Gesprächs:

Ich: Na, August, ist ein bisschen anders alles als zu Deiner Zeit oder? Aber guck, wie hübsch Deine Fassade wieder glänzt, die Kacheln fangen wieder das Licht der Stadt ein, so wie Du es Dir immer gewünscht hast.

August: Das ist schön anzusehen, aber warum bleiben die Leute immer mitten auf der Straße stehen? Und warum riecht es so nach Seife und Kaffeebohnen? Man kann sich gar nicht kontemplativ in mein Werk versenken.

Ich: Das sind Touristen, die machen das hier immer so. Und der Geruch kommt aus dem Seifenladen „Lush“ und der Rösterei „Coffee Mamas“ da drüben. Ist ja auch ein wenig eng alles. Aber schau, hier gibt es ein Varieté, ein Kino, eine Galerie, Restaurants und tolle Läden. Die Höfe florieren und hier steppt sozusagen der Bär, wie wir das heute sagen würden. Donnerstags ist Markt gegenüber!

August: Früher, meine Dame, da war hier auch schon einiges los! Also vor dem Krieg. Und dann in der DDR nicht so, aber dann wieder. Die Expressionisten haben hier eine Vereinigung gegründet. Und dann wurden Juden versteckt in der Blindenwerkstatt Otto Weidt. Und außerdem wurde hier noch richtig produziert. Die Russen haben das alles ein wenig runterkommen lassen. Ein Glück haben die Mieter die Fassade gerettet. Das erklären Sie doch den Touristen oder?

Ich: Mhm, da gibt es bestimmt Führungen, sehen Sie ja, wie viele Reisegruppen hier herumspringen. Viele Berliner wissen es aber nicht mal. (ich halte ihn davon ab, einer Gruppenführerin rabiat am Ärmel zu zupfen und schleuse ihn schnell in den Nebenhof) Aber wo wir hier schon im Nebenhof stehen. Haben Sie einen Euro? Also haben Geister überhaupt Geld?

August: Was heißt denn hier Geist, bitte? Und natürlich habe ich einen Euro, ich bin doch nicht von gestern. Hier soll ich den reinstecken? (Die Maschine der ehemals im Tacheles ansässigen Metallschweißer und Bastler Dead Chickens bewegt sich.) Oh, beeindruckend, das ist ja wie die Fortsetzung des expressionistischen Gedankens mit anderen Mitteln. Und überall Kunst!

Ich (versuche mich auf sein Niveau einzulassen): Es ist auch Geschichte. Die moderne Geschichte Berlins kumuliert irgendwie am Hackeschen Markt, finde ich. Oder was meinen Sie? Wir könnten darauf einen Drink nehmen im Eschloraque Rümschrümp. Ist alles ein wenig dreckig, aber..

August: Danke in meinem Zustand trinke ich nicht. Und verwechseln Sie Dreck nicht mit Poesie! Denn das ist das Erstaunliche, daß die große Stadt trotz aller häßlichen Gebäude, trotz des Lärms, trotz allem, was man an ihr tadeln kann, dem, der sehen will, ein Wunder ist an Schönheit und Poesie. (Anmerkung des Autors: er würde sich wahrscheinlich nicht erinnern, aber genau das hat August schonmal aufgeschrieben, nämlich in seiner Abhandlung „Die Schönheit der großen Stadt“ von 1908)

Ich: Das hast Du schön gesagt August! Eine Brezel auf den Hackeschen Markt!

Wir nehmen dem Brezelmann am Eingang zwei Stück ab und begeben uns daran knabbernd zum Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße. Ich versuche ihm zu erklären, dass man heute alle Informationen im Internet findet.

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05.12.2009

Elektro, der

Steffka in am 5. Dezember 2009, 09:49   5 Kommentare »

In Berlin wurde schon immer gerne getanzt und das Amüsement großgeschrieben. Dabei ist der Elektro heute das, was Swing in den 20er Jahren war. Eine ganze Subkultur ist rund um diese Musik entstanden, mit zahlreichen Menschen, die sie lieben, pflegen und leben. Und Berlin bietet für diesen Lebensstil den richtigen (Tanz-)Boden und ausreichend Nischen, um sich vor dem endgültigen Erwachsenwerden zu drücken. Und es ist nicht nur das inzwischen in jedem Reiseführer vermerkte Berghain, das die Touristen und Bewohner anzieht, sondern eine derart florierende Clubszene, dass einige DJs in einer Nacht in drei Locations auflegen und niemand von allen Partys weiß.

Eine genaue Definition von Elektro gibt es nicht – Unwissende könnten es versehentlich als Abkürzung für elektronische Musik im Generellen verstehen, was vielen Partygängern allerdings die Tränen in die Augen treiben würde – denn zwischen Techno, House, Elektro, Drum’n‘Bass und allen weiteren Spielarten gibt es eklatante Unterschiede. Elektro ist letztlich immer das, was die Szene definiert und diese definiert es vor allem als Lebensgefühl, das sich unter anderem auch durch extravagante Outfits, riesige Netzwerke, surreale Veranstaltungsorte mit liebevoller Deko, die Offenheit für musikalische Experimente und nicht zuletzt einen erheblichen Drogenkonsum auszeichnet.

Elektro das symbolisiert für viele Berlin – ein nächtlicher Abenteuerspielplatz auf dem mal eben hunderte Kilo Konfetti verschüttet werden, eine riesige Diskokugel die ersten Sonnenstrahlen des Sonntags auffängt, während sich einige Menschen zu Hause frisch machen, um die AfterHour und ihren ganz persönlichen Lieblings-DJ mitzunehmen. Viele schlafen am Wochenende gar nicht: es ist problemlos möglich, sich über 72 Stunden von Party zu Party zu hangeln: Villa, Ritter Butzke, Wilde Renate, ZMF, Club der Visionäre, Berghain, Watergate, Maria und Ballhaus Ost oder Bar 25. Die Online-Community der Szene trägt den schönen Namen Restrealität – soviel Realität wie eben übrig bleibt, wenn man mit vielen Menschen zwei Tage lang zu elektronischen Beats auf und ab gehüpft ist. Für Einsteiger: der Film Berlin Calling .

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03.12.2009

Donnerstag, den 3. Dezember 2009

Steffka in am 3. Dezember 2009, 17:35   2 Kommentare »

Heute mal in Fastkonkurrenz zur Abendschau, das Beste vom Tage oder was vom Tage übrig blieb: Für einige Fahrgäste der S8 gab es heute allen Anlass, das Unternehmen Deutsche Bahn windig zu finden.

01.12.2009

Alex, der

Steffka in am 1. Dezember 2009, 10:05   19 Kommentare »

Alex, der; Abk. für Alexanderplatz, der
„Na vom Alex, da ist die Aussicht ja ganz einmalig“ hört man hier und dort die Zugezogenen sagen. Über den kapitalen Fehler „Alex“ zum Fernsehturm zu sagen, hilft dem gemeinen Berliner außer Gekicher nur die Vorstellung hinweg, dass es ja mit „Telespargel“ noch schlimmer kommen könnte. Und irgendwie ist es ja auch ganz putzig, wenn einem erklärt wird, dass der „Alex“ sich ja jetzt zweimal in der Stunde dreht.

Benannt nach dem Zar Alexander, macht der tatsächliche Alex vor allem als Luftbild (vom Fernsehturm oder nachts vom Weekend aus) einen sympathischen, aufgeräumten Eindruck. Dieser verfliegt schnell, sobald man sich direkt auf Augenhöhe mit dem Eingang zum Alexa oder dem Kaufhof befindet, wobei die aktuellen stadtplanerischen Entwicklungen erstaunlicherweise dazu führen, den eher uncoolen Charakter noch zu stärken. Mit seiner sperrigen Anmutung dient der Alex täglich tausenden Berlinern als ÖPNV-Knoten, Arbeitsplatz oder als Shoppingparadies. Verweilen möchte man in der Regel trotzdem nicht oder nur, wenn es unbedingt sein muss. Ausgenommen von diesem Normalverhalten sind Punks und jugendliche Partykids – diese empfinden scheinbar eine unerklärliche Faszination für den Ort und halten sich in der Regel gleich 24/7 dort auf.

Der Alexanderplatz repräsentiert Berlin eigentlich ganz gut: nicht schön, nie fertig gestellt und auf eine kauzige Art lebendig. Davon abgesehen, dass das letzte vorhandene Grün samt Biergarten einem weiteren Konsumklotz weichen musste, der sich unerklärlicherweise überhaupt nicht in den marmornen Stil der restlichen Gebäude einpasst, gibt es am Alex wenig Überwältigendes. Er lässt sich daher – stur wie eine Berliner Bäckersfrau – nur mit einer ordentlichen Portion Berlinliebe und Entdeckerlust liebgewinnen oder vielleicht durch die Lektüre des nach ihm benannten Romans von Alfred Döblin.

Seine Unangepasstheit verwandelt das ehemalige Herzstück des sozialistischen Ostberlins allerdings auch in eine charmante Option für verschiedene Anlässe. Wenn tausende Menschen am Alex zusammen kommen, hat es oft etwas mit Protest oder gar mit Umsturz zu tun. Schon während der Märzrevolution 1848 und eben auch im November 1989 . Wahrscheinlich sind es diese historischen Schwingungen kombiniert mit dem individuellen Einzelwahnsinn der vielen Durchreisenden, die dem Platz seinen warmen Herzschlag geben.

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30.11.2009

Der HSB-Weihnachtskalender kommt!

Steffka in am 30. November 2009, 20:14   1 Kommentar »

Liebe Leser,

das Hauptstadtblog hat sich in diesem Jahr ein ganz besondere Überraschung für euch ausgedacht: Anstatt eines Adventskalenders gibt es 24 Tage lang ein Bloxikon, ein Berliner A-Z der besonderen Art. Ihr dürft euch also bis zum 24. Dezember jeden Tag auf einen neuen Beitrag zu einem typischen Berliner Thema freuen und natürlich – gerne auch in weihnachtlich angehauchter Stimmung – kommentieren! Wir freuen uns und wünschen euch viel Spaß!

Das HSB-Autorenteam

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26.11.2009

Berlin, den 26. November 2009

Steffka in am 26. November 2009, 11:25   Kommentar schreiben »

Heute mal ganz kurz, spät und schmerzlos: kaufen – Bücher für einen Euro zum guten Zweck; wohnen – Tiergartenbewohner wechseln auffällig oft ihren Lebensort; bauen – die Pläne für

20.11.2009

Sonntags schön in die Kirche

Steffka in am 20. November 2009, 11:45   11 Kommentare »

“Pah”, denkst Du Dir jetzt bestimmt lieber Leser. Fangen die vom HSB jetzt auch noch an christliche Werte zu propagieren und geben Empfehlungen für sonntägliche Kirchenbesuche? Nein, wir möchten euch wenn, dann überhaupt nur darin missionieren, die Schönheit dieser Stadt zu entdecken. Und aus diesem Grunde empfehle ich allen, die noch nie auf dem Kirchturm der Zionskirche waren, diesen unbedingt zu besuchen. Wenn man die etwas klaustrophobische Wendeltreppe (also nix für Oma) und das anschließende Schwindelgefühl überwunden hat, bietet sich einem das – wie ich behaupten möchte – schönste Panorama Berlins.

Bei gutem Wetter kann man die Windränder vor den Toren der Stadt sehen und natürlich sowieso alle tollen Gebäude, dafür ist man auf dem Fernsehturm nämlich irgendwie zu weit oben. Die Kirche öffnet bei erträglichem Wetter jeden Sonntag die Pforten des Turms ab 12 Uhr und gegen einen minimalen Beitrag von einem Euro könnt ihr euch oder eure Besucher beeindrucken. Ganz abgesehen davon, dass sich eine Visite dieser Kirche auch wegen der schlichten Eleganz des gesamten Gebäudes lohnt.

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19.11.2009

Berlin, den 19. November 2009

Steffka in am 19. November 2009, 09:03   8 Kommentare »

Viel passiert ist nicht vom Gestern zum Heute. Da heißt es warten. Wir warten auf den Verkehr, darauf, dass sich die Behörden eindeutig zur Schweinegrippeimpfung äußern, auf eine Entscheidung

12.11.2009

Berlin, den 12. November 2009

Steffka in am 12. November 2009, 08:49   Kommentare

Heute in aller Kürze die momentan (8:26 Uhr) jeweils frischeste Nachricht aus den einschlägigen Lokalteilen und -zeitungen. Sogar ganz ohne Interpretationsversuche… Bei der rot-roten

05.11.2009

Berlin, den 05. November 2009

Steffka in am 5. November 2009, 09:25   10 Kommentare »

Nachdem die ersten kristallenen Flocken aus dem Himmel sowie das idyllische Foo Fighters Konzert im Postbahnhof Schnee von gestern sind, sieht es heute folgendermaßen aus: ein erster Berliner

03.11.2009

Schule im Kino

Steffka in am 3. November 2009, 14:55   2 Kommentare »

In einer Woche beginnen die Schulkinowochen , die in diesem Jahr zum sechsten Mal den Unterricht vor die Leinwand verlegen. Neben der filmischen Aufarbeitung jüngerer Geschichte können Kinder und Jugendliche von vier bis 19 Jahren mit den Protagonisten der 57 gezeigten Filme andere Kulturen erleben oder gesellschaftliche Grenzen überschreiten.

In vielen Vorstellungen begleiten Medienpädagogen die Schüler bei der Reflexion des Gesehenen und helfen so, die Themen zu vertiefen bzw. weitere Anregungen für die Diskussion im Unterricht zu geben. Beim Durchstöbern des Programmhefts stechen Filme wie „Waltz with Bashir“, „Requiem“ oder „Vorstadtkrokodile“ ins Auge, was Lehrer, Schüler und Eltern hoffentlich animiert, auch die restlichen Filmschätze (z.B. „Schiffe aus Wassermelonen“ im türkischen Original; „Die dünnen Mädchen“ Dokumentation oder den Klassiker „The Big Sleep“) zu entdecken. Zwischen dem 11. und 25. November empfehle ich allen Schulklassen für nur drei Euro pro Person und Vorstellung mit einer anderen Form der Bildung zu experimentieren.

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29.10.2009

Berlin, den 29. Oktober 2009

Steffka in am 29. Oktober 2009, 11:07   Kommentare

Wenn man heute einen RBB Mitarbeiter nach seiner Gemütslage fragen würde, dürfte man keine positive Antwort erwarten. Ein Charité-Mitarbeiter des Benjamin-Franklin-Klinikums wäre wahrscheinlich

22.10.2009

Berlin, den 22. Oktober 2009

Steffka in am 22. Oktober 2009, 10:03   Kommentar schreiben »

Heute geht es in Berlin eigentlich nur ums Geld: Wirtschaftssenator Harald Wolf fordert Subventionen zurück, die Ärzte fordern mehr Geld für die Schweinegrippe-Impfung, die Abgeordneten fordern

15.10.2009

Wie im Märchen

Steffka in am 15. Oktober 2009, 18:49   3 Kommentare »

Die Humboldt-Universität feiert aktuell ihren 200. Geburtstag und eröffnet am Montag in diesem Rahmen eine der modernsten Universitätsbibliotheken, das Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum an der Geschwister-Scholl-Straße 1. Im Rahmen einer Tagung durfte ich das Gebäude schon besichtigen und die zahlreichen architektonischen und technischen Überraschungen erleben und bin begeistert. Freiheit und Schönheit waren die Prämissen beim Bau der Bibliothek, die durch den glücklichen Umstand von Berlins finanziell schlechter Situation direkt die HU als Bauherren hatte und so kluge Menschen Einfluss auf die Ausgestaltung nehmen konnten.

Alle Bücher sind frei verfügbar und können über ein RFID und Barcodesystem direkt selbst entliehen werden. Die offene Gestaltung und viele Plätze zum Verweilen schaffen endlich den Raum, den die Studenten der HU oftmals vermisst haben. Die Bibliothek steht neben den Studenten allen Besuchern komplett kostenfrei zur Verfügung – nun liegt es an den Berlinern, dass sich die gut investierten 75 Millionen Euro in Bildung verwandeln. Das wäre dann noch mehr wie im Märchen.

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Donnerstag, den 15. Oktober 2009

Steffka in am 15. Oktober 2009, 08:57   21 Kommentare »

Wenn man heute morgen zur Bäckersfrau gehen und sagen würde „5 Croissants und einmal Nachrichten bitte.“ würde sie einem sicher folgendes entgegnen: Als wissen Se, manchmal, da finde ick

08.10.2009

Donnerstag, der 08. Oktober 2009

Steffka in am 8. Oktober 2009, 11:46   Kommentar schreiben »

Im allgemeinen Regengrau mögen selbst Entschädigungen und waltende Gerechtigkeit kein Lächeln auf die Gesichter der Berliner zaubern. Wer lieber verbissen gucken will, der beschäftige sich mit

01.10.2009

Donnerstag, der 01. Oktober 2009

Steffka in am 1. Oktober 2009, 08:14   19 Kommentare »

Uhhlala – heute zeigt sich Berlin von seiner schmutzigen Seite. Die Aussagen eines Ex-Finanzsenators und die streikenden Gebäudereiniger tragen dazu bei. Ein kleines Gegengewicht ist der Erfolg