03.03.2010
Wilde Wesen in Neukölln
Susanne in Stadtnotizen am 3. März 2010, 22:55 1 Kommentar »
Ein wildes und gemeines Wesen geht um in Neukölln. Im Herbst letzten Jahres ist es online gegangen, Anfang 2010 hat es sich dann auch aufgemacht, den Printbereich zu erobern. (Nullnummer nicht eingeschlossen)
Zu fünft haben sie sich aufgemacht, Mitte Februar sitzen mir noch zwei Personen gegenüber, die hinter dem Projekt stehen. Zu groß war wohl der Schock, der zu bewältigende Berg, wenn es in Druck gehen soll. So haben Maren und Peter jetzt jede Menge zu tun mit der Weiterentwicklung ihres Wesens: Das Blog will täglich bestückt werden, zusätzlich muss die Printversion zusammen- und hergestellt und anschließend auch noch verteilt werden. Acht Seiten monatlich sind es bislang, zwölf sollen es bald schon werden. Werbeplatz ist natürlich auch buchbar, denn in nicht allzulanger Zeit soll sich das gedruckte Wesen selbst tragen. Zumindest die anfallenden Kosten. Aber auch Werbung will organisiert sein. Und das kostet wieder Zeit. Und Einsatz. Und vor allem braucht es mehr Leute.
Der Dreck kommt weg
Susanne in Aufnahmen am 3. März 2010, 11:12 Kommentar schreiben »
28.02.2010
Ist Suhrkamp angekommen?
Susanne in Kultur am 28. Februar 2010, 18:35 26 Kommentare »
Suhrkamp in Berlin, wir haben im HSB verschiedene Andeutungen zu diesem Thema gemacht. Angefangen mit der durchaus berechtigten Frage, ob das mit dem Wechsel denn wirklich wahr sein kann, bis hin zu ersten Indizien, dass der Umzug inzwischen womöglich vollzogen sein könnte.
Darüber hinaus gibt es im Haus Suhrkamp offensichtlich seit Ende letzten Jahres die Taschenbuchreihe suhrkamp nova, in der deutsche Erstausgaben und auch Übersetzungen exklusiv veröffentlicht werden. Darunter einige hübsche “Berlintitel” wie zum Beispiel die unheimlichen Geschichten, unter anderem aus Friedrichshain, wo doch tatsächlich teure, schöne Autos von einem Gespenst in Brand gesteckt werden.
Außerdem das Romandebut der Bloggerin Liz (Elisabeth Rank) mit dem eher nichtssagenden Titel Und im Zweifel für dich selbst. Dieser Titel erschließt sich mir überhaupt nicht, vielleicht kann mir den mal wer erklären. Aber ich habe das Buch gelesen und im Common Reader insgesamt für ausgesprochen lesenswert befunden.
26.02.2010
Eis und Kino: 1 Tag am Boxi zu gewinnen
Susanne in Kultur am 26. Februar 2010, 11:47 Kommentar schreiben »
Das Modersohn-Magazin verlost einen Tag am Boxhagener Platz, bestehend aus zwei Freikarten für den Film “Boxhagener Platz” und zwei Gutscheinen für den Eisbärliner. Dort stehen neben Eis auch Suppen, Kuchen und Getränke zur Wahl.
Die weiteren Konditionen bitte direkt im MoMag nachlesen, Einsendeschluss ist der 3. März. Und am 4. März geht es dann (vielleicht) schon zum Boxi.
23.02.2010
Viele, viele Küsse
Susanne in am 23. Februar 2010, 11:00 10 Kommentare »
Die beiden Akkordeonspieler draußen auf der Straße, zwischen Restschnee und Dreck, singen Bésame mucho und winken mit dem Hut.
20.02.2010
TV-Tipp: Berlin - Ecke Schönhauser
Susanne in Kultur am 20. Februar 2010, 18:24 5 Kommentare »
Heute Abend, 22.30 Uhr im rbb: Berlin – Ecke Schönhauser. In gewisser Weise ein Stück altes Berlin, dennoch mit Wiedererkennungswert. Sollte man unbedingt kennen.
Der Film wird übrigens im Rahmen eines Fernsehabends rund um Wolfgang Kohlhaase gezeigt. Das Programm drumherum verspricht also ebenfalls interessant und informativ zu sein. Dazu gehört unter anderem ein Porträt des Drehbuchautors.
14.02.2010
Selbst ist der Mann
Susanne in Stadtnotizen am 14. Februar 2010, 16:50 Kommentare
Dieser Tage kommen sich zahlreiche Berliner näher, indem sie spontan mit anpacken, wenn ein verzweifelter Autofahrer am Straßenrand wieder und wieder die Reifen duchdrehen lässt. Freifliegende Fußmatten und Wolldecken, sowie ungewohnte Querbewegungen der Fahrzeuge inklusive.
Der Mann auf dem Bild kam jedoch hervorragend allein klar, indem er aus seinem alten Schlachtschiffbenz – Ist das etwa ein Leichenwagen? – eine Axt hervorzauberte.
Anders sieht es vor meiner Haustür aus, direkt an der Kreuzung. Drei bis fünf Fahrzeuge parken dort täglich, und jedes einzelne landet garantiert mit dem rechten Vorderrad direkt auf dem Gulli. Blankes Metall, noch dazu in einer Vertiefung. Sie rollen da quasi hinein, die Autos, wie in eine Falle. Anschließend ist dann das Motorgejaule lange und groß. Und es braucht mehr als einen netten Berliner, um den Wagen da wieder rauszuschaukeln.
12.02.2010
Ende der Eiszeit
Susanne in Stadtnotizen am 12. Februar 2010, 12:01 21 Kommentare »
Eigentlich sollte das Wetter ja kein Thema sein. Es ist sogar verpönt, schließlich kann das jeder selber sehen. Da erübrigt sich jedes Wort. Da kann ich ja gleich übers Wetter schreiben, sage manchmal, wenn ein Thema nichts hergibt. In der heutigen Presseschau wurde es aber – zu Recht – wieder einmal gesagt: Schnee und Eis flächendeckend, überall in Berlin. Und es hört einfach nicht auf.
Ich habe allerdings Glück gehabt. Schluss mit Heulsuse. Endlich! Denn ich habe jetzt das womöglich letzte paar Schuhspikes erwischt. Sieht nicht gut, dafür aber stabil und sicher aus. Sechs kleine, harte Spitzen versprechen die lang vermisste Griffigkeit. (Keinesfalls sollte man damit über Dielen, Parkett oder Teppich latschen.)
Ich teste gleich mal, auf dem Weg zum Müll im Hinterhof. Dort war es nämlich Anfang der letzten Woche derart spiegelglatt, schlimmer als auf den Gehwegen. Und seither hab ich mich einfach nicht mehr dahin getraut.
09.02.2010
08.02.2010
Warnstreik bei der BVG angekündigt
Susanne in Schlagzeilen am 8. Februar 2010, 20:59 11 Kommentare »
Für morgen haben Mitarbeiter der BVG einen Warnstreik angekündigt, der bis in den Nachmittag dauern soll. Völlig lahmgelegt wird der Betrieb zwar nicht, aber es dürfte eng werden. (Quelle: Tagesspiegel)
29.01.2010
Hundeschulung im Winter
Susanne in Stadtnotizen am 29. Januar 2010, 11:50 5 Kommentare »
Der junge Hund muss lernen. Aufgeregt ist er, und aufmerksam zugleich. An jeder Straßenecke hat er Sitz! zu machen und abzuwarten. Bis Frauchen ihm dann weiterzulaufen erlaubt. Richtig so! Wenn schon Stadthund, dann wenigstens gut ausgebildet.
Der Hund schummelt allerdings. Sein Hintern schwebt in gebührendem Abstand zur flächendeckenden Eisschicht auf den Bürgersteigen Berlins. An jeder Kreuzung aufs Neue. Richtig Sitz! ist das nicht.
Doch Frauchen versteht ihren Vierbeiner und lässt es ihm durchgehen. Sieht ganz nach einem prächtigen Verhältnis zwischen den beiden aus.
27.01.2010
Neues Jobcenter in Neukölln: das programmierte Chaos?
Susanne in Stadtnotizen am 27. Januar 2010, 12:36 32 Kommentare »
Erste Eindrücke nach dem Umzug der – das höre ich immer wieder – größten Behörde Deutschlands. Ein Autor von Das gemeine Wesen, einem Magazin aus Nord-Neukölln, hat das vorprogrammierte Chaos im Jobcenter Neukölln besucht:
Der „Empfangsbereich“ wurde komplett abgeschafft, die „Kunden“ des JobCenter müssen sich künftig auch bei Kleinigkeiten, z. B. wenn sie nur Unterlagen abgeben müssen, in ihre „Wartebereiche“ begeben und lange Wartezeiten in Kauf nehmen. … Es waren wohl diese Gründe, die dazu führten, dass viele Menschen orientierungslos durch das Gebäude irrten. Hausverwaltung und JobCenter hatten jeweils Wachschutz engagiert, der in allen Bereichen des Hauses vielköpfig anzutreffen war. Während sich derjenige des Hauses noch um Höflichkeit bemühte, zeigte sich der andere in jeder Hinsicht überfordert. Deeskalation war ihnen ein unverständliches Fremdwort. Oder war es die Uniform, die ihnen da zu Kopf stieg? Schroffer Ton und schroffes Auftreten ließen schlimmste Vermutungen aufkommen.
22.01.2010
Schneemanndemo ist Werbung
Susanne in Schlagzeilen am 22. Januar 2010, 21:59 15 Kommentare »
Entega ist ein hessischer Stromanbieter, die Schneemänner sind aus Kunstschnee, und die Demonstration gegen den Klimawandel ist keine.
Das las ich soeben in der taz. Und es macht mich einigermaßen fassungslos. Obwohl mir diese Plakataktion auch schon ein wenig seltsam vorgekommen ist.
Gundara Produktschau in Treptow
Susanne in Ausflug am 22. Januar 2010, 08:43 Kommentar schreiben »
Letzten Sommer auf dem Designmarkt am Maybachufer habe ich die für mich absolut ideale Dokumentenmappe entdeckt. Etwas, wonach ich schon seit Jahren Ausschau gehalten hatte. Leider habe ich dennoch gezögert, sie gleich mitzunehmen, keine Ahnung, warum.
Inzwischen herrscht krachender Winter, und ich habe den Webshop von Gundara entdeckt, wo ich das seinerzeit Versäumte endlich nachholen konnte. (Wobei ich sagen muss, dass der Shop hier und da noch ein wenig hinkt, offensichtlich wird daran noch gearbeitet – insgesamt hat aber der Ablauf reibungslos funktioniert.)
Wer sich ebenfalls ein Bild von der wirklich ausgezeichneten Qualität der in Afghanistan handgemachten Taschenkollektion machen möchte, hat dazu morgen die Gelegenheit: am 23. Januar, zwischen 12 und 17 Uhr, am Schmollerplatz 17 in Treptow öffnet Gundara das Haus für alle, die sich die Taschen und Rucksäcke einmal genauer ansehen und auch in die Hand nehmen wollen. Letzteres lohnt sich, auf jeden Fall.
Darüber hinaus sind auch noch Woll- und Filzartikel, Teppiche und sogar Einrichtungsgegenstände im Angebot. Und – passend zum Wetter – heiße Getränke: Kaffee, Tee oder Schokolade. Ich selbst schaffe es vermutlich nicht, auch wenn ich sehr gerne mal einen genaueren Blick auf den Tripack werfen würde. Aber vielleicht erzählt mir ja später hier wer davon.
20.01.2010
15.01.2010
Der Wedding wird Blog
Susanne in Kultur am 15. Januar 2010, 23:03 2 Kommentare »
Der Wedding, das jährlich erscheinende Magazin für Alltagkultur, hat seinen Onlineauftritt geputzt und kommt jetzt als Blog daher. Das ist sicher keine schlechte Idee. Gerade einmal vier Wochen alt und fünf Beiträge stark, bleibt allerdings abzuwarten, wie sich das Projekt entwickeln wird. Versprochen sind Geschichten, die vor der Haustür passieren oder in entlegenen Hinterhöfen, im Kneipenmilieu oder in der Pommesbude. Dabei soll der Blick auf das Kleine im Großen gerichtet sein. Das sind große Worte. Da bin ich mal gespannt.
Vielleicht passiert im Blog derzeit noch nicht allzuviel, weil gerade heftig an der nächsten Printausgabe gearbeitet wird. Fest steht nämlich, dass das nächste Heft, die Nummer 3, in Kürze erscheinen wird.
03.01.2010
31.12.2009
Outsider
Susanne in Stadtnotizen am 31. Dezember 2009, 12:07 6 Kommentare »
Da kennen die Berliner ja nichts, habe ich festgestellt. Egal, wie kalt es auch sein mag: sie sitzen draußen. Ich selbst habe auch schon im November vor einer Kneipe gehockt und in aller Ruhe mein Bier getrunken. Aber da war es recht warm, muss ich zugeben. Und Schnee lag auch keiner.
Ich bin ein Weichei, das ist einfach so. Ich sitze in meiner immerhin so etwa 18° warmen Wohnung und knipse nach draußen. Helau! (Ach nein. Guten Rutsch, meinte ich.)
28.12.2009
U-Bahnhofschütteln
Susanne in Schnauze am 28. Dezember 2009, 17:30 14 Kommentare »
z. B. Möhringdamm und Meckernbrücke
27.12.2009
Kleiner Mann trägt Hirnsattel
Susanne in Kultur am 27. Dezember 2009, 08:30 2 Kommentare »
Schönes Buch. Viele tolle Bilder, vorwiegend in Pink gehalten. Wie auch die Überschriften. die sind alle klein geschrieben. das mache ich auch, sogar durchgehend. also nicht nur die überschriften. ich habe damit keine probleme.
Das Buch ist nicht aus Papier. Man blättert Karton, Seite für Seite. Postkartentauglich, so dick. Das gefällt mir überhaupt nicht. Da kann man sich nicht mal vernünftig dran scheiden. Aber Text steht drauf, natürlich. Ganz normaler Text, mit großen und mit kleinen Buchstaben. Wie es sich gehört. Das ist beinah enttäuschend.
Es geht um Geld und Gedichte. Glaube ich. Und um die Hirnschlampe in uns allen. Das graue Ding, mit dem wir leben und arbeiten. Auch um Vögel und Frösche und Hunde. Fische kommen diesmal aber nicht vor. Oder habe ich da was überlesen? Es geht auch noch um vieles mehr. Fetzen, Brocken, kleine Häufchen. Sinnfreie Geschichten, an denen man sich erfreuen kann. Verdrehtes Zeug. Und ziemlich am Ende steht noch ein richtig guter Satz:
Es gibt kein schöneres Gefühl, als so ganz und gar bei sich zu sein.
Genau so steht es da. Das “so” hätte ich vielleicht weggelassen. Dann wäre es ingesamt klarer. Noch klarer. Aber es stört ja auch nicht, dieses “so”. Genau wie das “ja” jetzt, hier. Macht ja nix. Ist alles nicht weiter schlimm.
Gegen Ende geht es auf einmal ganz direkt um Kreativität und Kreative und um die Gefangenschaft als Miethirn. Klingt ein bisschen nach Lobo. Außerdem ist von Selbstbefreiung und der wahren Bestimmung die Rede. Im Leben? Im Job? Im Hirn? Keine Ahnung. Entdecke die Möglichkeiten. Wie in diesem blaugelben Möbelhaus. Unser täglich Billy gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld. Also doch nicht Lobo, eindeutig nicht. Sondern Volker Remy.
Und wer ist jetzt Volker Remy? Kein Gesicht auf jeden Fall. Aber eine eigenartige Marke. Vielleicht.
Volker Remy, Der Imperator im Damensattel – Dein täglicher Triumph, Graco Verlag, 14,98 €
24.12.2009
20.12.2009
Heute: Demo gegen Neonazis in Neukölln
Susanne in Schlagzeilen am 20. Dezember 2009, 14:06 52 Kommentare »
Im Norden von Neukölln häufen sich in letzter Zeit offensichtlich Pöbeleien, Anschläge und sogar Morddrohungen von rechtsextremen Gruppierungen oder Einzeltätern.
Für diesen Sonntag, 17 Uhr, ruft ein Bündnis aus linken Projekten und Kneipen am U-Bahnhof Hermannplatz zur Demonstration gegen Rechts auf.
mehr dazu im Tagesspiegel
18.12.2009
Monika und John
Susanne in Stadtnotizen am 18. Dezember 2009, 20:00 2 Kommentare »
… suchen eine Wohnung in Berlin und zwar dringend. Die Voraussetzungen sind etwas kompliziert, man kann sie zum Teil in Monis Blog nachlesen und ganz sicher auch per Mail nachfragen. In jedem Fall scheint es angesagt, sich ein wenig umzusehen oder umzuhören und sei es nur im eigenen Block. Wäre doch schade, wenn sich da irgendwo das exakt passende Objekt einfach nur ein bisschen versteckt hätte.
17.12.2009
Quadriga, die
Susanne in Bloxikon am 17. Dezember 2009, 16:51 Kommentar schreiben »
Quadriga, die; 1793 aufgestellt, Skulptur von Johann Gottfried Schadow, steht auf dem Brandenburger Tor
Stolz steht Viktoria in ihrem Streitwagen, der von vier nicht minder stolzen Pferden gezogen wird. Über ihr der Siegeskranz, wie ein Heiligenschein. Darauf der Adler, natürlich, was sonst. Viktoria, die Siegesgöttin, schaut auf den Pariser Platz hinunter, das kurze Prachtstraßenstück Unter den Linden entlang, bis dahin vielleicht, wo zurzeit weder ein Palast noch ein Schloss steht.
Viel erlebt hat sie und weit gereist ist sie auch, die sechs Meter hohe Stulptur aus Kupfer. Verschiedene Kriege spielen dabei eine Rolle, wie es sich für ein Schlachtgespann gehört. Napoleon entführte die Quadriga 1806 nach Paris, von wo sie jedoch bereits 1814 siegreich zurückkehrte. Den ersten Weltkrieg hat sie offensichtlich gut überstanden, im zweiten wurde sie dann allerdings fast vollständig zerstört. Dementsprechend tront heute eine komplette Rekonstrution auf dem ebenfalls sauber restaurierten Brandenburger Tor. Lediglich ein einziger Pferdekopf ist noch im Original erhalten, dieser ist im Märkischen Museum zu sehen.
Unvergessen bleibt natürlich die Zeit im Niemandsland, mehr oder weniger zufällig zwischen Ost und West geraten wird die Quadriga, zusammen mit ihrem Sockel, zu einem Symbol des kalten Krieges. Fast dreißig Jahre stand die Siegerin einsam und unerreichbar da und befand sich doch im Blickfeld der ganzen Welt. Damals übrigens ohne Adler, und auch das zwischenzeitlich ergänzte Eiserne Kreuz verschwand im real existierenden Sozialismus spurlos.
Doch auch Friedens- und Freundenfeiern haben ihren Preis. Die Öffnung des Brandenburger Tores am 22. Dezember 1989 und vor allem die große Silvesterparty 1989/90 haben der Quadriga schwer zu schaffen gemacht. Die Siegesgöttin und ihr Gefährt wurden so stark beschädigt, dass sie zwei Jahre später erneut restauriert werden mussten. Das Ergebnis – jetzt wieder mit Adler – ist heute mitten in Berlin zu bewundern.
16.12.2009
Berliner Verhältnisse
Susanne in Stadtnotizen am 16. Dezember 2009, 21:34 12 Kommentare »
Berliner Verhältnisse beginnen bundesweit Schule zu machen. Wie ich soeben erfahre, wurde die S-Bahn in Wuppertal unter dramatischen Umständen für ein halbes Jahr stillgelegt. Das ist eine Katastrophe: die Schwebebahn fährt nicht mehr, wegen statischer Probleme. Und das, wo die gute alte Dame doch gerade runderneuert wird. Oder wurde? Vielleicht gerade deshalb…
Die Tatsache, dass ich diese Neuigkeit auf Ölbergisch lesen musste, spricht darüber hinaus für den schleichenden Tod des Wupperblogs. Schade!
Wir hier in Berlin machen natürlich weiter. Ob mit oder ohne S-Bahn, darauf kommt es gar nicht an. Das wird sich hoffentlich auch bald mal entscheiden. Vielleicht irgendwann im nächsten Jahr…