29.08.2010

Auf der Schlosswiese

Susanne in am 29. August 2010, 22:59   Kommentar schreiben »

Genau dort hat der Freitag ein Gespräch mit den Architekten Francis Keré, Arno Brandlhuber und Benjamin Foerster-Baldenius geführt. Darin sagt Keré den Satz, der es wohl am Besten trifft:

Zubauen ist nicht immer ein Heilmittel.

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20.08.2010

Döner wird teurer

Susanne in am 20. August 2010, 19:50   5 Kommentare »

Der Berliner Döner könne in den nächsten Monaten um zirka 20 Cent anziehen, so Mehmet Özkan, der Vorstandsmitglied des Vereins türkischer Dönerhersteller in Europa.

Das ist wirklich hart! Ob unter den Umständen die Ernährung großer Teile der Berliner Bevölkerung Berlintouristen noch gesichert sein wird?

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18.08.2010

Kunst am Schrank

Susanne in am 18. August 2010, 15:34   7 Kommentare »

Genau genommen am Kühlschrank. Und – falls sich mal wieder jemand sofort erinnern mag – ja, das Ding ist auch schon vom gemeinen Wesen verbloggt worden. Sogar mit Künstler, ich weiß. 4rstist hatten wir aber 2007 auch schon mal.

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17.08.2010

Kunst am Bau

Susanne in am 17. August 2010, 17:33   9 Kommentare »

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16.08.2010

Neukölln versteinert

Susanne in am 16. August 2010, 20:44   38 Kommentare »

Alltag in Neukölln. Wer in den Seitenstraßen unterwegs ist, gerne auch mit dem Rad, wie ich, fährt mitunter Slalom um die Hinterlassenschaften der Bevölkerung. Damit ist nicht nur die Scheiße gemeint, die von der Hundebevölkerung tagtäglich in Massen hergestellt und zur freien Verfügung hinterlegt wird. Es gibt auch jede Menge Müll. Abgewetzte Sessel und Sofas, alte Kühlschränke, restlos zerhackte Schrottcomputer und ausgediente Fernseher natürlich. Unzählige alte Röhrenbildschirme, die Dinger scheinen völlig aus der Mode zu sein. Deshalb landen sie derzeit zuhauf am Straßenrand, wo sie nun offensichtlich schon versteinern. Schlimm!

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14.08.2010

Sonnabend, den 14. August 2010

Susanne in am 14. August 2010, 11:11   3 Kommentare »

Gestern war der Tag der Erinnerungen an den Mauerbau vor 49 Jahren. Unter anderem wurde deshalb die Britzer Allee umbenannt in Chris-Gueffroy-Allee. Chris Gueffroy wurde im Febraur 1989 erschossen

13.08.2010

Mann beißt Hund

Susanne in am 13. August 2010, 18:30   12 Kommentare »

Ach nee, doch nicht. Wieder nur ein Sommerloch.

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Der Teufel ist zurück

Susanne in am 13. August 2010, 15:33   Kommentar schreiben »

Also zumindest seine Urne, die neben dem Grab von Rudi Dutschke gefunden wurde. Das Abendschaublog weiß sogar von einem darin gefundenen Zettel, auf dem steht: „Was für ein teuflischer Spaß? Das hätte dir gefallen.“

Nun ja, abwarten.

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Kunst in Neukölln

Susanne in am 13. August 2010, 15:28   4 Kommentare »

… kommt automatisch!

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09.08.2010

Alex(a) ist primitiv

Susanne in am 9. August 2010, 22:25   20 Kommentare »

Meint zumindest Hans Kollhoff im Tagesspiegel. Und wo er recht hat, da hat er recht. Also vor allem mit dem, was er zum Beispiel über das Alexa sagt. Das sieht man allein schon an der Webseite, ganz eindeutig. Und auch in echt sieht das Ding aus wie aus billigstem Ministeck zusammengebastelt.

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Scholarship of Sound 2010 - exklusive Workshopwoche in Berlin

Susanne in am 9. August 2010, 15:30   Kommentar schreiben »

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Es ist nur ein Anfang, aber es ist bereits eine ziemlich große Sache. Groß auf jeden Fall für die 10 jungen TeilnehmerInnen aus England, Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Norwegen und Deutschland. Sie sind es, die aus fast 600 Bewerbern ausgewählt wurden, um nach Berlin zu reisen und hier vom 31. Juli bis zum 7. August eine prall mit Workshops und Wissen gefüllte Woche verleben zu dürfen.

Zum ersten Mal gab es in dieser Woche das AKG Scholarship of Sound, das von nun an voraussichtlich jedes Jahr stattfinden und bereits im kommenden Jahr global ausgeschrieben werden soll.

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Zu Musik gehört immer auch die liebe Technik und das nicht nur in den letzten paar Jahren. Jeder, der jemals mit Musikern zu tun hatte, weiß dass es immer schon so war. Kein Gitarrist, der sich nicht auch um die Soundeffekte sorgen würde. Kein Schlagzeuger, dem nicht einen ganz gewisses Volumen vorschwebt. Keine erste Geige, die nicht informiert darüber ist, welcher Tonabnehmer speziell für ihr Instrument der absolut beste ist.

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Und alle zusammen geraten ins Grübeln, wenn es um Bühnen- oder Aufnahmetechnik geht. Von Studiotechnik ganz zu schweigen.

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Soundtechniker sind unersetzlich und erst recht ist das der Fall, wenn es um elektronische Musik oder DJing geht. Sound ist eine Kunst für sich. Und es braucht Soundkenner, die die Klangproduktion abschmecken können wie andere einen gut gelagerten Wein. An dem Punkt setzt AKG an und beginnt in Berlin AKG Studio eine fundierte Nachwuchsförderung.

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07.08.2010

Sonnabend, den 7. August 2010

Susanne in am 7. August 2010, 13:04   27 Kommentare »

Urlaubszeit, wir haben schon wieder einen temporären Autorenausfall. Deshalb nur schnell die Top-Meldung des Tages: Jemand hat sich einen Scherz mit der Urne von Fritz Teufel erlaubt.

02.08.2010

Montag, den 2. August 2010

Susanne in am 2. August 2010, 08:22   11 Kommentare »

Sebastian treibt sich wer weiß wo herum, deshalb muss ich heute ran. Von mir gibt es die Schlagzeilen kurz und knackig und auf dem Stand von gestern Nacht, anders geht’s leider

28.07.2010

Zur Kommentarpolitik im HSB

Susanne in am 28. Juli 2010, 15:10   Kommentare

Seit geraumer Zeit bemühen wir uns nach Kräften, das Kommentargeschehen im HSB zu bewältigen, doch auch für uns läuft auf diesem Gebiet so manches nicht zu unserer Zufriendenheit. Das spiegelt sich nicht zuletzt in einer verstärkten Kritik unserer Leserschaft. In den letzten Wochen haben wir darüber diskutiert und versucht, eine Lösung zu finden. Die Überlegungen reichten dabei von einer vollständigen Moderation im Vorfeld über eine Vorabregistrierung mit gültiger Emailadresse bis hin zu erneuten kompletten Schließung der Kommentare. Letzteres wollen wir eigentlich nicht.

Aus unserer Sicht gibt es zwei Hauptprobleme:

Einerseits ist es so, dass wir im Kern etwa sieben bis zehn Einzelpersonen sind, die im normalen Tagesablauf verschiedenen Berufen und Berufungen nachgehen, die mit dem HSB oft nur marginal zu tun haben. Ein persönlicher Austausch findet zwar statt, doch das geht nicht immer sofort im nötigen Moment. Daraus resultiert eine Pluralität in den Beiträgen und gewählten Themen, ebenso aber zwangsläufig ein individueller und subjektiv geprägter Umgang mit den Kommentaren.

Darüber hinaus ist es jedoch so, dass die rechtliche Verantwortung – besonders auch für die Kommentarentwicklung – letztendlich bei dem jeweiligen Autor des Beitrags liegt und in letzter Instanz dann ggf. bei mir als Betreiberin des Blog. Aus diesem Grund müssen wir auf die Einhaltung bestimmter Normen achten. Dazu gehören unter anderem: Entfernung bedenklicher Verlinkungen, Beachtung des Urheberrechts, Entfernung unbelegter Tatsachenbehauptungen, Beleidigungen, Verleumdungen, usw.

Zusammengefasst bedeutet das:

Kommentare werden von den einzelnen Autoren individuell je nach Möglichkeit und persönlichen Vorlieben akzeptiert, moderiert oder auch mal ausgeschaltet. Hierbei werden insbesondere rechtliche Aspekte berücksichtigt. Darüber hinaus erwarten wir einen respektvollen Umgang miteinander.

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15.07.2010

Acht Männer um ein Loch, ratlos

Susanne in am 15. Juli 2010, 10:31   84 Kommentare »

Acht Männer und ein Loch in Neukölln, der nächtliche Stromausfall wird ausgegraben. [HSBengl]

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14.07.2010

Neue Neuköllner Straßenmöblierung

Susanne in am 14. Juli 2010, 14:18   18 Kommentare »

Neulich bin ich ein wenig erschrocken. So etwas hatte ich bislang nur so Richtung Mitte, Prenzlauer Berg oder vielleicht noch Friedrichshain gesehen. Aber nicht hier in Neukölln. Nein!

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09.07.2010

Morgen: Sternmarsch aufs Rote Rathaus

Susanne in am 9. Juli 2010, 13:43   34 Kommentare »

Und zwar um die Stadt zu retten, unsere Stadt. Nicht weniger als das. Morgen, am 10. Juli um 15 Uhr geht es von sechs unterschiedlichen Standpunkten aus los, da ist sicher für jeden was dabei. Ich kann leider nicht, ich hab diese Wochenende diverse Jobtermine. Schade! Ist doch immer wieder ein netter Zeitvertreib, so eine Sommerdemo. Fast so schön wie Fußball, aber das ist ja nun vorbei. Von daher …

Scherz beiseite. Der Megaspree Sternmarsch ist eine von vielen Initiativen unterstütze Angelegenheit, die sich im weitesten Sinne um die fortschreitende Gentrifizierung sorgt: Ökologie, Stadtplanung, Freiräume, bezahlbare Mieten, aber auch der geplante Ausbau der A100 ist ein Thema. Einiges davon liegt mir tatsächlich am Herzen.

Näheres zu der Demo hat Claudia (Nein, es handelt sich nicht um Claudia HSB!) eben im Modersohn Magazin zusammengefasst. Da gibt es auch noch ein paar interessante Links.

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07.07.2010

Mein Fußballkiez

Susanne in am 7. Juli 2010, 20:26   122 Kommentare »

So sieht es bei mir auf der Kreuzung aus. Die Menschen kommen von überall und bringen ihre Stühle und Barhocker mit. Sie hocken sich vor den Eckkiosk, wo der Betreiber eine Art Leinwandwagen selbst gebaut hat. Noch ein Paar Tische, Schirme und Bänke dazu. Das ist alles. Aber die reichen schon lange nicht mehr, denn es werden doppelt so viele Menschen sein, in einer Viertelstunde etwa.

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27.06.2010

Die klassische Vuvuzela

Susanne in am 27. Juni 2010, 11:15   3 Kommentare »

Uwe, Stefan und Helge sind Mitglieder des Konzerthauses Berlin und zusammen bilden die Vuvuzelagruppe des traditionsbewußten Orchesters. Im folgenden Video werden die Wurzeln dieses alten Instruments ausgelotet, die Spieltechnik erläutert und darüber hinaus einige klassische Stücke angespielt.

Hoffentlich spielen „unsere Jungs“ in Südafrika heute auch so schön!

Quelle: ZEIT-Online Video

(Mehr Informationen, insbesondere zur Instrumentenkunde, finden sich bei ryuus Hort, besten Dank dafür.)

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21.06.2010

Business as usual

Susanne in am 21. Juni 2010, 13:14   3 Kommentare »

Der Graco Verlag, der für eines der stimmigsten Berlinbücher überhaupt verantwortlich ist, stellt darüber hinaus vorwiegend Businessratgeber her, die mal mehr und mal weniger passen. Volker Remys Werke kommen kreativ und amüsant daher, ja, sie sind sprachlich, vor allem auch in ihrer Gestaltung attraktiv. Und: man kann sie tatsächlich ernst nehmen. Wenn man unbedingt will. Dafür bleibt auf jeden Fall ausreichend Raum.

Abrecht Kiesow dagegen warnt die Leser seines Buches WENIGER ARBEITEN MEHR VERDIENEN gleich im zweiten Absatz seines Vorworts:

Einige von Ihnen werden dieses Buch nicht zu Ende lesen, weil sie beim Lesen erkennen, dass sie sich, um Erfolg zu haben, ändern müssen. … dafür muss man seine Vorstellungen, seine Überzeugungen, sein Selbstbild überprüfen und notfalls ändern. Man muss an etwas anderes glauben. Und dazu sind viele Menschen nicht bereit.

Starker Tobak, erinnert mich gleich an diese Tschakka-Seminare mit brüllenden und hüpfenden Motivationsschlipsträgern an der Spitze. Weiter gelesen habe ich aber trotzdem erstmal. Ich habe sogar bis zu Ende gelesen, obwohl mir recht bald klar war, dass ich zu der Sorte Mensch gehöre, für die dieser Art Ratgeber nicht gemacht sind. Doch darüber kann ich mich jetzt nicht beschweren, das steht schließlich in schönen güldenen Lettern als Untertitel auf dem Cover: ERFOLGSSTRATEGIEN FÜR SELBSTSTÄNDIGE UND LEITENDE ANGESTELLTE. Für mich als kreative Einzelkämpferin ist das definitiv nix.

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28.05.2010

Erste Berliner Stiftungswoche vom 1. - 10. Juni

Susanne in am 28. Mai 2010, 11:26   2 Kommentare »

Vom 1. bis zum 10 Juni findet die 1. Berliner Stiftungswoche statt. Mit dabei sind fast 80 Stiftungen und Organisationen unterschiedlichster Art, ebenso wird es an die 80 Veranstaltungen geben. Dabei sind unter anderem Themengebiete wie Kunst und Kultur, Bildung und Ausbildung aber auch Umwelt und Natur vertreten.

Das Programm sollte man sich aber nicht unbedingt knochentrocken vorstellen. Das Spektrum erstreckt sich von einer Podiumsdiskussion mit Gesine Schwan über eine Stipendiumvergabe durch Christina Rau bis hin zur kommunalka, einem osteuropäischen Festsaal, der sich über drei Nächte erstreckt. Vom 3. bis 5. Juni gibt es im Ballhaus Ost viel Musik und Theater, Radio und Film, außerdem Kochen. Dabei sollen vor allem auch Mitbürger aus den osteuropäischen Nationen in Berlin sowie Berlin selbst zu Wort kommen.

2009 war übrigens ein Rekordjahr für Berlin, zumindest was die Errichtung von Stiftungen angeht. Für 2010 sind bereits acht weitere mit einem Kapital von rund vier Millionen Euro zu vermelden.

„Die Berliner Stiftungswoche ist eine großartige Chance, die Öffentlichkeit über das vielfältige und gemeinnützige Wirken von Stiftungen in der Hauptstadt aufzuklären.“ Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsektretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen

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27.05.2010

Hartz IV - ganz am Rand, aber überall

Susanne in am 27. Mai 2010, 12:03   96 Kommentare »

Es ist eines der Berliner Themen, keine Frage. Auch hier in den Kommentaren taucht es immer wieder auf, selbst wenn es gar nicht Thema des Berichts ist. Vielleicht weil so viel darüber geschrieben wird derzeit. Jeder weiß oder kann was auf dem Gebiet, alle haben eine verdammte Meinung dazu. Auch die Herren Außen- und Finanzminister zum Beispiel. Wobei diese beiden sicherlich andere Absichten haben als eine dürftige Meinungsäußerung. Da dürfte es um irgendwelche Taktiken gehen, doch das soll hier nicht Thema sein.

Gestern tauchte in dem Hamburger Blog von Käthe Feinstrick ein ganz anderer Ton auf, einer, den man vielleicht öfter zum Schwingen bringen sollte. Im folgenden zitiere ich kommentarlos aus dem Beitrag Am Rande:

Ich habe zurzeit beruflich viel mit Menschen zu tun, die von unserer Gesellschaft zum Abschaum der Nation erklärt worden sind und bestenfalls mit Häme, schlimmstenfalls mit Hass bedacht werden. Es sind Menschen, die immer am Rande stehen und dennoch ständig auffallen – weil sie zu schräg, zu fett, zu ungebildet, zu teuer sind. Sie liegen uns ehrlichen Steuerzahlern auf der Tasche und zocken den Staat ab, statt sich endlich mal an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ihrer selbst verschuldeten Misere zu ziehen. Andere schaffen es ja schließlich auch.

Viele von ihnen haben Schicksalsschläge erlitten, an denen andere zerbrechen würden. Sie erfahren immer wieder Ablehnung und geben dennoch nicht auf. Sie sind bereit, jeden Job anzunehmen (wirklich JEDEN), nur, um nicht länger vom Staat abhängig sein zu müssen. Sie werden von skrupellosen Zeitarbeitsfirmen ausgebeutet, um ihren Lohn geprellt und wie Dreck behandelt. Ihre Ansprechpartner bei der ARGE machen sich nicht die Mühe, ihnen wirklich zuzuhören, auf ihre Wünsche und Bedürfnisse einzugehen. Sie dürfen nämlich keine Wünsche haben. Schließlich leben sie auf Staatskosten. Das macht sie automatisch zu rechtlosen Wesen, die wie Kriminelle behandelt werden.

Je länger ich mit diesen Menschen arbeite, desto mehr steigt meine Wut auf einen Staat, der es zulässt, Millionen Bürger zu stigmatisieren, wie Aussatz zu behandeln. Sie werden in “Maßnahmen” gesteckt, die selten wirkungsvoll und zielgerichtet sind, dafür aber die Statistiken beschönigen. Man tut so, als sei es ihre Schuld, dass sie keine Arbeit finden, nur um nicht zugeben zu müssen, dass auf dem deutschen Arbeitsmarkt für Menschen mit wenig Bildung oder sehr krummen Lebensläufen einfach kein Platz mehr ist. Weil uns die Ideen und der Mut fehlen, wie wir nachhaltige Arbeitsplätze auch und gerade für diese Zielgruppen schaffen können, schieben wir ihnen einfach den Schwarzen Peter zu. Das ist ja viel praktischer. Dabei werden viele von ihnen nie wieder in ihrem Leben eine angemessene Arbeit finden, so sehr sie sich auch darum bemühen.

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25.05.2010

Servicepoint im Supermarkt

Susanne in am 25. Mai 2010, 21:27   3 Kommentare »

Kopie: 10 Cent. Ohne Strom allerdings und der Rest ist auch irgendwie Müll. Zum Glück stehe ich in der Schlange vor dem Kundendienst direkt daneben. Echte Menschen hinter dem Tresen, ziemlich unter Strom.

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23.05.2010

Karnevalsmännlein

Susanne in am 23. Mai 2010, 18:24   4 Kommentare »

Oder doch nicht? Ich meine, was ist denn das da? Am unteren Ende des Halses?

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19.05.2010

Die Zukunft des Tempelhofer Felds

Susanne in am 19. Mai 2010, 14:02   27 Kommentare »

Darüber wird ja seit geraumer Zeit vielfältig gerätselt. Und dazu gab es gestern einen aufschlussreichen Bericht im Gemeinen Wesen aus Neukölln, wo es unter anderem heißt:

Geht es nach den Plänen des Berliner Senats, dann ist die Herrlichkeit aber in ein paar Jahren wieder vorbei – für viele jedenfalls. Wenn, wie geplant, die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) im Jahr 2017 hier stattfinden soll, dann wird es zunächst eine Umbausperrung geben müssen. Die Kosten für das Großereignis werden auf etwa 50 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Sie sollen teilweise durch die Eintrittspreise wieder hereingeholt werden, die sich laut Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer pro Nase auf 16 Euro belaufen werden.

Ich halte ja die IGA grundsätzlich für eine gute Idee, wie ich bereits im Modersohn Magazin geschrieben hatte. Einfach als Gestaltungsimpuls, den das Feld auf lange Sicht ohne Zweifel braucht. Was dabei letztendlich herauskommt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Und wenn danach Eintritt verlangt wird und womöglich Rad fahren, Drachen steigen lassen, Fußball und Skaten nicht mehr erwünscht ist.

Ich weiß ja nicht. Passt das zu Tempelhof, Neukölln, Kreuzberg?

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