20.01.2009
Amtseinführungsparty
Ulf in Stadtnotizen am 20. Januar 2009, 11:57 2 Kommentare »
Amtseinführungsfeier in den USA. Heute. Das geht an Berlin nicht spurlos vorbei. Wem die offizielle Großraumparty im Goya zu teuer (10€) oder zu voll ist oder wer den zu erwartenden Sicherheitswahnsinn umgehen möchte, hat noch einige andere Möglichkeiten dabei zu sein. Im Amerika Haus beispielsweise gibt es ebenfalls eine Party und die kostet nichts. Oder man guckt sich den Livestream der Goya Party an und tut so, als wäre er dabei gewesen. Mein persönlicher Favorit ist den TVU Player runterzuladen und stundenlang Fox News zu gucken. Das wird bestimmt sehr geil. Wer nicht auf Einsamkeit steht, findet überall in der Stadt verteilt einen Haufen kleiner Veranstaltung, die zum Teil ungenügend kommuniziert sind. Was ist aus der Party im artspace geworden?? Findet das nun statt oder nicht. Was ein Glück, dass wir wieder Kommentare haben. Wer was weiß, möge es mit uns teilen.
19.10.2008
Frauen erschießen ist nicht OK. Auch nicht für Grafiker
Ulf in Stadtnotizen am 19. Oktober 2008, 20:05 Kommentare
Es war mal wieder einer von DIESEN Abenden. Einweihungsparty. Zu viel Wein. Eine Begleitung die schon seit dem morgen versuchte meine Schmerzgrenze sinnloser Kommunikation zu testen. Zwischen salzigem Kuchen und Kürbissuppenschüsseln fiel mir ein winziges Stück Papier in die Hände. Aus normaler Entfernung betrachtet ergaben die beiden Logos keinen Sinn. Hier versuche ich den Effekt hier mit gruseligem, Weichzeichner zu simulieren.
Eine Schnellumfrage unter den anderen Anwesenden ergab vermutete Bedeutungen wie: “Waffen an der Garderobe abgeben und Kleider anziehen” oder “Frauen erschießen ist nicht OK”. Was es wirklich bedeutet erschließt sich einem erst, wenn man das Zettelchen direkt vor die Nase hält. Die Auflösung gibt es, wenn man auf Weiterlesen klickt.
16.10.2008
Danke, liebes Jobcenter!
Ulf in Aufnahmen am 16. Oktober 2008, 08:10 Kommentare
Einen Guten-Morgen-Gruß an alle Künstler, die die Berliner Kultursubventionen in Form der monatlichen ALG2-Überweisung dankbar entgegen nehmen und sich fragen, wie sie diese Dankbarkeit in würdige Worte gießen könnten. Der große Alexander Spree hat es in seiner Ode an die Jobagentin getan.
04.08.2008
Die Braut aus Brandenburg – Kommissar Knorke ermittelt
Ulf in Aufnahmen am 4. August 2008, 23:37 6 Kommentare »
Berlins sexiesten Kommissar verschlägt es diesmal nach Brandenburg. Dicht auf den Fersen sind ihm Wachtmeister Sass und der Chef, denn Knorke steht kurz davor eine schlimme Dummheit zu machen … Wird ihm seine Schwester verzeihen? Wird sein bester Freund jemals wieder mit ihm reden? Und was hat Elvis damit zu tun?
Wer Wert auf bessere Bildqualität legt, findet hier eine höhere Auflösung
25.07.2008
Die Daily Show über Obamas Berlin Besuch
Ulf in Aufnahmen am 25. Juli 2008, 15:53 4 Kommentare »
13.07.2008
Schöne Beschriftungen
Ulf in Stadtnotizen am 13. Juli 2008, 19:58 12 Kommentare »
Mein persönlicher Favorit ist der Frisör aus dem Wedding. Aber auch die kreative Mischnutzung von “ß” und “ss” vom Paule Team ist liebreizend.
08.04.2008
Stimm ab beim achtung – watchberlin – digital award
Ulf in Stadtnotizen am 8. April 2008, 22:31 1 Kommentar »
Das achtung berlin Festival ist mal wieder sehenswert. Vom 16. bis 22 April gibt’s im Babylon/Mitte Berliner Filme des letzten Jahres zu bewundern. So weit so traditionell. Neu ist dieses Jahr eine Sektion Internetfilme mit Berlinbezug die von watchberlin ausgerichtet wird.
Ab sofort sind im Netz zehn Kurzfilme zu sehen, über die die Nutzer abstimmen können. Die beliebtesten drei werden bei der Preisverleihung am 22. April zu sehen sein. Die Gewinner des Awards scheint wiederum eine Jury zu bestimmen. Über dem etwas sehr komplexen Verfahren sollte nicht übersehen werden, dass eine Reihe sehr netter Filme dabei sind. Einige davon waren auch schon im HSB zu sehen. Unter anderem gibt es den Clip des Balloon Projects und selbstverständlich Mord in Moabit – Kommissar Knorke ermittelt
Also am Besten gleich kostenlos registrieren, Filme gucken, mit der kleinen Daumenhochhand bewerten und dann kreischend bei der Preisverleihung aufschlagen.
03.04.2008
Videofundstück: Monster frisst Berlin
Ulf in Stadtnotizen am 3. April 2008, 10:24 2 Kommentare »
Die Zoologin Doris Freigofas, die diesen Dokumentarfilm gedreht hat, betrachtet COLLOSIAEUS URBANUS POYPHAGUS sicherlich nicht als Monster sondern als faszinierendes Lebewesen, das nur seiner Bestimmung nachgeht. Die vielen, vielen Berliner Opfer können diese Sichtweise natürlich nur zynisch nennen.
28.03.2008
13% Ein-Euro-Jobber in Berlin/Brandenburg ??
Ulf in Stadtnotizen am 28. März 2008, 11:52 11 Kommentare »
Ich halte mir wohl unterbewusst die Ohren zu, wenn Meldungen dieser Art kommen. Und so hat mich die Zahl überrascht. Hier noch mal für alle anderen Weghörer: 13% aller Berlin/Brandenburger Arbeitnehmer sind Ein-Euro-Jobber??? Holy F***k!
Wenn mir jetzt auch noch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ausrechnen könnte, wie hoch die Arbeitslosigkeit tatsächlich ist, wenn wir die geringfügig Beschäftigten dazu zählen …. Aber das will ich wahrscheinlich wieder gar nicht hören.
KORREKTUR: Offenbar höre ich nicht nur schlecht zu, ich lese auch nur oberflächlich. Da habe ich mich wohl zu sehr auf die Journalisten der Abendschau verlassen. Also die besagten 13% umfassen Ein-Euro-Jobber und geringfügig Beschäftigte. Danke an “Leser”.
25.01.2008
Folge dem Ballon
Ulf in Aufnahmen am 25. Januar 2008, 12:34 8 Kommentare »
Zugegeben, ganz taufrisch ist das Video nicht mehr. Es muss Ende letzten Jahres entstanden sein. Aber irgendwie ist es uns allen durch die Finger geglitten. Also. Anbei ein Video Fundstück vom Balloonprojekt, auf deren Webseite noch einige andere Videos aus Berlin, New York, San Franzisko und Texas zu sehen sind.
Ich habe keinen Schimmer wer, in welchem Zusammenhang und wieso. Vielleicht kann sich ja jemand an die Aktion erinnern und mir etwas darüber erzählen.
31.12.2007
Silvester ist doch ganz einfach
Ulf in Stadtnotizen am 31. Dezember 2007, 12:42 8 Kommentare »
Ihr geht mir alle auf den *&%$. Echt. Ich habe keine Lust mehr, dieses jährlich wiederkehrende Genörgel zu hören. Warum fühlen sich so viele Leute vom Jahreswechsel unter Druck gesetzt? Silvester ist doch ganz einfach. Das ist ein Fest das von komischen Ritualen lebt und ganz dufte sein kann, wenn man sich nur an diese uralten, unausgesprochenen, gesellschaftlichen Verabredungen hält. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, einen Ablauf des perfekten Silvester Festes zu skizzieren. Für alle die, die zu blöd sind, selber drauf zu kommen.
26.12.2007
Frohe Weihnachten wünscht Kommissar Knorke
Ulf in Schlagzeilen am 26. Dezember 2007, 10:21 5 Kommentare »
Wachtmeister Sass und Kommissar Knorke wünschen allen ein frohes Weihnachten und singen Stille Nacht.
08.12.2007
Gott sprach zu mir in der Marietta Bar
Ulf in Schlagzeilen am 8. Dezember 2007, 17:43 4 Kommentare »
Strenggenommen handelte es sich nicht um Gott, sondern um Göttin. Es war eine Frauenstimme die zu mir sprach. Eine Frauenstimme ohne Körper.
Ich empfand diese Erkenntnis als beruhigend, denn zunächst war ich verunsichert, ob ich nicht letztendlich angekommen wäre. Auf der Schwelle zum Wahnsinn. Wenn man schon Stimmen hört, sollte es wenigstens die von Gott oder Göttin sein, beschloss ich.
Göttin ist irgendwie in der Medienbranche und wollte unbedingt die Ereignisse eines TV-Film Drehs mit mir teilen. Andere bekommen 10 Gesetze die die Welt verändern, eine klare Wegbeschreibung ins Paradies oder zumindest den Befehl, das eine oder andere Land zu überfallen. Ich bekomme einen Drehbericht. Mist.
Zum Glück war alles ganz anders. Gott ist gar keine Medientussi und ich bin auch gar nicht wirklich wahnsinnig. In der Marietta Bar gibt es nur einen tollen akustischen Effekt, der jedem Physiklehrer das pure, rotbäckige Glück ins Gesicht zaubern sollte.
09.10.2007
Mord in Moabit – Kommissar Knorke ermittelt im Filmrausch Palast
Ulf in berichtet am 9. Oktober 2007, 11:19 6 Kommentare »
Wolfgang Schröter hat sich dieses Jahr gewaltig ins Zeug gelegt. Zunächst hat er den Handyfilm Wettbewerb 21MB Moabit! ins Leben gerufen, dann Geld für Poster und den Internet Auftritt aufgetrieben, dann Locations im Stadtteil dafür begeistert als Filmabwurfstellen zu fungieren, dann Seminare gehalten in denen man schneiden und komprimieren lernen konnte. Außerdem hat er Software aufgetrieben mit der jeder völlig legal und kostenlos Videos schneiden kann und das ganz in eine CD gepackt mit der auch der blödeste umgehen können müsste.
Trotz der vielen Mühe gab es dann nur eine Hand voll Einreichungen. Schade.
Nichtsdestotrotz ist es bald so weit. Am 27.10.2007 wird es eine Abschlussveranstaltung im Filmrausch Palast in der Lehrter Straße 35 geben. Die allerdings aus unbekannten Gründen nicht auf deren Webseite erscheint.
Meinen Beitrag gibt es hier und heute im Hauptstadtblog zu sehen. Wer hat bloß die vielen Mädchen mit den traurigen Augen gemeuchelt? Kommissar Knorke und Wachtmeister Sass tappen im Dunkeln.
30.07.2007
Sommer 2007 - Ein Rückblick
Ulf in berichtet am 30. Juli 2007, 12:16 12 Kommentare »
Es mag zu früh sein für einen Rückblick auf den Sommer 2007. Wenn wir aber alle an Weihnachten unter nadelnden Bäumen sitzen, uns die Geschenke überreichen, die wir uns eigentlich nicht mehr schenken wollten, werden wir uns beim Gedanken an den Sommer 2007 an etwa an folgendes erinnern …
19.07.2007
Mückenstinkkerzen sind aus
Ulf in berichtet am 19. Juli 2007, 10:13 10 Kommentare »
Gestern im Einkaufcenter gleich ums Eck.
Rossmann: Autan ausverkauft. Ein guter halber Meter geräuberter Regalfläche steht leer und es gibt nichts mehr im Lager, was man dort unterbringen könnte. Kunden nutzen die Stelle um Produkte abzulegen, die sie doch nicht kaufen wollen. Kaisers: kein Mückentot mehr zu haben. Auch hier wissen die Angestellten nicht, womit sie die gähnende Leere im Regal füllen sollen. Im Minibaumarkt: Eine einsame Flasche eines unbekannten No-Name Anti-Mücken-Produktes liegt einsam ganz hinten an der Wand. Für diese elektrischen Moskito-Geräte gibt es immerhin noch zwei Nachfüllpacks. Mückenstinkkerzen sind aus.
Wer zufällig eine Palette Autan oder vergleichbares Zeug im Keller hat, könnte das Geschäft seines Lebens machen, indem er sich einen Bauchladen bastelt, Abends durch die Berliner Parks zieht und die Griller anspricht. Die werden ihm die Flaschen aus der Hand reißen, die aberwitzigsten Preise zahlen und den Verkäufer obendrein als Messias preisen.
09.07.2007
Kneipen die nach Künstlern benannt sind. Teil 3: Miro
Ulf in berichtet am 9. Juli 2007, 12:01 6 Kommentare »
Auf der Reise durch Berlins Kneipen, deren Wirte vom Bekanntheitsgrad möglichst toter Künstler schmarotzen wollen, habe ich mich diesmal so richtig trottelig angestellt. Machen wir es kurz. Das Miro in der Raumerstraße 28/29 ist ein anatolisches Restaurant mit wahrscheinlich köstlichen Lamm- und leckeren Auberginengerichten.
Mit dem Künstler Joan Miró hat der Laden aber nichts zu tun. Weder in der Karte noch im Ambiente wird Bezug auf ihn genommen. Und das ist auch kein Wunder. Miro ist nämlich, nach Aussage des sehr freundlichen Kellners, einfach ein Kurdischer Name. Also haben wir es mit dem Äquivalent zu „zu Bodo“ zu tun. Oder „Babsis’ Brause Bude“. Oder “Paule 19”. File closed.
29.06.2007
Kneipen die nach Künstlern benannt sind. Teil zwei. Café Chagall
Ulf in berichtet am 29. Juni 2007, 14:31 2 Kommentare »
Epilog: Damals, als ich noch in die Kirche ging, kam in jeder zweiten Predigt unseres Pfarrers der Satz vor: „Da fällt mir ein Bild von Marc Chagall ein …“. Das ging uns Konfirmanden ganz schön auf den Sack. Kein Wunder, dass wir Chagall doof fanden, ohne je ein Bild von dem Mann gesehen gehabt zu haben. Chagall war einfach unten durch.
Am Senefelder Platz, gleich gegenüber vom Pfefferberg, gibt es schon annähernd ewig das Café Chagall. Auf meiner Tour durch die nach Künstlern benannten Lokale der Stadt, muss ich also die pfarrerbedingte Chagall Abneigung hinter mir lassen und nehme Platz.
22.06.2007
Kneipen die nach Künstlern benannt sind. Teil 1: Van Gogh
Ulf in berichtet am 22. Juni 2007, 13:17 4 Kommentare »
Einen guten Namen für eine Kneipe zu finden ist schwer. Die Bezeichnung soll ein aufregendes Image verbreiten und gut zu merken sein. Kurzerhand nennen einige Wirte ihre Etablissements nach bekannten Künstlern. Warum auch immer. Vielleicht weil Künstler angeblich so viel saufen? Häufig besteht kein erkennbarer Zusammenhang zum Ambiente. Wenn man sich mit einem großen Namen behängt, muss man sich daran aber auch messen lassen. Und genau das werde ich in nächster Zeit tun. Hier mein erster undercover Bericht.
Der angelaufene Laden ist das Van Gogh am Schiffbauer Damm in der Nähe von S-Bahnhof Friedrichstraße, gleich ums Eck von der Ständigen Vertretung, dem Wohnzimmer der traurigen Beamten die von Bonn nach Berlin versetzt wurden und das Drama auch nach Jahren nicht verwunden haben.
Wenn man draußen am Wasser in den Korbstühlen sitzt, den vorbeifahrenden Touristendampfern winkt und dem Sound der Großbaustelle am Tränenpalast lauscht, fragt sich jeder unwillkürlich: Van Gogh? Wie spiegelt sich das in der Getränkekarte wieder?
17.06.2007
Stöhn! Werdet erwachsen!
Ulf in berichtet am 17. Juni 2007, 20:07 6 Kommentare »
Jedes mal wenn ich an dem Plakat in der Lützow Straße vorbei komme, fängt jemand an zu kichern. Der Aushang wirbt berechtigterweise für Darmspiegelungen. Ein ernstes Thema und trotzdem stehen manchmal Grüppchen vor dem Aushang und schütteln sich. Ganz schön infantil!
Darmspiegelungen sind wichtig und werden, so weit ich weiß, ausschließlich mit Endoskopen durchgeführt. Nichts haben sie mit langen, kalten, knochigen Fingern irgendwelcher Ärzte zu tun.
Allerdings stellt sich dann Frage nach der Bedeutung der Geste des abgebildeten Männchens und warum der Zeigefinger so überproportional groß geraten ist.
Und ich persönlich wundere mich, ob die beauftragte Werbeagentur und die Elisabeth Klinik die Reaktionen vorhergesehen und gewünscht haben oder ob einfach niemand die Berliner für so schrecklich unreif gehalten hat.
10.06.2007
Zu schlapp für Fahrradklau
Ulf in berichtet am 10. Juni 2007, 17:25 15 Kommentare »
Abends sitzen der Nachbar und ich auf dem Balkon und verschwenden die letzten Reste Rotwein. Herrliche Luft zwischen zwei Gewittern und so schön ruhig, weil die Alkoholiker von gegenüber früh zu Bett gegangen sind. Da höre ich ein vertrautes Geräusch. Klingt das nicht genauso wie die Kette meines alten Postrades, die gegen sämtliche Bleche schlägt, wenn man es vom Ständer nimmt? Ich blicke über die Brüstung zum direkt unter mir geparkten Rad und sehe, wie ein viel zu großer, dunkelhaariger, leicht runtergekommener Typ gerade dabei ist, aufzusteigen und los zu radeln. Ich kreische von oben „Dieb! Dieb! Lass das Rad stehen Du Schwein!” Überrascht strauchelt er, doch fängt sich gleich wieder und verschwindet Richtung Wedding. Natürlich. Richtung Wedding. Er strampelt und strampelt wie vom wilden Watz gebissen. Derweil flitzt der heldenhafte Nachbar die Treppe runter und heftet sich an die Fersen des Verbrechers. Umsonst. So schwer die alte Gurke auch sein mag, der Dieb ist trotzdem schneller als ein mäßig trainierter Mann knapp über dreißig.
04.05.2007
Um die Nichtraucher ist es still geworden
Ulf in Stadtnotizen am 4. Mai 2007, 15:43 12 Kommentare »
Den Anschluss habe ich schon lange verloren. Mal kommt ein bundesweites Rauchverbot in Restaurants und Kneipen, mal nicht. Dann nur lokal. Dann wieder überall aber nur mit Ausnahmen. Irgendwann habe ich aufgehört zuzuhören. Nun war ich bass erstaunt, dass es tatsächlich Locations gibt, die zeigen wie es geht.
Vielleicht ist ein wenig Dunst ganz gut? Vielleicht will ich gar nicht alles riechen? Immerhin gehören Nebel und Mief zum Abendprogramm solange ich denken kann. Wer einmal bei einer Danza pur, Rauchfrei-, Barfußtanz-, Keinenspaßhabendürfveranstaltung war, weiß wovon ich rede. Würde auch unter normalen Menschen die Partyatmosphäre darunter leiden, wenn plötzlich frische Luft herrscht?
01.05.2007
Er hat definitiv den größten
Ulf in berichtet am 1. Mai 2007, 17:48 7 Kommentare »
Im Frühjahr schmücken sich die Männchen um den paarungswilligen Weibchen ihr Gen-Material als überlegene Variante anzupreisen. Erpel werden bunt, Amselmännchen trällern besonders schön und der Hirsch … Ach! Der Hirsch!
Manchmal nimmt dieses Verhalten absurde Züge an. Das Pfauenweibchen bevorzugt beispielsweise Männchen mit den längsten Schwanzfedern. Was natürlich völlig bescheuert ist.
30.04.2007
Das Rotlichtmilieu ist auch nicht mehr das was es mal war
Ulf in berichtet am 30. April 2007, 19:54 13 Kommentare »
Wenn das Dach so richtig brennt, wenn es zunehmend brenzlig wird, wenn es einfach gar nichts mehr geht mit der Kohle, hatte ich mir gedanklich immer das Rotlichtmilieu als letzte Rettung offen gehalten. Also NACH Flaschen sammeln, täglicher Blutspende, Medikamententests oder dem Verkauf einer meiner gesunden Nieren. Da würde ich schon unter kommen. Als Türsteher. Als Chauffeur für die Mädchen. Oder von mir aus als Drehbuch-Autor für Pornos. Da besteht bestimmt enormer Bedarf. So richtig durchdacht war das aber nie. Weil noch weit weg und so. Außerdem ist mein Kontakt mit Prostitution und anderen Spielarten des Erotikgewerbes vollkommen theoretischer Natur. Auf der Oranienburger Straße laufe ich normalerweise zickzack, um nicht von den unterbeschäftigten Nutten angesprungen zu werden. Es war genau in dieser Gegend der Stadt, als mal wieder drei Damen gleichzeitig Anlauf nahmen um mir nahe sein, als mir dämmerte: Um das Berliner Entspannungsgewerbe kann es nicht gut bestellt sein.
16.04.2007
Angegrillt in Friedrichshain
Ulf in Stadtnotizen am 16. April 2007, 17:13 Kommentar schreiben »
Es gibt einfach nichts zu motzen. Zügig wird es Sommer, ich liege im Halbschatten auf dem Bauch und tippe ins Notebook. Der Kater ist annähernd verflogen und heute Abend bin ich bestimmt wieder so weit hergestellt, dass ich ausgehen kann. Sommer in Berlin ist ein Traum.
Es ist passiert. Gestern war es endlich soweit. Es wurde angegegrillt. Das erste verbrannte Stück Fleisch des Jahres war geradezu köstlich. Vergraben unter einem Berg billigem Curry Ketchup vom Lidl, das mir letzten Sommer (!!!) die blonde Mieze von der Ostsee mitgebracht hat und das immer noch völlig OK schmeckt. Nicht gegen den größten Teller Kaviar hätte ich es tauschen mögen. Die drei verschiedenen Sorten Wein dazu waren aber keine so gute Idee.
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