Ausflug

Konzerte in grün

Freunde von Open Air-Konzerten haben die location gewiss im Blick: Jetzt läuft sie wieder, die Saison der Sommerkonzerte im Botanischen Garten.

Konzerte in grün

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Spinner-Tanz

Wieder einmal hatte der schon legendär zu nennende Motorrad-Treff “Spinner-Brücke” im Südwesten der Stadt zum Tanz in den Mai und zum offziellen Start in die Motorradsaison geladen. Mehrere tausend Motorradfahrerinnen und -fahrer aus Berlin und Brandenburg nahmen die Einladung an den letzten beiden Tagen gerne an.

Spinner-Brücke

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Fänger im Stadion

Lacrossespieler vor dem Tor

Gespannte Erwartung vor dem Tor – Foto: h|b

Wenn erwachsene Männer mit Ellenbogenschützern und Helmen über den Sportplatz rennen, dabei mit langen Stangen herumfuchteln, an deren Ende ein kleines Netz befestigt ist mit dem sie versuchen einen kleinen Ball zu fangen und weiterzugeben, dann befinden wir uns bei einer Sportart mit dem Namen “Lacrosse”. Diese Sportart ist, wie inzwischen viele andere auch, ein Export aus den USA. Aber anders als z.B. beim Football, geht die Geschichte von Lacrosse weiter zurück in die Vergangenheit. Den Ursprung hat es bei den amerikanischen Ureinwohnern der Ostküste und der “Großen Seen”. Neben Eishockey ist es auch kanadischer Nationalsport. Seinen Namen verdankt “Lacrosse” übrigens den Beobachtungen eines französischen Jesuitenmissionars im 17. Jahrhundert, den die Schläger an einen Bischofsstab erinnerten. Daher gab er dem Spiel den Namen “La Crosse”, dem französischen Namen für Bischofsstab. Im Original hiess das Spiel “Baggataway” oder “Tewaraathon” und diente unter anderem zur Teambildung und Kriegsvorbereitung. Mehr zu Lacrosse findet ihr bei Wikipedia.
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Wettervorhersage

Vorgarten

Unbestechliche Wetterstation irgendwo in Berlin – Foto: h|b

Um mal zu checken ob der Winter in Berlin jetzt wirklich vorbei ist, bin ich heute mal für euch rausgefahren um das zu kontrollieren. Über diesen schönen und unbestechlichen “Wetterstein” kann man das Wetter nämlich genaustens bestimmen. Ist der Stein nass, dann regnet es, steht auf der Anleitung, isser trocken – so wie heute – dann ist schönes Wetter, sieht man ihn nicht, ist Nebel und wenn er weg ist, isser geklaut. Sehr praktisch und der Stein hat immer Recht, also wenn er da ist. Auch wenn das ganze Ensemble eher nach einem bayrischen Luftkurort aussieht, befindet es sich doch in einer Berliner Fußgängerzone. Alle Stühle und Tische waren heute Mittag übrigens gut besetzt und die Sonnenhungrigen ließen es sich bei Eis, Bier und Schnitzel sichtlich gut gehn. So, jetzt müsst ihr nur noch rausbekommen, wo dieser Wetterstein hängt, dann wisst ihr auch, wohin ihr  mal einen Sonntagsausflug machen könntet.

Die fahren U-Bahn

Jörg und Maike tun das in ein paar Tagen, mit der U-Bahn fahren und nichts sonst. Also die ganze Strecke, das komplette Netz, an einem Tag, in einem durch. Oder so ähnlich.

Nun ist es soweit. Wir setzen das Projekt in die Praxis um und stellen der mathematischen Theorie den erfahrenen Beweis zur Seite: Am 13. April starten wir morgens gegen 9:00 Uhr am Alexanderplatz und fahren einmal das komplette Berliner U-Bahn-Netz rauf und runter. Wir sind gespannt, wie lange wir brauchen und ob wir das wirklich in zwölf Stunden schaffen. Wir werden Berlin von unten erkunden. An Orte kommen, wo wir nach fünf beziehungsweise zehn Jahren Berlinbewohnen noch nie waren. Alte Strecken erinnern. Umsteigen. Auf Züge warten. Reden. Spaß haben. Und vor allem beobachten. (mehr bei kleinerdrei)

Natürlich tun sie mehr als nur vor sich hin fahren, klar. Beobachten wollen sie, dem U-Bahn-Alltag Stichproben entnehmen und selbstverständlich davon berichten. Zunächst live via Twitter unter dem hashtag #ubahn, wer mag also bitte vormerken und mitspielen. Alles weiter wird sich dann zeigen.

Ich bin amüsiert. Und gespannt, was dabei herauskommt.

Vom Eise befreit …

Frühling in Berlin

Eis auf dem “Neuen See” im Berliner Tiergarten – Foto: h|b

… sind die Seen, Teiche und Bäche im Tiergarten noch lange nicht. Teilweise liegt der Schneematsch noch auf den Wegen und dort wo er weggetaut ist, ist es matschig und feucht. Der noch halbgefrorene Boden kann das Wasser nicht aufnehmen und die Sonne braucht noch eine Weile, um das von oben zu erledigen. Da es diese Woche ja auch regnen soll, ist ein Besuch des Tiergartens momentan nur mit festem Schuhwerk anzuraten. Dann ist es aber auch besonders schön. Noch nicht so viele Touristen, wenig Radfahrer, manche Wege hat man ganz für sich alleine. Dort wo die Sonne scheint und der Wind keinen Einlass findet, ist bereits ein Hauch vom Frühling spürbar. Viele Knospen scheinen nur darauf zu warten, endlich ihre Blüten zeigen zu können, aber noch ist es in der Nacht frostig und es wäre unklug, zu früh die Nase in die Luft zu strecken. Spätestens in 14 Tagen prognostizieren die Wetterauguren Temperaturen im zweistelligen Bereich, dann wird die Natur vermutlich explodieren.

Halbinsel Stralau

Fotos: Copyright Ute Schirmack, 2013.

Alle Jubeljahre gucke ich nach, wie es an Orten aussieht, an denen ich schon mal war, an die ich aber nicht so häufig komme. Die Halbinsel Stralau ist so einer. Eigentlich ganz nah von mir aus, aber irgendwie hinter der Bahn und dem Damm doch abgelegen. Dafür aber auch ein bisschen im Dornröschenschlaf, mindestens an einem eisigen, aber sonnigen Sonntagnachmittag. Ich wandelte auf der Südspitze herum, besser gesagt, versuchte ich mich per mentaler Beschwörung und Stollenprofilsohlen auf den Eisplatten auf den Wegen zu halten, aber, nun gut, ein bisschen Schwund ist immer dabei. weiterlesen »

Winterfrische

Gedeckte Tische an der Fischerhütte am Schlachtensee
Heute Mittag an der Fischerhütte am Schlachtensee – Foto: h|b

In Kamelien

Fotos: Copyright Ute Schirmack / 2013.

Das mag sich ja keiner da draußen mehr angucken. Weiß und nichts als Weiß, tauend tagsüber, schneiend abends und nichts vom Frühling zu spüren. Doch es gibt Hoffnung. Es gibt einen Ort in der Stadt, da ist es bunt, da blüht’s und man kann das – zugegeben malerische – Außen einfach ausblenden. Das Drinnen verheißt Farbe, wenn nicht überall auch Wärme und es tut sogar so, als würde es mordsmäßig duften.

Es ist Kamelienzeit im Botanischen Garten. Gehen Sie einfach ins Kamelien- und Azaleenhaus, da finden Sie das, was Sie vor der Winter … pardon … Frühlingsdepression bewahrt. Schöne Pflanzen, farbige Blüten, die einem ganz japanisch zumute werden lassen. Kamelien überall. Schöner frösteln als dort, das geht im Moment einfach nicht.

Tropisch warm wird’s gleich nebenan, im Großen Tropenhaus, bei Palmen und Riesenbambus. Und im Mittelmeerhaus  finden Sie auch alle Düfte, die bei den Kamelien fehlen – übrigens deshalb, weil Kamelien in Japan von Insekten bestäubt werden, die nicht gut riechen können. So habe ich’s gelesen, leider erinnere ich mich nicht mehr, wo, da draußen in den Weiten des Internets. Logisch klingt’s allemal – wer nicht mit feinen Gerüchen locken muss, der kann aufs Parfüm verzichten …

Die gute Zusatznachricht für den kleinen Stadtausflug: Da wir uns, unglaublich, aber wahr, kalendarisch bereits im März befinden, ist der Garten schon wieder bis 18 Uhr geöffnet, die Gewächshäuser schließen eine halbe Stunde vorher.

Ein Stück Asien Mitten in Berlin

Die Straßenbahn fährt vorbei an leerstehenden, verfallenen Fabriken, tristen Neubauten und freudlosen Gewerbebauten. Wir sind in einem Teil von Berlin Lichtenberg, in denen einen sicher kein Reiseführer schicken würde. Schade eigentlich, denn genau hier, befindet sich ein Ort, der einen für eine Weile aus dem grauen Berliner Winter ans andere Ende der Welt versetzt. Ein Torbogen mit der Aufschrift Dong Xuan Center weist den Weg. Ohne diesen Hinweis würde einem vermutlich die dahinter liegende verborgene Welt vollkommen entgehen. So aber können wir an diesem kalten Winternachmittag eintauchen in die Flut an Waren aus Fernost.

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Schlachtensee

Schilf am See im Gegenlicht

Die Sonne, ein gern gesehener Gast – Foto: h|b

Das schöne Wetter ausnutzend, waren wir heute – mal wieder – am Schlachtensee. Vom S-Bahnhof Nikolaussee aus ist der Einstieg am südwestlichen Ende schnell erreicht, und bleibt man auf der nördlichen Seite, kann man auch im Winter prima die Mittagssonne genießen und sich sogar ein paar Minuten auf der Bank gönnen und dabei den leicht glitzernden, da halbgefrorenen See bewundern.

Da man beim Spazierengehen ja auch immer ein Ziel haben sollte, passt es prima, dass sich am entgegengesetzten Ende des Schlachtensees, mit der Fischerhütte, ein Ausflugslokal mit Biergarten niedergelassen hat, übrigens bereits seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Dort gibt es leckeren selbstgemachten Kuchen, plus Kaffee in allen Variationen. Nicht ganz billig – zwei Latte plus zwei Kuchenstücken 14 Euro – aber dafür kann man auch hier schön in der Sonne an rotweiß-kariert dekorierten Tischen sitzen und dem Jahresausklang entgegenträumen.

Wegen der Sonne geht man anschließend den selben Weg zurück – alternativ könnte man noch die Krumme Lanke umrunden, oder zum Bahnhof Schlachtensee laufen, doch dort liegen momentan die Wege alle im Schatten und haben sich damit für heute disqualifiziert – und hat am Ende fast vergessen in einer Millionenstadt zu wohnen. Einen schönen Jahresausklang allen Lesern und Leserinnen des HSB.

Trister November?

Der November ist als trister und verregneter Zeitraum bekannt. Dass dies nicht zutreffen muss, zeigte der heutige Tag mit ganz passablem Wetter und der richtigen Idee, was man daraus machen kann.

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Aus TXL wird BER

Über den Dächern von Berlin muss die Freiheit wohl grenzenlos sein – Foto: h|b

Noch 74 Tage atmen die Kleingärtner am Tegeler Flughafen die tägliche Dosis Kerosin und schauen die Reinickendorfer nach oben, wenn wieder ein Flugzeug über ihren Dächern die Fahrwerke ausfährt. Noch etwas mehr als 2 Monate und der – von den Westberlinern so geliebte – Flughafen Tegel ist Geschichte. Damit schließt bereits der zweite Berliner Flughafen und am Ende bleibt einer übrig – BER – Willy Brandt in Schönefeld. Auch die Planespotter müssen sich dann neue Standorte suchen, im Nordwesten Berlins fliegen die Flugzeuge dann schon so hoch, dass das stärkste Tele vermutlich nicht mehr mithalten kann.

Es ist also höchste Zeit noch mal eine Ortsbesichtigung anzusetzen, um Tegel in seiner ursprünglichen Bestimmung zu erleben. Als den Ort, an dem Fernweh und Heimweh aufeinander treffen. Er wird als Flughafen der kurzen Wege in Erinnerung bleiben. Im Hexagon kam man direkt von Bus oder Taxi, eine Anbindung an U- oder S-Bahn hat es nie gegeben, zu den Check-In Schaltern und daran vorbei sofort zu den Wartebereichen für die Fluggäste. Keine kilometerlangen Fußmärsche durch Einkaufszentren wie an anderen großen Flughäfen. Am Abend des 2. Juni schließt TXL und am 3. Juni starten die ersten Flugzeuge von BER.