Eine Meile Bier

Leckeres Störtebecker auf der Berliner Biermeile - Foto: h|b
Leckeres Störtebecker auf der Berliner Biermeile – Foto: h|b

Seit heute Abend läuft wieder das große Bierfest auf der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Bis zum Sonntag kann man hunderte von Bieren ausprobieren, am Besten allerdings nicht alle an einem Abend, diversen Coverbands lauschen und das herrliche Sommerwetter genießen. Quasi ein riesengroßer Biergarten. Ganze Busladungen von Touristen werden vermutlich ausgekippt, Horden von Junggesellinnen und Junggesellen werden mit absurder Verkleidung ihren Abschied von diesem Zustand feiern und am Ende werden sich die Anwohner über vollgepisste Hauseingänge beschweren, trotz hunderter herumstehender, stinkender Dixietoiletten. Aber …. das gehört halt dazu, Folklore. So muss Biermeile. Ich glaub ich trink mein Bier lieber gemütlich zu Hause.

Kreisverkehr

Zwei Radrennfahrer nebeneinander
Mit der Teamnummer 7 zieht hier der spätere Sieger an der Konkurrenz vorbei – Foto: h|b

Letztens habe ich gesehen, dass es eine Internetplattform für “First Things” gibt, also für Dinge die man zum ersten Mal tut. Am Montag Abend konnte ich, zumindest innerlich, etwas dazu beitragen, ich war zum ersten Mal beim Sechstagerennen in Berlin. Korrekterweise müsste man es ja Sechsnächterennen nennen, da vor 19 Uhr dort niemand auf dem Rad fährt. Die verschiedenen Disziplinen spielen sich dann ab dieser Zeit bis ca. 1 Uhr in der Nacht ab, unterbrochen durch verschiedene Showacts. Der Hauptact an diesem Abend war Mr. Joe’s Band, eine Joe Cocker Coverband. Immerhin war sie so gut, dass ein neben mir stehender Besucher fast mit mir gewettet hätte, das das ja wohl zweifelsfrei der Echte wäre. Na klar, der kommt extra für ‘ne halbe Stunde ins Velodrom, um die Fans des Radsports zu beglücken. Kreisverkehr weiterlesen

Warschauer Brücke

Ich habe ja schon öfter Bilder oder Berichte von der Warschauer Brücke hier gepostet, jetzt hat der RBB der Brücke ein aktuelles, filmisches Denkmal gesetzt. Mitwirkende: Mein 24-Stunden-Kaisers, die Partybahn M10, Currywurstbude “wat ne wurst” und natürlich die Hauptdarsteller, Australier, Iren, Franzosen, Argentinier, Engländer, und, und, und, kurz und gut: Das Partyvolk. Jeder ‘ne Flasche in der Hand, daher auch Großeinsatzgebiet für Flaschensammler, die dann im Kaisers in Schlangen durch den ganzen Eingangsbereich das Leergut sofort wieder in neue Flaschen umsetzen. Ein ewiger Kreislauf. Die Party dauert meist nur ein Wochenende, dann bringt der Flieger alle wieder in ihre Heimat zurück. Ach ja, Berliner kommen nur am Rande vor.

Eurozone

Großbildschirme am Brandenburger Tor
Ein erfolgreiches 2012 allen HSB Leserinnen und Lesern - Foto: h|b

Heute vor genau 10 Jahren bereitete ich mich in Berlin auf Silvester am Brandenburger Tor vor, übrigens das erste und letzte Mal. Im Sommer 2001 waren wir endgültig hierher umgezogen und nun wollten wir wenigstens mal wissen, wie sich das so anfühlt, so mitten zwischen zehntausenden von Menschen am Brandenburger Tor. Um Zwölf sollte dort das neue Jahr beginnen, soweit nichts Neues, passiert ja dauernd, aber etwas war diesmal doch anders. Etwas, dessen Tragweite ich noch gar nicht so genau abschätzen konnte. Es war diesmal ein wenig … aufregend. Eurozone weiterlesen

Ein Fest für die Liebe?

Berlin brummelt sich dem Fest der Liebe entgegen. Selbst in kirchlichen Einrichten leuchten heute bunte Lichteffekte – wie in Weihnachtswerbespots global agierender Getränkehersteller. Überall laufen Menschen mit verzweifeltem Bemühen, tatsächliches oder vorgestelltes Alleinsein zu verhindern. Man müsse jetzt zusammenkommen, ruft einer auf dem Alexanderplatz. Occupy your Mind. Das Fest der Liebe ist da. Wollen wir uns dieses Liebe zusammen etwas genauer ansehen? Nein, nein, das ist kein unmoralisches Angebot. Aber ein Blick in die Gesichter der Menschen um uns herum, erzählt mehr von der Liebe, als wir vielleicht wissen (wollen). Ein Fest für die Liebe? weiterlesen

Wohin zum Jahreswechsel?

Silvester in Berlin ist eine Katastrophe! Das finde ich zumindest, immer noch. Obwohl ich das ja jetzt schon häufiger durchgemacht habe, einmal bin ich sogar nachts durch Kreuzberger Straßen  gezogen. Fürchterlich! Berlin ist zum Jahreswechsel einfach nur laut und lärmig und gegen zwölf hüllen sich die Straßenschluchten endgültig in einen Pulvernebel, der sich in den nächsten Tagen nicht mehr verzieht.

Es gibt wirklich Schöneres. Jedes Jahr denke ich darüber nach, die Stadt kurz nach Weihnachten fluchtartig zu verlassen. Etwas, was mir sonst nicht so schnell in den Sinn kommt. Am liebsten würde ich nach England flüchten, wo es am New Year’s Eve Knaller und Böller überhaupt nicht gibt. Einmal habe ich das erlebt, vor Jahren. Und Vollmond war da auch noch. Ein Traum! Doch auch in diesem Jahr wird das wohl wieder einmal nicht klappen. Obwohl: Vielleicht gibt es ja schöne, ruhige, stille Gegenden irgendwo in Brandenburg?

Für die, die in Berlin bleiben müssen der wollen, hat der langediente HSB-Leser waldnase auf seinem Blog ein paar Ideen zusammengestellt. Und auch hier sammeln wir in den Kommentaren gerne Tipps und Anregungen zur konstruktiven Gestaltung dieser ersten Nacht des Jahres.

Also: Weihnachten ist nicht alles, jetzt schon an die schrecklich unbesinnliche Zeit danach denken!