Kultur

After-Work-Rock im Rickenbacker’s

Wieder einmal spielte die Berliner Band „Gardens End“ am Donnerstag im Rickenbacker`s an der Bundesallee live auf. Und wie eigentlich immer warteten auch an diesem Abend einige Überraschungen auf das zahlreich erschienene Publikum.

Gardens End

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Rätsel

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas mag sich hinter dieser Tür verbergen? Leider war die Beteiligung bescheiden. Hinter dieser Pforte wohnt die Familienbibliothek Glogauer Straße. Nicht wirklich einladend!

Spazieren in Berlin

Weil mich die Geschichte Berlins immer interessiert, habe ich mir das Buch Spazieren in Berlin von Franz Hessel bei der Landesbibliothek, der früheren Amerika-Gedenkbibliothek, ausgeliehen. Es ist die Erstausgabe aus dem Jahr 1929. Auf knapp 300 Seiten schildert der Autor in lockerem Ton seine Eindrücke und Erlebnisse beim Schlendern durch die Stadt. Es gibt einige Passagen, die mich beim Lesen verharren lassen.

»Der künftige Potsdamer Platz wird von zwölfgeschossigen Hochhäusern umgeben sein.«

Später, im Kapitel über den Landwehrkanal, heißt es:

»Die Kottbuserstraße führt uns zurück an den Kanal, und wir kommen in die Budenstadt eines Marktes, der das ganze Maybacher Ufer bedeckt.«

Der Zeitsprung gelingt mühelos, als wären keine 85 Jahre vergangen. Er schildert Angebote, die auch heute noch zu haben sein könnten. Eine wunderbare Entdeckung!

Umsonst und draußen

Spree, Sonnenuntergang, Musik, was braucht es mehr - Foto: h|b

Spree, Sonnenuntergang, Musik, was braucht es mehr – Foto: h|b

Im Rahmen der “Berlin Music Week” finden entlang der Mühlenstraße heute und morgen viele Liveauftritte junger Künstler statt. Hauptstage ist am O2 Anleger. Wer Lust hat Newcomerbands zu hören und den Sommer melodisch bei einem schönen Sonnenuntergang ausklingen zu lassen, kann das morgen noch zwischen 15 und 20 Uhr im Rahmen des “First we take the streets” Festivals.

49 Musikalische Schweigeminuten

Die Berliner Zeitungen schweigen. Dabei ist in der Nacht zum Mittwoch ein großartiger Musiker gestorben:  Johnny Winter! Die FAZ und die Zeit machen es besser. Wo beide Zeitungen abschreiben, denn die Artikel sind fast identisch, weiß ich nicht. In Gedenken an ihn werde ich mir jetzt Second Winter auflegen. Das einzige, mir bekannte Doppel-Album auf dem nur drei Seiten bespielt wurden. Der Link verweist auf die englische Wikipedia; ein deutscher Eintrag existiert nicht.

Gee Vero – The Art of INCLUSION noch bis zum 27. Juni im Kleisthaus

von Ina Müller-Schmoß

Hinweisen möchte ich auf eine wirklich sehenswerte Ausstellung der Künstlerin Gee Vero. Das Besondere: Gee Vero verknüpft Kunst und Inklusion. Für einen ersten Vorgeschmack möge man sich die kleine Foto-Dokumentation der Vernissage anschauen.

Kunst ist in der Lage, Inklusion auf allen Ebenen unmittelbar sichtbar zu machen. The ART of INCLUSION ist mein Angebot als autistische Künstlerin – eine von 67 Millionen Autist/innen – an die Gesellschaft, sich der Herausforderung des Mitmensch-Seins mit autistischen Menschen zustellen. Es ist eine Einladung an einem Gemeinschaftswerk teilzuhaben und sich auf mich und meine Kunst einzulassen. Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft werden eingeladen, gemeinsam mit mir der Inklusion, im Sinne des lateinischen Ursprungs des Einschlusses und der Dazugehörigkeit, einen Schritt entgegen zu gehen. Ein Blatt Aquarellpapier wird zum Ort der Begegnung. Zwei Bilder werden ein Gemeinsames. Die unterschiedlichen Ergebnisse zeigen, wovon die Gesellschaft noch weit entfernt ist: Toleranz, Akzeptanz und Inklusion autistischer Menschen ist keine Illusion.

The Art of Inclusion ist noch bis zum 27. Juni 2014 im Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag – Freitag 10.00 – 18.00 Uhr.

Bei einem Treffen im Mai mit Gee hatte ich Gelegenheit, ihr ein paar Frage zu stellen. Hier das Interview:

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Fahne hissen – hoffentlich hilfts

Regenbogenfahne am Charlottenburger Rathaus

Regenbogenfahne am Charlottenburger Rathaus

Charlottenburg hat damit angefangen, heute werden in allen Berliner Bezirken Regenbogenfahnen aufgezogen, hier von Bürgermeister Naumann und dem Voritzenden des LSVD Steinert – als Auftakt zum Lesbisch-schwulen Stadtfest.

Wenn ein CDU-Bürgermeister aus dem Westerwald ernsthaft den § 175 (Strafbarkeit von Homosexualität) wieder einführen möchte, kann man sich noch an den Kopf fassen. Wenn die Berliner Mahnmale für homosexuelle KZ-Opfer demoliert werden und wenn generell eine Abkehr von Toleranz gegenüber anderen Lebensweisen zu beobachten ist, beginnt man, über deutliche solidarische Zeichen nachzudenken.

Am Wochenende ist aber zunächst Riesenparty in Schöneberg angesagt, das schwul-lesbische Stadtfest beginnt. Ob sich die Gay-Pride-Week wieder mehr mit politischen Statements aufladen kann, wird sich noch zeigen.

Konzerte in grün

Freunde von Open Air-Konzerten haben die location gewiss im Blick: Jetzt läuft sie wieder, die Saison der Sommerkonzerte im Botanischen Garten.

Konzerte in grün

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Wolkenfest – nicht nur beim Wetter

Passend zum aktuellen Wettermix aus Sonne, Wolken und Regen findet am Freitag, den 16. Mai ab 19 Uhr im Friedrichshainer Atelier Terra eine Vernissage mit dem Titel „Wolkenfest“ statt.

“Ich bin… bunt”

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Berliner Identitäten – Zwischen Graswurzel und Elfenbein

In Berlin zu wohnen ist mir mittlerweile manchmal nicht viel anders, als in irgendeiner Kleinstadt zu sein. Wenn zu viel ansteht, beruflich oder privat, dann sehe ich nur wenige, ausgewählte Menschen und nehme über das Internet hinaus am kulturellen Leben nicht teil.

Dann wieder kommen Wochen, wie die letzte Woche eine war. Erst zur re:publica, dem wilden Treffen diverser Internetmenschen mit den unterschiedlichsten Internetthemen auf dem Herzen, den Lippen und Podien. Seit Jahren bereits eine feste Größe, um deretwillen ich froh bin, in Berlin zu sein. Anreise und Aufenthalt extra für diesen Event könnte und würde ich mir, wie manche andere auch, wie ich von vielen Seiten höre, wohl nicht erlauben.

rp14So aber radle ich los, bin ich zwanzig Minuten dort, um ganz real zwischen tausenden von Menschen umherzulaufen, um in Talks und Workshops einzutauchen, hinaus- und wieder hineinzuschwimmen in Begegnungen, in Wiedersehen und immer wieder auch in frisches persönliches Kennenlernen. So geht das. So sieht es aus, für mich. Und für andere mag es dort ganz anders zugehen. Das ist sehr erfreulich, sehr belebend.

Am Donnerstag dann stand ein ganz anderes Kaliber auf dem Programm, die Europäische Schriftstellerkonferenz 2014 mit dem beinah erschreckenden Untertitel TraumWirklichkeit. So recht wusste ich zunächst nicht, wo ich dort gelandet bin. Und wie überhaupt, wie konnte das passieren. Unmittelbar nach der Betonbodenschlurferei, der Graswurzelei im Stadion in diesem Elfenbeinatrium der Deutschen Bank zu landen, plötzlich zwischen Bundesaußenminister samt entsprechendem Presseauflauf und Autorenprominenz, sofern es das gibt, zu sitzen. (By the way: Es waren durchaus auch Schriftstellerinnen und Autorinnen anwesend.)

Eine andere Welt.
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JETZT LIVE: Daniel Barenboim Europakonzert

Falls noch jemand wissen will, wofür Twitter eigentlich gut sein soll. Für solche wichtigen Informationen natürlich. Gerade noch rechtzeitig.

Stolpersteine in Berlin

Sie sind überall in Berlin, und es ist so gut wie unmöglich, nicht irgendwann über sie zu stolpern. Denn dazu sind sie schließlich da, diese kleinen Denkmäler auf Gehweglevel: die Stolpersteine.

Zwei "Stolpersteine" in der Gubener Strasse in Friedrichshain

Zwei “Stolpersteine” in der Gubener Strasse in Friedrichshain – Foto: h|b

Meist stößt man zufällig auf sie, tritt fast hin, tritt dann daneben und schaut. Liest die knappe Botschaft. Was von einem Menschen bleibt. Wie wenig mitunter.

Wer gezielt danach suchen möchte, kann in einem Wiki nachsehen, wo die Berliner Stolpersteine verzeichnet sind. Auf der Hamburger Stolpersteinseite habe ich übrigens eine Putzanleitung gefunden. Keine schlechte Idee, wo doch gerade der Frühling beginnt.

Der Medizinmann im Bikini

Die vergangenen Weihnachtsfeiertage trafen mit der Premiere des Kinofilms “Der Medicus” zusammen. Dieser seit einiger Zeit angekündigte Film wurde in dem erst vor wenigen Wochen nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wiedereröffneten Zoo-Palast” erstaufgeführt.

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