Volker und Joachim an die Wand “gepasted” – Foto: h|b
Wer in diesen Tagen mit offenen Augen durch Berlin läuft, dem fallen vielleicht die riesengroßen Portraits auf, die von verschiedenen Gebäuden auf die Passanten herabblicken. Manchmal – wie hier auf dem Bild an der Revaler Straße – haben die Protagonisten die Augen auch geschlossen. Der französische Streetart-Künstler JR hat 15 ältere Berliner fotografiert und sie anschließend als “Starschnitt” auf die Hauswände “gepasted”, sprich geklebt. Nach der künstlerischen Definition sollen dabei “die Falten der Menschen, mit den Falten der Stadt” in einen Dialog treten. Der Tagesspiegel berichtete darüber im April, inzwischen müssten alle Portraits geklebt sein und warten auf ihre Entdeckung.
Die Künstler der “Playgrounds” präsentierten sich gestern Abend auf der Vernissage – Foto: h|b
Große hohe Räume in einem altem Gebäude, Räume in Räumen, ausgewählte Künstler, spannende Installationen, eine Kamera. Das gemeinsame Ziel: Kreativ sein. Jeongmoon Choi, Martin Butler, Shan Blume und Starstyling sind nur einige der Künstler die sich auf 7000 Quadratmeter Fläche einen Spielplatz bauen durften. International bekannte Künstler die auch schon auf der Biennale ausgestellt haben, verwandeln die Opernwerkstätten in Berlin, die während der Fashionweek schon Location für die BOSS Präsentation war, vom 26. April bis zum 24. Mai 2013 in eine interaktive Spielwiese, den “Photographie Playground”. Die Besucher werden dabei von ihrer Rolle als Rezipienten befreit und zur Interaktion und Mitgestaltung aufgefordert. Sie sind dazu eingeladen, die Installationen mit allen Sinnen zu entdecken und sich dabei ein persönliches Bild von und Bilder mit der OM-D zu machen. Die OM-D ist eine spiegellose Systemkamera von Olympus und kann und soll während des Besuchs der Veranstaltung ausgeliehen werden. Die Speicherkarte mit den Fotos dürfen die Besucher am Ende mit nach Hause nehmen. weiterlesen »
Eine gedeihliche Symbiose zwischen zwei Nachbarn ist zu Ende gegangen, nicht jedoch meine Liebe zum Qualitätskaffee bei Frau Schmitzberger. Mariusz, der Friseur meines Vertrauens, ist mit der Haarwerkstatt von der Kopernikus- in die Simon-Dach-Straße gezogen. Kaffee holen mit Strähnchenfolie auf dem Kopf und Handtuch um die Schultern, zwei Häuser weiter im kleinen Austro-Delikatess-Lädchen von Theresia Schmitzberger, ist nun nicht mehr.
Teilen. Gemeinsam. Paradigmen, die längst zu einem Mainstream angeschwollen sind. In unserer von prekären und gleichzeitig künstlerisch wertvollen Verhältnissen durchwobenen Stadt kann man das freigiebig Teilende und gemeinsam Erschaffende am eigenen Leib erleben, wenn man will. Gerade auch für die Netzbeheimateten – wie Sascha Lobo die netzaffinen Citoyen nennt – ist das ein systemimmanentes Verhalten. Teilen von und gemeinsames Erarbeiten von Inhalten. Nicht zuletzt ist dieses Blog, das Ergebnis einer Gruppe.
Es ist das eine, Bilder, Buchstaben und Beats kollaborativ zu schaffen und zu nutzen, und etwas anderes, Geld zu beschaffen. Aber Crowdfunding entspringt derselben Motivation. Und das Prinzip, wenn viele ein wenig geben, kann daraus etwas großes werden, erlebt derzeit einen ordentlichen Aufschwung. Und hier gilt wie überall: im Longtail ist für jeden was dabei, egal welches Thema mensch umschwärmen möchte. Theaterstücke, Kunstprojekte, Spende, Geschäftsideen und Produkte jeder Art.
Die Plattformen dafür sind auch im deutschsprachigen Raum inzwischen zahlreich. Auch regionale Plattformen entstehen. Für Berlin zum Beispiel Berlin Crowd. Geben und Nehmen. Für mein Invest bekomme ich im Erfolgsfall exklusiv das fertige Werk, ein Hauskonzert oder Anteile an einem StartUp.
In Sachen Musik ist Sellaband ein internationaler Platzhirsch. Hier kann man Musikern ein Konzert, eine Tournee oder eine Platte ermöglichen. Und weil wir derzeit alle etwas Wärmendes, Süßes und Farbiges gut gebrauchen können, steht der Song “Meer aus Farben” Berliner Band Berge nicht nur für eine erfolgreiche Kampagne mit der Masse, sondern auch für einen frühlingshaften Abschluss dieses Beitrags.
Nach ihrem Gastspiel im vergangenen Sommer in der Wuhlheide war die finnische Rockband Sunrise Avenue am gestrigen Abend erneut in der Hauptstadt und spielte mit einigen Besonderheiten in der Columbiahalle auf.
So geht es mir oft. Ich lebe in Berlin, seit über acht Jahren, die Hauptstadt liegt mir quasi zu Füßen. Nun ja, auf jeden Fall ist sie da draußen, irgendwo, ohne jeden Zweifel. Und mit ihr die Konzerte, Museen und Theaterpremieren. Die großen Events und die kleinen Mucken, die vielen Dinge, die man mal gesehen haben sollte. Unbedingt. Und ich verpasse es, ich verpasse soviel. Ich verpasse im Grunde alles. Außer die eine oder andere Literaturveranstaltung, immerhin.
Die Berlinale zum Beispiel. Sie war da, da bin ich sicher. Sie war bestimmt nicht weit, aber ehe ich mich aufraffen konnte, was sie auch schon wieder vorbei. Morgen gibt es nämlich schon die Oscars, sehe ich gerade. Verdammt!
„Bin ich ein Geschenk?“ ist die spontane Reaktion von Bernhard Hoecker, als er erfährt, dass in seinem Publikum ein dreizehnjähriges Geburtstagskind sitzt. „Und sag mir nicht, ich wäre verpackt in einem kleinen Kasten gekommen!“
Nicht zum ersten Mal sorgte die bunte Damen-Band „Die Gabys“ gestern Abend im Rickenbackers an der Bundesallee mit Live-Musik für gute Laune. Aber erstmals tat sie dies zusammen mit der befreundeten Band „Boat People“ aus dem Gelsenkirchener Ruhrpott.
Morgen wird auf dem Pariser Platz getanzt, und ich bin leider nicht dabei, weil ich Trottel genau zu dem Zeitpunkt einen beruflichen Termin vereinbart habe. Deshalb tanze ich jetzt hier, auf und ab und hin und her am Schreibtisch, damit möglichst viele andere, die zufällig Zeit haben oder von vorn herein besser geplant haben, es nicht verpassen.
One Billion Rising operiert weltweit und will nichts anderes als die Welt verändern:
Am 14. Februar 2013 läd der V-Day eine Milliarde Frauen dazu ein, raus zu gehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende dieser Gewalt zu fordern. Eine Milliarde Frauen – und Männer – überall auf der Welt. Wir zeigen der Welt unsere kollektive Stärke und unsere globale Solidarität über alle Grenzen hinweg. Zeig auch Du der Welt am 14. Februar 2013, wie EINE MILLIARDE aussieht. Am 14. Februar sieht sie aus wie eine REVOLUTION.
Am 14. Februar 2013 um 17.30 Uhr versammeln sich im Rahmen der weltweiten Aktion One Billion Rising auf dem Pariser Platz Menschen, die gegen Gewalt an Mädchen und Frauen demonstrieren wollen. Schirmherrin der Demonstration gegen Gewalt ist die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat.
Ich wünsche viel Erfolg, viel Spaß, und ich bin im Herzen mit dabei. Auf jeden Fall.
Wer sich mal wie ein richtiger Filmjuror auf der Berlinale Stress machen möchte, oder in die Rolle eines akkreditierten Journalisten schlüpfen will, der am Tag mindestens fünf Filme schaut und sie anschließend in seiner Zeitung verreißen muss, obwohl er gar nicht mehr genau weiß, was er eigentlich gesehen hat, kann das aktuell beim “99Fire-Films-Award 2013” mal selbst austesten.
Die Aufgabe für die Filmemacher: 99 Stunden Zeit für einen 99-Sekunden-Film. Die Aufgabe für euch, die Juroren: 99 Filme wurden vorausgewählt und ihr habt 99 Stunden Zeit eure Filmlieblinge online zu wählen, 9 Stimmen kann jeder vergeben. Der Gewinner des Publikumspreises bekommt 999 € und wird zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen. Von den 99 Stunden sind aktuell noch 50 Stunden übrig. Da draußen eh merkwürdiges Wetter ist, ist das doch eine gute Gelegenheit kleine Filmperlen zu finden. Einziger Wermutstropfen: Vor jedem Wettbewerbsfilm muss man einen kurzen Werbespot über sich ergehen lassen. Die ersten Eindrücke sind aber für die gestellte Aufgabe durchaus bemerkenswert.
Immer wieder trifft man in Berlin, bevorzugt Friedrichshain-Kreuzberg auf die Folienkunstwerke der Künstlergruppe Bosso Fataka. Häufig werden mehrere Gegenstände kombiniert, oder mal ein Einkaufswagen an einen Laternenmast appliziert, aber immer hält jede Menge Frischhaltefolie das ganze Kunstwerk zusammen. Und meistens sieht es lustig aus. Vergängliche Kunst im öffentlichen Raum.
Entertainer Mark Scheibe bei der “Berlin Revue” – Foto: h|b
Mit diesem Titel – entstanden aus Mark Scheibes Improsendung im Radio – entließ uns der gleichnamige Conférencier der “Berlin Revue” in die Pause. Nicht ohne uns, dem Publikum in der Distel, noch ein Paar Begriffe abzufordern, die er in der Pause zu einem neuen Song texten und arrangieren wollte, Live-Impro sozusagen. weiterlesen »
Ich möchte euch heute ein kleines Video der Berliner Elektroband “Kreuz Ost“, gegen den aktuellen Winterblues vor der Tür, vorstellen. Auch wenn die Fragen die im Song gestellt werden, wohl nie hinreichend beantwortet werden können, macht es Spaß, zusammen mit der Sängerin Polly – mit minimalistischen Elektro-Beats unterlegt – von den Dächern Berlins in den Sonnenaufgang hinein zu träumen.
Wir bloggen Berlin! Dabei erheben wir selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, dafür aber auf Vielfalt. Das Hauptstadtblog erzählt vom Leben und Lachen in Berlin und Umgebung. Auch vom Hadern und Streiten natürlich. Dabei sind unsere Autorinnen und Autoren subjektiv und verspielt, manchmal auch bissig. Bundespolitik interessiert uns, ist aber hier nicht unser Thema – dazu gibt es ja auch viele andere Blogs.