Stadtnotizen

Ausnahmezustand

Brandenburger Tor im Gegenlicht

Brandenburger Tor am Abend, mit den Aufbauten der Tribünen – Foto: h|b

Reisender der du kommst nach Berlin, lass alle Hoffnung fahren. Vor allen Dingen die, schöne Fotos von den touristischen Hotspots wie Reichstag, Brandenburger Tor, Holocaust-Denkmal und Checkpoint-Charly zu bekommen. Zumindest heute wird das nicht klappen. Schwarze Männer, mit einem Knopf im Ohr, werden dich überall davon abhalten diese Bereiche auch nur ansatzweise zu betreten. Solltest du dort arbeiten müssen, wirst du dich peniblen Kontrollen ausgesetzt sehen und solltest du dort am Ende sogar wohnen, wird man dich bei 35 Grad im Schatten daran hindern deine Fenster zu öffnen. Zuwiderhandlungen können schon mal die GSG 9 bei dir auftauchen lassen.

Und warum? Weil ER kommt. ER, der Herrscher der Welt. Na gut, nicht der Ganzen, aber sicher der Westlichen. Na ja, eigentlich nicht mal mehr das, aber immerhin der USA und seiner Vasallen. Da sich Deutschland keine negativen Schlagzeilen leisten kann, wird er hermetisch abgeriegelt, ER und seine Familie. The President of the US of A. POTUS. Nur 4000 handverlesene Gäste haben das Privileg ihn am Brandenburger Tor zu sehen und zu hören.

Nehmen wir es als Nichtprivilegierte also hin, wie eine der sieben Plagen, und freuen uns, dass das Spektakel nur 24 Stunden und 40 Minuten dauert. Dann haben wir Berlin wieder für uns und müssen es nur mit den Touristen teilen.

Ich bau dir ein Schloss

Der Schlossplatz in Berlin mit dem Dom im Hintergrund

Der Schlossplatz in Berlin – Foto: h|b

Mann, Mann, Mann, kaum ist man mal drei Tage nicht in Berlin, verschwinden einfach so Plätze. Wo vorher noch eine riesige grüne Wiese war, klafft nun ein riesengroßes Loch, in dem plötzlich Bagger und Kräne stehen. Der Schlossplatz gegenüber dem Lustgarten. Letzte Woche wurde ja der Grundstein gelegt, aber ich hatte nicht erwartet, dass der Tiefbau schon so weit fortgeschritten ist. Es recken sich zwar überall noch Eisenverwehrungen in den Himmel, aber zum Teil sind bereits fertige Betonschalen zu sehen.

Heute durfte das Volk die Baustelle besichtigen. Nachdem man ein paar provisorische Stahltreppen hinuntergestiegen war, konnte man durch das Gelände wandeln, um sich am Ende hauptsächlich für ein Foto um den Grundstein zu drängeln. Im Gegensatz zu Heintje, der ja mit seiner Mutter in das Schloss ziehen wollte, dass er beabsichtigte zu bauen, wenn er groß wäre, soll 2019 das Innere des Schlosses das Humboldtforum aufnehmen. Von Seiten der Befürworter wird ja dieser Begriff auch immer in den Vordergrund gestellt, “Schloss” hört man nicht so gerne. Wenn es also keine Probleme mit einer Rauchgasanlage geben sollte, ist Berlin in spätestens 6 Jahren um eine Attraktion reicher.

Jammerlappen

Heute morgen mit der M10 in Richtung Nordbahnhof unterwegs. Gegenüber sitzt ein junger Mann mit iPhone und iPad Mini, Hipsterfrisur und -tasche. Entspannt wippend lauscht er dem was aus dem Kopfhörer quillt. Nach einem schnarrenden “Die Fahrscheine bitte” nach dem nächsten Halt, große Panik und hektisches aufspringen und kramen in der Tasche. Dann beginnt das rund fünfminütige Gewinsel: “Ich wollte doch gerade ein Ticket ziehen”.

Die resolute Prüferin: “Sie haben bereits gesessen, ihren Ausweis bitte!”.

Netter Versuch: “Nein, ich will doch gerade ein Ticket ziehen”.

Konsequent: “Sie haben bereits gesessen und sind erst nach unserem Aufruf aufgestanden, sind also Reisender ohne Fahrausweis, ihren Ausweis, bitte und steigen Sie bitte mit uns aus”.

Bockig: “Nein ich steige nicht mit Ihnen aus, ich muss doch zur Arbeit und außerdem wollte ich doch gerade….”.

Ungeduldig: “Wir haben auch die Möglichkeit die Straßenbahn so lange anzuhalten, bis sie kooperieren”.

Touristentränendrüse: “Ja, aber ich komme aus München (knickknack, knickknack) und kann man nicht noch mal, Toleranz und so”.

Die Prüfer schauen nur noch mitleidig. Schließlich zückt er entrüstet den Ausweis, Nachforderung wird gedruckt und übergeben, fertig. Setzt sich und beginnt hektisch das iPhone zu traktieren.

Wahrscheinlich wird er bei der Nacherhebungsstelle noch mal argumentativ versuchen der Nachforderung zu entgehen, aber hey, Jungs, wenn ihr bescheissen wollt, dann hört auf zu winseln wenn ihr erwischt werdet und tragt es wie echte Männer. Das Schwarzfahren ist doch ein echtes Abenteuer, oder? Da muss man eben ab und an mit den Konsequenzen leben. Und anschließend nicht noch bei Twitter oder Facebook über faschistoide Kontrolleure heulen. Manney. Weicheier.

Goldgruben?

Löcher im Bezirk Pankow

Löcher im Bezirk Pankow

In Pankow sind, zwischen der Wisbyer Str. und der Wichertstraße im April nicht etwa Schatzsucher mit Baustellenschildern marodierend umhergezogen, sondern – wie es im Mai jetzt nach und nach sichtbar wird – die Parkraumbewirtschafter des Bezirks waren aktiv, um die Zonen 44 und 45 einzurichten. Also doch eine Art Goldgrube? So einfach ist es offenbar nicht, denn das Land hat es auf die Einnahmen durch Bußgelder abgesehen. Dann wäre es für den Bezirk wohl ein Minusgeschäft.

Café Schmitzberger

Fotos: Copyright Ute Schirmack / 2013

Eine gedeihliche Symbiose zwischen zwei Nachbarn ist zu Ende gegangen, nicht jedoch meine Liebe zum Qualitätskaffee bei Frau Schmitzberger. Mariusz, der Friseur meines Vertrauens, ist mit der Haarwerkstatt von der Kopernikus- in die Simon-Dach-Straße gezogen. Kaffee holen mit Strähnchenfolie auf dem Kopf und Handtuch um die Schultern, zwei Häuser weiter im kleinen Austro-Delikatess-Lädchen von Theresia Schmitzberger, ist nun nicht mehr.

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Winter im Kiez

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Und wieder hat über Nacht der Winter zugeschlagen. So ist es gefühlt jedes Jahr in Berlin. Wenn anderswo in der Republik schon die Osterglocken blühen und man sich in Freiburg bereits die Cocktails im Freien schmecken lässt, blühen hier höchstens die Eisblumen und dick vermummte Menschen hasten eilig, durch den vom Ostwind befeuerten Schneesturm, durch die Straßen. Man könnte denken es wäre Dezember und nicht Mitte März. Es soll jetzt noch ein wenig weiterschneien und im Laufe der Woche aufklaren, bei Nachttemperaturen bis minus 15 Grad. Es wäre zum heulen, wenn einem nicht die Tränen sofort festfrieren würden. So bleibt nur die Hoffnung, endlich aus diesem eisigem Gefängnis befreit zu werden, notfalls mit fremder Hilfe. Aber dafür demonstriert natürlich wieder mal keiner.

Sonne im Kiez

Gestern war ein strahlender Tag. Am Morgen schon piepten die Vögel, und der Frühling lag nicht nur in der Luft. Er lag auf der Haut, auf der Netzhaut sogar.  Da draußen ist Berlin und wartet. Im Winter, im monatelangen Kälteschlaf vergesse ich das leider, immer wieder. Im Winter macht Berlin auch keinen Spaß, da ist es einfach nur kalt und voll hier.  All die Menschen, die sich über die überbreiten Bürgersteige zwingen und zwängen, man glaubt es kaum.  An strategischen Engpässen navigiert man sich besser sorgsam durch die Massen, mit Schulterblick bei Überhohlmanövern. Hier in Neukölln zumindest ist das so.

Beim Kaffee lese über Gentrifizierung in Neukölln und die Weserstraße, die mittlerweile von Barcelona bis nach New York ein berühmtes Partyareal sein soll. Das Übliche, man kann es mittlerweile überall finden, in Blogs und Zeitungen, bald wird es die Lifestylemagazine und das Hochglanz-TV erreichen. Wenn das nicht schon längst geschehen ist. Das Fazit: Alles wird teurer, nichts ist mehr schön, wir vertreiben uns selbst, vielleicht aber auch (doch noch) nicht.

Dann gehe ich hinunter auf eben diese Weserstraße, um meinem Motorrad die Batterie zu entnehmen. Es ist Frühling, bald geht es wieder los, und ich will bereit sein. Beim Schrauben mache ich eine ganz eigenartige Alltagserfahrung in Sachen Postgender und lerne: Ich bin ein Mensch, das ist genug. Auch das gehört dazu, zum Berliner Spießertum, zur Weltoffenheit, zur heimischen Multikulti. Das gehört hierher, die ureigene, allein seligmachende Façon.

Auf dem Weg zum Friseur, die Weserstraße hoch, fast bis zum Hermannplatz,  sehe ich zum ersten Mal einen Postkartenständer draußen stehen. Dahinter ein Laden wie in Friedrichshain, Schnickes, Schnackes und Souvenirs. Drei Schritte weiter ein türkischer Späti mit Billardtisch im Hinterzimmer. Frisch eröffnet, den halben Winter wurde dort von Grund auf renoviert. Ein paar Straßen weiter steht jemand in einem Hauseingang und macht Fotos mit einem Apfeltelefon. Vermutlich von einem dieser langsam verfallenden Kleingärten, die  alle paar Meter rund um einen Straßenbaum angelegt werden. Etwas anderes, auch nur halbwegs fotogenes kann ich jedenfalls nicht erkennen. Aber schräg gegenüber steht ein Lokal leer, davor ein Pärchen. What’s that, fragt er. A future bar, antwortet sie. Und wir lachen, alle drei.

Um die Ecke sitzt mein türkischer Friseur auf der Bank vor dem Laden und erwartet mich bereits. Nein, eigentlich telefoniert er und reicht mir nebenbei kurz die Hand. Aber ich bin termingerecht für drei Uhr eingetragen, nur meinen Namen hat man in der letzten Woche am Telefon offensichtlich nicht richtig mitbekommen. Sonne, steht da. Nicht Susanne.

Ich bin also Sonne. Sonne um drei. Und ein Mensch in Neukölln.

Living Protest

Drei Personen vor einem Zaun schauen auf ein Brachgelände

Der schöne Garten, in dem der “reiche Mann” gerne bauen würde – Foto: h|b

“Stell dir vor du hast einen schönen Garten…”, versucht der Vater seinem Kind zu erklären, was derzeit an der Mühlenstraße in Berlin passiert: “… und dann kommt ein reicher Mann und nimmt dir einfach ein Stück davon weg”. Ja, so einfach kann die Welt für ein Kind sein. Viele andere, überwiegend jüngere Menschen, scheinen es aber ähnlich zu sehen, denn heute nachmittag um 14 Uhr kommen rund 5000 Demonstranten und Mauerschützer an der East-Side-Gallery zusammen, um, tja, um was eigentlich zu tun? Okay, so wie es aussieht, erstmal um Spaß zu haben. Die Sonne scheint, es gibt etwas zu trinken und natürlich Mucke. Genug Gründe um am ersten Frühlingswochenende endlich mal wieder was los zu machen. Auf einer autofreien Mühlenstraße gemütlich zu flanieren, wo sonst der Autoverkehr das Tempo vorgibt, hat auf jeden Fall auch etwas. Die East-Side-Gallery kommt gleicht zweimal so gut zur Geltung. Wenn jetzt noch die parkenden Autos … weiterlesen »

Ick gloob es hackt

Das Restaurant zum goldenen Bogen und ein gewisser Herr U.H. aus M. versuchen in einer Testphase einer altehrwürdigen Berliner Institution Konkurrenz zu machen. Werblich unterstützt wird die Aktion von einem weiteren Berliner, der schon mal ganze Stadien damit füllt, über seine Freundin abzulästern. Die Rede ist von der Currywurst, die es jetzt für sechs Wochen für 2,99€ bei Mc Donalds zu kaufen gibt, immerhin mit Brötchen. Spontan stemmt sich seit zwei Tagen eine Gruppe unbeugsamer Currywurst-Liebhaber mit einer Facebook-Aktion “Save the Currywurst” dagegen und hat bereits über 1000 Mitstreiter eingesammelt, darunter viele Imbissbetreiber.

Bernd Matthies vom Tagesspiegel hat die Probe aufs Exempel gemacht und kommt zum Schluss.” Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht so charmant, dass sich auch nur ein einziger deutscher Wurstbudenbesitzer Sorgen machen müsste.” Hauptkritikpunkt ist ein wesentlicher Bestandteil einer Currywurst, nämlich die Soße. So urteilt der Tester: “Die Konsistenz des Ketchups reicht grad so aus, um an den Wurststücken haften zu bleiben, und es ergibt sich ein konturlos süßliches Mundgefühl”. Hertha Heuwer muss sich also  nicht im Grab umdrehe und es geht in Berlin weiterhin nichts über Konopke. Oder was meint ihr? Wo gibt es in Berlin die beste Currywurst?

Tischlein deck dich

Schneebedeckter Tisch mit Worten

Von den Runden zu den Berliner Tischen – Foto: h|b

Der Berliner S-Bahn-Tisch kämpft aktuell vor Gericht, um seine Zulassung als Volksbegehren. Unterschriften wurden ausreichend gesammelt, aber der Senat hat das beantragte Volksbegehren als unzulässig eingestuft und die Entscheidung darüber dem Verfassungsgerichtshof überlassen. Der sollte gestern darüber entscheiden, hat allerdings die Verkündung des Urteils auf den 13. Mai terminiert. Die Initiative will u.a. verhindern, dass der Betrieb der S-Bahn in Berlin nach 2017 privatisiert wird.

Der bereits erfolgreiche Wassertisch hat sich zwischenzeitlich leider entzweit und durch den Rückkauf der RWE Anteile wurde die Forderung nach Rekommunalisierung bereits teilweise erfüllt, wenn auch aus Sicht der Initiative zu einem völlig überhöhtem Preis. Immerhin ließ sich die Stadt den Rückkauf 600 Millionen Euro kosten.

Seit vorgestern ist nun auch der Energietisch aktiv und muss bis zum 10. Juni 2013 mindestens 200.000 Unterschriften sammeln. Auf seiner Website listet er dabei “Sieben gute Gründe für eine kommunale Energieversorgung” auf, die ihr gerne nachlesen könnt.

Auch der Tagesspiegel widmete in seiner gestrigen Ausgabe dem Thema einen ausführlichen Bericht.

Wodkawege

Es ist ein absolut gängiges Berliner Accessoire und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit: Das Bier für den Weg, das so genannte Wegbier. Wirklich, ich würde es vermissen, säße nicht in jeder S- oder U-Bahn, in der ich ein paar Stationen mitfahre, ein Mensch mit einer Bierflasche in der Hand oder am Hals. Das gehört einfach dazu. Das sind mal fröhliche, mal deprimierte, manchmal auch lästige Mitmenschen, die sich eine kleine Freiheit im Leben gönnen.

Gestern allerdings durfte ich einen jungen Mann beobachten, der mit einer großen Flasche Wegwodka in der Ringbahn unterwegs war. Das war Mal etwas Neues, etwas Besonderes, zumindest am frühen Nachmittag. Und daraus entstand eine wunderschöne, hingebungsvolle Szene mit dem typischen Berliner Charme.

Der Mann ging sehr ruhig und bedacht vor, penibel tupfte er beispielsweise die Flasche mit einem Papiertaschentuch ab, als ihm ein paar Tropfen daneben gegangen waren. Ebenso tat er es mit dem Sitz, auf dem er die Flasche zu diesem Zweck kurz abgesetzt und einen Wodkaring hinterlassen hatte. Alle Bewegungen führte der Mann sehr langsam und mit nur einer Hand aus, denn die andere war in einem Gipsverband ruhig gestellt. Ebenso gründlich und langsam sah er zwischendurch um sich, mit offenen Augen und Ohren. Diese Schlichtheit und Ruhe, ist das der Unterschied zwischen Bier und Wodka?

Um diesen traurigen Trinker herum saßen und standen die anderen Menschen, sie lasen, hörten Musik oder telefonierten. Wie das so ist, wie immer. In Berlin.

Kreisverkehr

Zwei Radrennfahrer nebeneinander

Mit der Teamnummer 7 zieht hier der spätere Sieger an der Konkurrenz vorbei – Foto: h|b

Letztens habe ich gesehen, dass es eine Internetplattform für “First Things” gibt, also für Dinge die man zum ersten Mal tut. Am Montag Abend konnte ich, zumindest innerlich, etwas dazu beitragen, ich war zum ersten Mal beim Sechstagerennen in Berlin. Korrekterweise müsste man es ja Sechsnächterennen nennen, da vor 19 Uhr dort niemand auf dem Rad fährt. Die verschiedenen Disziplinen spielen sich dann ab dieser Zeit bis ca. 1 Uhr in der Nacht ab, unterbrochen durch verschiedene Showacts. Der Hauptact an diesem Abend war Mr. Joe’s Band, eine Joe Cocker Coverband. Immerhin war sie so gut, dass ein neben mir stehender Besucher fast mit mir gewettet hätte, das das ja wohl zweifelsfrei der Echte wäre. Na klar, der kommt extra für ‘ne halbe Stunde ins Velodrom, um die Fans des Radsports zu beglücken. weiterlesen »

How to survive a Berlin Winter

Sessel im Schnee

Das Überleben in diesen Tagen wird härter – Foto: h|b

Im Blog “überlin” haben sie sich Gedanken gemacht, wie es möglich ist den Berliner Winter zu überstehen und geben dazu die entsprechenden Tipps. Der englischsprachige Beitrag nimmt dabei die beiden Berliner Jahreszeiten “Sommer” und “Winter” auf die Schippe, meint aber am Ende beruhigend: “Don’t panic, but this is about to get scientific. Having spent the second half of the year predicting the worst winter on record, Berliners *always* say, “That was nothing – last winter was much worse.” So isses ;)