01.09.2010

Rainald Grebe singt über den Prenzlauer Berg

Sebastian in am 1. September 2010, 19:23   6 Kommentare »

Ein singender Chronist unserer Zeit. Musikalisch hat er schon besseres abgeliefert, aber der Text des Songs Prenzlauer Berg macht wie immer viel Freude.

Und hier ein Video zum Hintergrund des Schaffens.

Rainald Grebe & Das Orchester der Versöhnung – Prenzlauer Berg from Rainald Grebe on Vimeo.

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29.08.2010

Auf der Schlosswiese

Susanne in am 29. August 2010, 22:59   Kommentar schreiben »

Genau dort hat der Freitag ein Gespräch mit den Architekten Francis Keré, Arno Brandlhuber und Benjamin Foerster-Baldenius geführt. Darin sagt Keré den Satz, der es wohl am Besten trifft:

Zubauen ist nicht immer ein Heilmittel.

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Lieber Dani Levy

Jürgen in am 29. August 2010, 20:38   4 Kommentare »

Was haben Sie uns 2004 für einen schönen Film geschenkt! “Alles auf Zucker”, mit einem wunderbaren Schauspielerensemble, aus dem Henry Hübchen und Hannelore Elsner noch herausragten, war ein weiser und humorvoller Streifen.

Ihrem neuesten Werk “Das Leben ist zu lang” – jetzt in den Berliner Kinos angelaufen – vermag ich dieses Prädikat leider nicht zu verleihen. Warum? Sie stellen uns, angeführt von der Hauptfigur des Alfi Seeliger (Markus Hering) – Pechvogel, Nebbich, Loser – den Betrieb und die Praktiken der Filmbranche vor. Produzenten, Regisseure, Schauspieler, Feten, Besetzungen oder auch nicht, Intrigen, Verletzungen, Eitelkeiten – alles als Farce geschrieben. Sie lassen Alfi über eine Katze stolpern, dabei das Puzzle seiner Tochter zertöppern, aus dem Fenster stürzen, auf dem OP-Tisch landen und tausend Hypochonderängste ausstehen. Vor allem lassen Sie ihn, den Alfi, an seinen Mitprotagonisten verzweifeln: Dem alten, ideen- und kapitalschwachen Produzenten, seiner liebestollen, russischen Mätresse, dem skrupellosen Fernsehsender-Chef, dem merkwürdigen Bankberater usw.

Sie zeigen uns Menschen, die sich auch manchmal wie A…löcher benehmen, nämlich andere anschwärzen, ausbooten, intrigieren, Zusagen nicht einhalten und auf Schwächeren herumtrampeln, aber sich auch lächerlich machen, ihre Eitelkeiten pflegen und anderes mehr. Solche Leute gibt es nicht nur in der Filmbranche. Der Zuschauer kennt sich selbst und seine Schwächen, aber auch Figuren mit diesen Eigenschaften aus seinem Leben. Aber so, wie es gezeigt wird, ist es zu selten witzig, ironisch oder gar humorvoll.

Trotzdem: Schöne Grüße an Veronika Ferres, die in der Restaurant-Szene zeigt, wie gut sie spielen kann. Ebenfalls Kompliment an Meret Becker, die am Krankenbett ihres Alfi zeigt, was in ihr steckt und auch an den unvermeidlichen Heino Ferch, der als Arzt Professor Mohr so aussieht wie – Heino Ferch und einen netten Gag über Privatversicherte losläßt.

Aber, lieber Dani Levy, als Sie schließlich selbst auch noch im Film erscheinen, weiß man weder warum, noch ein oder aus.

Mit herzlichkonstruktiven Grüßen – Ihr Kritiker

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Nach Berlin ziehen … der Musik wegen.

Claudia in am 29. August 2010, 17:40   1 Kommentar »

Das haben die The Ting Tings, britische Ex-Indie-Combo (Ex seit dem Fanta-Werbespot) letzten Dezember getan. Im Interview ließt sich das dann so: „Das hat schon einen Einfluss. Sogar das Wetter. Es war so kalt, als wir herkamen, ungefähr Minus 25 Grad, und es schneite nonstop eineinhalb Monate lang. Da wirst du beim Songschreiben echt depri. Die Musik wurde dann ein bisschen tanzbar und ein wenig dunkel.” (Quelle Newsbeat)

Die Sängerin Katie White hat optisch was von Paris Hilton – nur in sinnvoll. Hier die „The Ting Tings“ live aus ‘nem Clärchens Ballhaus namens Hurricane:

Zugezogenen Tipp stammt übrigens von Paul van Dyk und dem schmeckt kein Kaviar im Flugzeug.

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27.08.2010

Sid Le Rock

Claudia in am 27. August 2010, 11:44   1 Kommentar »

Gestern haben wir in den Schlagzeilen die neue Tagesspiegel-Reihe „Spreelectro“ rund um Elektronische Musik made in Berlin präsentiert, heute in die die dort vorgeschlagenen Acts reingehört.

Hinter dem ersten Sid Le Rock steckt der Kanadier Sheldon Thompson, der, wie’s im Biz mittlerweile sehr üblich ist, diverse Kunstfiguren einnimmt. Sid Le Rock mixt alles, was aus dem Synthi kommt und nach Elektro klingt mit griffigen Gitarrensounds. Ich habe gerade auf der Homepage den Appetithappen gelauscht aka YouTube bemüht. Hier ganz unbewegt ein etwas älteres Werk „Fatal Distraction“:

Ebenfalls sehr fein, der bonfortinöse Track zum Hausputz: „Naked“ gemeinsam mit DJ KOZE eingespielt. Sid Le Rock, neues Album also: „Tout va Bien“ Kauf’ ich.

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23.08.2010

Herzlichen Glückwunsch!

Claudia in am 23. August 2010, 14:35   2 Kommentare »

Die Gewinnerin oder der Gewinner des AKG-Kopfhörers geht an „Samte“. Leider konnte es nur eine/n geben. Mail ist bereits raus. Viel Spaß mit dem guten Stück!

Allen anderen: vielen Dank für’s Mitmachen. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal.

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22.08.2010

Berlin: Hasenheide

Claudia in am 22. August 2010, 10:22   1 Kommentar »

Der Dokumentarfilm von Nana A. T. Rebhan über Neuköllns größte Liegewiese hat am 14.10.2010 Premiere im Moviemento.

via Schockwellenreiter

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20.08.2010

Sommerausklang

Jürgen in am 20. August 2010, 21:13   5 Kommentare »

In den nächsten Tagen und Wochen hätte der “Sommer im Quartier” u.a. noch folgende Veranstaltungen zu bieten:

  • 29.8.10 – Otto Sander liest Joachim Ringelnatz
  • 4.9.10 – “Christine und die Störche” . DEFA-Kinderfilm, 1961
  • 4.9.10 – “Solo Sunny”. DEFA-Film, 1980
  • 12.9.10 – Burghart Klaussner liest aus “Verbrechen” von Ferdinand von Schirach
    Weitere Details siehe hier.

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19.08.2010

Little Big Berlin

Claudia in am 19. August 2010, 13:16   11 Kommentare »

Little Big Berlin © pilpop.

pilop, Filmkünstler aus Berlin hat das digitale Filmwerk über Berlin geschaffen und dieser Stadt gewidmet. Großes Kino! Mehr Informationen …

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18.08.2010

AKG und Hauptstadtblog verschenken einen Kopfhörer!

Claudia in am 18. August 2010, 15:10   53 Kommentare »

Susanne hatte schon im Artikel am 9.8.2010 davon erzählt, von der AKG Scholarship of Sound, die in Berlin erstmals statt gefunden hatte. AKG by Harmann zeigte sich spendabel und stellte uns einen der professionellen Studio-Kopfhörer zur Verfügung, den wir nun einer/m unserer Blogleser bzw. -leserinnen schenken möchten.

Sucht ein neues Paar Ohren | foto @claudiathomas

Es handelt sich hierbei um die Studio-Legende AKG K272HD, die das erklärte Hörinstrument für Toningenieure im Rundfunk und Fernsehen und von DJs ist. Er ist robust, seine Wiedergabe ist außerordentlich präzise, der Klang völlig unverfärbt. Das Ausgabegerät, an dem der hartvergoldete Stecker dieses Kopfhörers seine Buchse findet, sollte schon etwas hochwertiger sein. An einem einfachen MP3-Player macht dieser Kopfhörer dem Hörer möglicherweise weniger Freude, denn er will definitiv mehr Klangvolumen hören lassen als MP3s üblicherweise hören lassen wollen.

Wie gesagt, wir verschenken jetzt einen von diesen Kopfhörern, wie oben auf dem Foto abgebildet. Schreibt uns in den Kommentaren unter Angabe einer funktionsfähigen E-Mail-Adresse (im E-Mail-Feld im Kommentarformular eingetragen reicht, bitte nicht öffentlich ins Textfeld) und beantwortet uns diese beiden Fragen:

a) Was war Euer allererstes eigenes Ausgabegerät für Musik? Gerne lesen wir die Geschichte dahinter!

b) Wie lautete der/die erste Interpret/Interpretin und Song, des allerersten Stückes Musik, das Ihr selber auf Single, LP, MC oder CD etc. je besessen habt?

Antworten mehr als ein Kommentator oder eine Kommentatorin, wird ein Name völlig analog im Name-auf-Schnipsel-wird-gezogen-Auswahlverfahren ermittelt. Die Benachrichtigung der/des Beschenkten erfolgt per E-Mail. Schluss mit Mitmachen ist am Sonntag, 22.08.2010 pünktlich zum Tatort um 20:15 Uhr.

Viel Glück!

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Fuckparade 2010

Claudia in am 18. August 2010, 10:26   8 Kommentare »

Seit 13 Jahren demonstriert die Fuckparade gegen die zunehmende Kommerzialisierung von Kultur und öffentlichem Raum in Berlin. Sie will auf den Abbau der Subkultur in dieser Stadt aufmerksam machen und wünscht von der Kulturpolitik aber auch Stadtentwicklung eine stärkere Berücksichtung von subkulturellen Minderheiten in dieser Stadt. Denn die ist es auch in einem hohen Maß, die Berlin für uns, für Besucher und Zugezogene enorm attraktiv macht.

Fuckparade 2010

Erstmals fand die Fuckparade (Fuck the Loveparade) 1997 als Gegendemonstration zur Loveparade unter dem Kurznamen „Hateparade“ statt.

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17.08.2010

Stephan Erfurt in The European

Claudia in am 17. August 2010, 16:07   Kommentar schreiben »

Die Diskussion, die gerade um die Kündigung des Mietvertrags der im Postfuhramt ansässigen Galerie C/O Berlin stattfindet, ist zwiespältig. Selbstverständlich macht sie einmal mehr den Ausverkauf der Oranienburgerstraße deutlich – letztendlich aber kommt die Diskussion für diese Straße längst zu spät.

Für C/O Berlin wird es nicht von Schaden sein, die Galerie schon vorher ihren Namen und eigenes Renommee gehabt und war längst angenommen, als sie noch in der Linienstraße residierte. Bitter ist sicherlich, dass sich im Umfeld der Galerie C/O Berlin in Berlin-Mitte in den letzten Jahren ein Foto-Mekka im Osten Berlins entwickelt hat. Ob durch neue Galerien, die sich ausschließlich auf Fotografenkunst spezialisierten oder durch das kaufmännische Gewerbe rund um Fotografie, wie monochrom, Polaroid oder der Lomography Store. Auch die Dichte der Passepartout-Künstler ist nirgendwo größer in der Stadt. Oder Schulen: der Fotobereich der VHS-Mitte in der Linienstraße hat mindestens einen so guten Ruf wie Imago.

The European hat ein ausführliches Interview mit Stephan Erfurt, dem Besitzer von C/O Berlin geführt. Es geht um Immobilientheater in der Spandauer Vorstadt, Fotografie und Kunst in Berlin.

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13.08.2010

Kunst in Neukölln

Susanne in am 13. August 2010, 15:28   4 Kommentare »

… kommt automatisch!

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12.08.2010

Anwalts Liebling oder Lieblingsanwalt

Jürgen in am 12. August 2010, 18:35   Kommentar schreiben »

Mein liebster Anwalt ist Schriftsteller. Nein, er ist Anwalt von Beruf, aber zwischendurch verwandelt er sich auch immer wieder mal in einen Schriftsteller, präziser formuliert, Krimiautor.

In seinem Erstlingswerk “Verbrechen“ (2009) führte uns Ferdinand von Schirach in die Welt der Kapitalverbrechen ein und beschreibt dabei die Abläufe aus der Sicht des Strafverteidigers, der in den geschilderten Fällen die Interessen der Angeklagten zu wahren hatte. In seinen Stories, die alle auf wahren Vorlagen beruhen, sprudelt das Blut, brechen die Knochen und Charaktere oder aber es geschieht unheimliches. Wie spricht Kriminalhauptkommissar Dalger in “Notwehr”: “ Folgen Sie dem Geld oder dem Sperma. Jeder Mord klärt sich so auf.”

Die elf Stories sind gut geschrieben. Sie sind so überzeugend geschrieben, dass einige von ihnen, wie “Fähner” oder “Tanatas Teeschale” als faszinierend bezeichnet werden können. Schirachs Stil ist genau, sachlich, oft lakonisch, knapp und dennoch anschaulich. Textabsätze verwendet er häufig und gekonnt. Die Spannungsbögen funktionieren. Er schreibt so, wie man sich die Arbeitsweise eines guten Chirurgen vorstellt: Mit klarem Kopf, sicherer Hand und nüchterner, distanzwahrender Präzision. Manchmal kommen seine Sätze mit der Schärfe einer Rasierklinge oder überraschend wie eine Reifenpanne. Zwei Geschichten sind nicht so gelungen, weil mit abgewetzten Pointen, aber alle anderen Stories sind Klasse.

Ob ein Film zum Blockbuster wird oder ein Buch ganz oben auf den Verkaufshitlisten steht, interessiert mich kaum. Worüber ich mich aber – ich gebe es zu – etwas geärgert habe: Als ich schon vor Monaten in der Kanzlei von Schirach wegen eines Interviewwunsches anrief, kam kein Rückruf. Ich kam zu spät. Dafür brachte dann die Berliner Zeitung etwas später dieses, in jeder Hinsicht, sehr interessante Gespräch.

“Verbrechen” ist im Piper-Verlag erschienen. Preis 16,95 €. Das neue Buch von Ferdinand von Schirach heißt übrigens “Schuld“.

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10.08.2010

Rätselhafte Figuren

Harald in am 10. August 2010, 08:00   24 Kommentare »

Genauer Blick auf Berlin - Foto: h|b

Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte, aber wo in Berlin muss man sein, um diesen Blick erwidern zu können?

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09.08.2010

Scholarship of Sound 2010 - exklusive Workshopwoche in Berlin

Susanne in am 9. August 2010, 15:30   Kommentar schreiben »

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Es ist nur ein Anfang, aber es ist bereits eine ziemlich große Sache. Groß auf jeden Fall für die 10 jungen TeilnehmerInnen aus England, Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Frankreich, Norwegen und Deutschland. Sie sind es, die aus fast 600 Bewerbern ausgewählt wurden, um nach Berlin zu reisen und hier vom 31. Juli bis zum 7. August eine prall mit Workshops und Wissen gefüllte Woche verleben zu dürfen.

Zum ersten Mal gab es in dieser Woche das AKG Scholarship of Sound, das von nun an voraussichtlich jedes Jahr stattfinden und bereits im kommenden Jahr global ausgeschrieben werden soll.

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Zu Musik gehört immer auch die liebe Technik und das nicht nur in den letzten paar Jahren. Jeder, der jemals mit Musikern zu tun hatte, weiß dass es immer schon so war. Kein Gitarrist, der sich nicht auch um die Soundeffekte sorgen würde. Kein Schlagzeuger, dem nicht einen ganz gewisses Volumen vorschwebt. Keine erste Geige, die nicht informiert darüber ist, welcher Tonabnehmer speziell für ihr Instrument der absolut beste ist.

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Und alle zusammen geraten ins Grübeln, wenn es um Bühnen- oder Aufnahmetechnik geht. Von Studiotechnik ganz zu schweigen.

AKG Scolarship Of Sound in Berlin | foto: claudiathomas

Soundtechniker sind unersetzlich und erst recht ist das der Fall, wenn es um elektronische Musik oder DJing geht. Sound ist eine Kunst für sich. Und es braucht Soundkenner, die die Klangproduktion abschmecken können wie andere einen gut gelagerten Wein. An dem Punkt setzt AKG an und beginnt in Berlin AKG Studio eine fundierte Nachwuchsförderung.

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07.08.2010

Acht Monate bis Ultimo?

Jürgen in am 7. August 2010, 19:25   11 Kommentare »

Was passiert im März 2011 mit einem der geschichtsträchtigsten und schönsten Gebäude der Berliner Mitte?

Das Postfuhramt (PFA) in der Oranienburger Straße – die Geschichte des Hauses ist zur Zeit in einer kleinen, aber interessanten Ausstellung (u.a. mit Foto von der berühmten Kuppelhalle) im Vestibül zu sehen, der auch nachfolgende Informationen entnommen wurden, – nach Plänen des Architekten Carl Schwatko 1876-1881 erbaut, um 1900 Standort des bedeutendsten deutschen Transportunternehmens (250 Pferde mit Kutschen im Bestand der Deutschen Reichspost) und in der 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts zum “Postzentrum” Berlins ausgebaut, mit Telegrafenschule, Transradio AG und großem Auto-Fuhrpark, wurde nach 1945 durch die Deutsche Post weiter genutzt (DDR-Postzeitungsvertrieb), erlebte dann ab 1974 und 1985 zwei Restaurierungsetappen, die nach 1990 nicht weiter fortgesetzt wurden. Ab 1995 vermietete die Post das Gebäude für temporäre Kunstausstellungen, wie die jetzt und noch bis 19. September 2010 laufende von C/O:
MAGNUM. Shifting Media. New Role of Photography. – Eintritt: 10,- Euro

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Cannabis ist Weltkultur!

Harald in am 7. August 2010, 19:19   4 Kommentare »

Action für Berlintouristen, die Berliner Hanfparade - Foto: h|b

Das ist das diesjährige Motto der Hanfparade die heute zum 14. Mal durch Berlin zieht. 1997 mit der Forderung gestartet Hanf als Rauschmittel zu legalisieren, hat sich die Botschaft erweitert auf die Nutzung von Hanf als Kulturpflanze im allgemeinen Sinne und damit zur Freigabe als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Natürlich ist das Hauptanliegen vieler der rund 2000 Demonstranten immer noch Haschisch als Droge freizugeben, aber das ist eben nur ein Aspekt des Ganzen.

Die alljährliche Hanfparade vor dem Berliner Reichstag - Foto: h|b

Die Veranstalter möchten die gesamte Hanfkultur dem immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO als schützenswerten Teil der Menschheitsgeschichte zuordnen und fordern ein Ende der gegenwärtig – ausschließlich auf Strafverfolgung ausgerichteten – Drogenpolitik.

Kleiner Ausflug in die Vergangenheit: 2004 fand in Berlin ein Prozess gegen zwei Menschen wegen des Besitzes von 63 Faserhanf-Pflanzen statt. Mit dem Zuruf von Hans-Christian Ströbele an die Polizei aus diesem Anlass: “Gebt das Hanf frei”, produzierte Stefan Raab später einen gleichnamigen Rap-Song.

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06.08.2010

Neuauflage

Claudia in am 6. August 2010, 12:38   4 Kommentare »

Die beiden Fotografen Benjamin Tafel und Dennis Orel sind Wiederholungstäter. Sie machen Stadtfotografie: oberirdisch, unterirdisch, strukturiert, lustgewandelt, konventionell und anders. 2004 gab es schon den Bildband „Berliner Luft“, zwischendurch „Stuttgart!“. Das Werk zu Berlin wurde nun im Hatje Cantz Verlag neu aufgelegt. Einblicke hier. Für Berlin-Fans und Geschenksuchende für ebensolche.

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03.08.2010

Beziehungssache

Claudia in am 3. August 2010, 09:39   Kommentar schreiben »

Liebe Leserinnen, wenn Sie schon immer mal wissen wollten, warum Ihr Mann oder Freund täglich Fisch braucht, um wirklich glücklich an Ihrer Seite zu sein, dann gehen Sie doch einfach in einen Crashkurs in Sache Liebe, in Mars & Venus.

Liebe Leser, wenn Sie schon immer mal wissen wollten, warum Ihre Ehefrau im Gegensatz zu Ihnen ohne tägliche Fischration glücklicher an Ihrer Seite lebt, dann besorgen Sie flink die Karten, denn am 8. August 2010 ist die letzte Vorstellung von Mars & Liebe in der Bar jeder Vernunft.

Von dem Buch „Men are from Mars, Women are from Venus“ auf Deutsch „Männer sind anders, Frauen auch“ hat wohl jeder schon gehört, jeder zweite vermutlich gelesen, wie das mit international erfolgreichen Beststellern oft ist. Unter dem Motto „Mars & Venus“ hat John Gray, US-Therapeut und Schrifsteller mittlerweile eine ganze Batterie an Partnerschaftsliteratur für Dus und Ichs verfasst.

Der belgische Paarberater und Bühnenkünstler Paul Dewandre hat aus Grays Ratgeber ein erfolgreiches Bühnenstück gemacht, das vom Comdedian Michael Kessler in der deutschen Bühnenfassung mit Daniel Drewes als eifriger Paarberater auf die Bühne gebracht wurde. Das Ganze ist unterhaltsam und gelegentlich bleibt das Lachen dann doch im Hals stecken, weil die Wahrheit bekanntermaßen schmerzt und den unangenehmen Wahrheiten in Sachen Partnerschaft und Geschlechterdynamik begegnet mann/frau an diesem Abend oft.

Aber dafür man versteht endlich, warum Männer im Auto unterwegs nie, niemals und nur über ihre Leiche nach dem Weg fragen würden. Und warum Frauen keinen Fisch, dafür viel viel Aufmerksamkeit brauchen.

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15.07.2010

Dr. Motte ist 50

Claudia in am 15. Juli 2010, 11:23   53 Kommentare »

Matthias Roeingh, eher bekannt als Dr. Motte, Techno-Urgestein und Mitgründer der Loveparade, ist am 9. Juli 2010 ein halbes Jahrhundert alt geworden. Dr. Motte, inmitten der Technobewegung immer respektiert, wenn wiederum gerne auch spöttisch mit hochgezogener Braue beobachtet, hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass Techno, streben nach Harmonie und ein bisschen Esoterik seinem Empfinden nach sehr gute Partner sein können. Seine Reden auf der Abschlusskundgebung der Loveparade waren immer heiß erwartet und beliebt, wurden aber auch gerne im Nachgang milde unverstanden belächelt. Dr. Motte hatte immer eine Mission: Liebe und Respekt. Dafür plädiert er auch heute noch.

Dr. Motte, wenn es auch um die Techno-Szene in Berlin deutlich ruhiger geworden ist, arbeitet heute immer noch erfolgreich als DJ und gilt weiterhin als streitbarer Harmoniesüchtiger, der gerne für politische Interessen in dieser Stadt, für die es sich seiner Meinung nach zu sprechen lohnt, aktiv ist. Er streitet friedlich wie kaum ein anderer beispielsweise für den Schutz und Einsatz der Berliner Subkultur (fuckparade) oder den Erhalt eines Stadtbildes ohne einen kompletten Ausverkauf an Investoren (Megaspree) für Berlin.

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14.07.2010

Neue Neuköllner Straßenmöblierung

Susanne in am 14. Juli 2010, 14:18   18 Kommentare »

Neulich bin ich ein wenig erschrocken. So etwas hatte ich bislang nur so Richtung Mitte, Prenzlauer Berg oder vielleicht noch Friedrichshain gesehen. Aber nicht hier in Neukölln. Nein!

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Krimi und Wein – und das alles für einen guten Zweck!

Claudia in am 14. Juli 2010, 09:51   Kommentare

Erst die Weinlese, dann die Krimilesung. Und die findet am 30. Juli 2010 im UWC statt. Die mörderischen Schwestern Martina Arnold, Anja Feldhorst und Barbara Brecht-Hardraschek, alle drei Grazien der 13 Schwestern, lesen über finale Haute Cuisine und lassen dazu von einer Winzersfamilie aus der Pfalz den zum Mord passenden Wein servieren: Wine & Crime im UWC.

30. Juli 2010, 19:00 Uhr, Ort: Unternehmerinnen- und Gründerinnenzentrum Charlottenburg, Sigmaringer Straße 1, 10713 Berlin, Eintritt € 5,– Reservierung hier

Alle Einnahmen und eingenommene Spenden an diesem Abend werden Carola H. zur Verfügung gestellt.

In der vergangenen Woche ist der Düsseldorfer Autorin, Webdesignerin und zudem deutschem „bloggenden Urgestein“ Carola (Melody) das Schlimmste passiert, was man sich vorstellen kann. Ein Feuer hat binnen kürzester Zeit die über die letzten vier Jahre mit viel Fleiß ausgebaute Dachgeschosswohnung der dreiköpfigen Familie komplett zerstört. Der Ehemann erlitt in dem Brand Verletzungen, konnte inzwischen glücklicherweise aus dem Krankenhaus entlassen werden. Carola und die zweieinhalbjährige Tochter erlitten leichte Rauchvergiftungen. Carola selbst ist akut sehr schwer krank und gehört momentan überall hin, nur nicht in das Chaos ein komplett vernichteten Existenz. Als Freelancerin hatte sie ihr Büro in dem noch nicht abgezahlten Eigentum, das auch als ihre Altersvorsorge gedacht war – somit wurde ihr selbst die Möglichkeit des Geldverdienens für die nächste Zeit genommen, denn die Technik ist ebenfalls zerstört.

Im Rahmen der von Bloggern organisierten Hilfskampagne Abgebrannt – wir helfen! haben die mörderischen Schwestern kurzfristig den Leseabend am 30. Juni 2010 zum Spendenabend für Carola Heinze und ihrer Familie erklärt.

Wer außerhalb des Leseabends auch helfen möchte und spenden kann, im Blog „Abgebrannt – wir helfen!“ stehen weitere Informationen und ein Spendenkonto.

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13.07.2010

Grün statt grau - Kurzfilmabend

Sebastian in am 13. Juli 2010, 16:56   2 Kommentare »

Das famose Netzwerk für urbane Kultur, urbanophil lädt mal wieder zu einem Filmabend, die unter urbanoFilms firmieren. In der Ausgabe #14 mal gibt es ein Sommer-Special zum Thema “Urbane Landwirtschaft und Gärtnern in der Stadt”.

In Kooperation mit den Prinzessinnengärten in Kreuzberg werden eine Reihe von Kurzfilmen unter freiem Himmel gezeigt. Das Wetter stimmt ja, und einen Programmflyer (PDF) zum Dowload gibt es auch.

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Wann: 22. Juli 2010 ab 19 Uhr
Wo: Prinzessinnengärten, Kreuzberg

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06.07.2010

Juligezwitscher

Jürgen in am 6. Juli 2010, 18:21   Kommentar schreiben »

Wer dieser Tage zusätzlich zum Getröte der Vuvuzelas und zum allgemeinen Fußballlärm noch offen für akustische Reize anderer Art ist, sollte hier weiterlesen. Auch diejenigen unter den Lesern, die nicht unbedingt immer nur den Weisen altgedienter Rocker, wie jüngst AC/DC im Olympiastadium oder der gestern auf der Waldbühne gastierenden Pop-Ikone Prince (einziges Deutschland-Konzert seiner Welttournee) bzw. – ganz was anderes – den mehr oder weniger skurrilen Klängen auf europäischen Schlagerfestivals lauschen wollen, kann die folgenden Alternativen ja mal prüfen:

Aus Berlin-Weißensee bietet die Mädchenband mit dem, nun ja, sperrigen Namen “Die toten Crackhuren im Kofferraum” den vermutlichen Sommerhit des Jahres an. Ob es trotzdem gute Musik ist, kann ja jeder selbst heraushören.

Dagegen ist das schwedische Duo First Aid Kit schon international unterwegs. Sie fanden jedenfalls Berlin toll und kommen sicher bald wieder. Ihr Album “The Big Black & The Blue” finde ich sehr gelungen. Hier mal zum Reinhören.

Wer den balladenhaften Pop liebt, der fühlt sich vielleicht bei Karat und ihrer neuen CD gut aufgehoben. Einige Songs, und viele erwarten das ja auch, hören sich so ähnlich an, wie Karat auch schon früher mit Herbert Dreilich klang. Seit geraumer Zeit singt Sohn Claudius in der Band.

Besonders freue ich mich über das Wiederauftauchen von Wir sind Helden auf der Musikbühne. Demnächst erscheint ein neues Album und am 26. Oktober gibt’s ein Konzert in Berlin. So klang es mal vor Zeiten oder so. Klasse! Eben heldenhaft.

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